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Winzerverein Deidesheim e.G. Deidesheim/Pfalz 4 Weissweine, 1 Rotwein und 1 Sekt

In Deidesheim in der Pfalz wird bereits seit über 2000 Jahren Wein kultiviert. Die Römer haben die Rebpflanzen mit in die Region an die Mittelhaardt gebracht, um hier Wein anzubauen, den sie in großen Mengen, sowohl für ihre Soldatenheere, als auch für das Verwaltungs-Personal benötigten. Wein war damals auch immer ein Teil der Besoldung. Da ja die wichtigste Heerstrasse in Germanien entlang des Rheins verlief, von Süden nach Norden mitten durch die Pfalz, hat es vor 2 Jahrtausenden schon große Rebpflanzungen gegeben, zumal die klimatischen Bedingungen im Rheintal an den Hängen des Pfälzer Waldes sich bestens für den Weinanbau eigneten. 

Dies ist bis heute auch so geblieben, die Pfalz ist das zweitgrößte Anbaugebiet hierzulande. Deidesheim spielt dabei eine ganz zentrale Rolle, denn hier und in den unmittelbaren Nachbarschaft-Gemeinden befindet sich das größte Rieslings-Anbaugebiet in der Bundesrepublik. Im Jahre 1898 haben sich 45 Winzer der traditionellen Weinbau-Gemeinde zusammengeschlossen, um als Winzerverein Deidesheim bessere Erzeuger- und Vermarktungschancen zu besitzen. Damit ist die Genossenschaft die älteste Winzer-Vereinigung in der Pfalz überhaupt, und mit 165 ha Rebfläche auch eine der größten. Der Winzerverein Deidesheim hat das Glück über eine Vielzahl von ganz außerordentlichen Lagen zu verfügen. 

Sie sind sowohl in der Pfalz als auch in ganz Deutschland die Spitze. Die Weine aus diesen Lagen erfreuen sich weltweit größter Beliebtheit, sie sind überaus begehrt. Die Lagen im Einzelnen sind: Forster Ungeheuer, Deidesheimer Grainhübel, Deidesheimer Maushöhle, Deidesheimer Kieselberg, Deidesheimer Leinhöhle, Ruppertsberger Reiterpfad, Deidesheimer Paradiesgarten, Deidesheimer Kalkofen, Deidesheimer Herrgottsacker und Deidesheimer Hofstück. Das Terroir ist absolut grandios, sowohl von den klimatischen Bedingungen her, etwa durch den Schutz des Pfälzer Waldes gegen kalte Winde, ebenso mit 1800 Sonnenstunden, aber besonders auch durch die exzellente Bodenbeschaffenheit mit verwittertem Buntsandstein und Anteilen von Lehm, Geröll, Kalk und Ton. Dem exponierten Terroir entsprechend ist es möglich, eine Vielzahl von Rebsorten anzubauen. 

Im Weißwein-Bereich steht mit Abstand der Riesling mit mehr als 60% der Rebfläche an der Spitze. Darüber hinaus gibt es Müller-Thurgau, Gewürztraminer, Weiß- und Grauburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Morio Muskat, Kerner, Auxerrois, Silvaner und Rieslaner. Als Rotweinsorten sind es Spätburgunder, Dornfelder, Portugieser, Regent, Cabernet Sauvignon und Merlot. Die Winzer des Deidesheimer Winzervereins fühlen sich ohne Wenn und Aber allein der Qualität verpflichtet. Dabei liegt ihre ganze Aufmerksamkeit auf den entscheidenden Kriterien die eine Spitzen-Qualität ausmachen. Beginnend mit dem Natur-schonenden Umgang im Weinberg, bekanntlich liegt hier die Basis jeden guten Weins, über eine selektive Lese bis hin zur absolut schonenden Verarbeitung im Keller, die Mitglieder des Winzervereins unternehmen alles, um Weine zu kreieren, die die höchsten Ansprüche erfüllen. Bestätigt wird dies nicht nur durch das weltweite Kundeninteresse, auch bei nationalen und internationalen professionellen Verkostungen werden die Weine mit höchsten Auszeichnungen bedacht, etwa durch die Landwirtschaftskammer von Rheinland-Pfalz oder auch bei der AWC Vienna, der größten fachlichen Weinverkostung weltweit. Nach so viel Theorie ist es jetzt eine Freude die 5 Weine und den Sekt zu verkosten: 

2016 Grauburgunder trocken 

Der hier anstehende Grauburgunder stammt aus dem neuen Jahrgang 2016. Der Wein wurde trocken ausgebaut. Grauburgunder, französisch "Pinot Gris" wird vereinzelt hierzulande auch als Ruländer bezeichnet. Die Rebe bevorzugt gute, nicht zu heiße Lagen mit tiefgründigen, kräftigen Böden. Solche Voraussetzungen finden sich idealerweise in den ganz bestimmten Lagen des Deidesheimer Winzervereins, sodass hier ein sortentypischer Wein mit einem ganz eigenen Charakter entstehen konnte, eben wie dieser 2016er Grauburgunder trocken. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Um eine vollständige olfaktorische Prüfung zu ermöglichen, sollte man dem jungen, frischen Grauburgunder zunächst genügend Sauerstoff gönnen, damit er sich komplett entfalten kann. Jetzt werden feine Duftaromen wahrgenommen, die an exotische Früchte wie Mango und Ananas erinnern und durch Zitrusnoten ergänzt werden. 

Im Mund und am Gaumen findet die geschmackliche Bestätigung statt. Es ist die besonders gut eingebundene, milde Säure, die die Fruchtnoten optimal trägt. Der 2016er Grauburgunder trocken ist intensiv, besitzt eine leicht nussige Aromatik und der Wein ist dabei sehr geschmackvoll und rund, mit einer langanhaltenden, fruchtigen Frische im Abgang. 

Ein solcher Grauburgunder bringt große Trinkfreude, bei einem Glas wird es dabei bestimmt nicht bleiben, er schmeckt einfach zu gut. 

Der 2016er Grauburgunder trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 


2015 Ott&Orth 1 Deidesheimer Paradiesgarten Riesling trocken 

Mit diesem 2015er trockenen Riesling kommt ein ganz besonderer Wein zur Verkostung. Der spezielle Hinweis auf dem Etikett mit den Namen Ott und Orth zeigt an, was es mit diesem großartigen Riesling auf sich hat. Die beiden Küfer vom Deidesheimer Winzerverein Patrick Ott und Nico Orth haben jeweils einen Wein nach ihren Vorstellungen kreiert. Hierbei handelt es sich um zwei 2015er Riesling trocken, deren Trauben aus der Spitzenlage Deidesheimer Paradiesgarten stammen. 

Diese Lage zeichnet sich durch ein optimales Klima aus und dessen Bodenbeschaffenheit aus rotem und gelben Sandstein, Lehm und Geröll besteht. Bei der Vinifizierung konnte der Riesling in aller Ruhe auf einem 11monatigen Vollhefelager verbringen. Hier nun wird der 2015er Ott&Orth 1 verkostet, ein Riesling der trocken ausgebaut wurde. Die Farbe des Weins im Glas ist ein leuchtendes Hellgelb mit grünlichen Reflexen. Auch hier sollte zunächst wieder der Riesling genügend belüftet werden, damit die Aromenvielfalt sowohl in der Nase als auch beim Geschmack die gesamte Beachtung finden kann. 

Olfaktorisch überzeugt der Wein mit feinen Fruchtnoten, die an Pfirsich, Aprikose und Sommerapfel erinnern. Gepaart mit der richtigen Säure kommt so ein Frucht-Säure-Spiel zusammen, das sehr harmonisch und voll im Geschmack überzeugt. Dieser wunderbare Lagen-Riesling punktet mit ausgeprägter Frucht, gut ausbalancierter Säure und einem langen Finish, das neben allen herausragenden Geschmackskomponenten auch über eine ganz exzellente Frische verfügt. 

Einfach großartig! 

Der 2015er Ott&Orth 1 Deidesheimer Paradiesgarten Riesling trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2015 Deidesheimer Kieselberg Riesling Kabinett trocken 

Der jetzt verkostete 2015er Riesling trocken stammt aus der exzellenten Lage Deidesheimer Kieselberg. Als Prädikatswein wurde er in der Stufe Kabinett ausgebaut. Der Name der Lage Deidesheimer Kieselberg stammt von seiner Bodenbeschaffenheit her und weist bereits auf dessen Zusammensetzung hin, nämlich Kiesel, grobkörniger Sand, Lehm bis lehmiger Sand, stellenweise mit Kalksteingeröll. Dabei spielt gerade die Mineralität der Kiesel und die Wärmespeicherfähigkeit eine ganz besondere Rolle. 

Beides wirkt unmittelbar auf das Traubengut ein, sodass hier elegante, feinfruchtige Weine entstehen, wie dieser 2015er Riesling Kabinett trocken. Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf genügend Sauerstoff, damit der Riesling sein ganzes Potential anbieten kann. 

Anklänge an Apfel und reifen Pfirsich werden mit der Nase wahrgenommen, ebenso feine Zitrusnoten. Geschmacklich werden die Fruchtaromen im Mund und am Gaumen eindrucksvoll bestätigt. Ein großartiger Frucht-Säure-Bogen komplettiert den Geschmacksrahmen, wobei die gut eingebundene Säure dem Wein Kraft, Klarheit und Eleganz verleiht. 

Im langen Abgang zeigen sich zudem würzige Noten und ebenso diese wunderbare Frische, die diesen lagentypischen Riesling so animierend und geschmackvoll macht. Welch ein großartiges Riesling-Erlebnis. Dies sieht auch die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz so, denn sie hat dem 2015er Deidesheimer Kieselberg Riesling Kabinett trocken die silberene Kammerpreismünze verliehen. 

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2015 Deidesheimer Paradiesgarten Riesling trocken – Edition Da der Winzerverein Deidesheim die allerbeste Qualität als Losung für seine Weine ausgegeben hat, wird seit dem Jahrgang 1988 eine Riesling-Edition angeboten, die bestückt ist durch die jeweils besten Rieslinge eines Jahrganges. Bei diesen Ausnahme-Weinen kommt nur das Traubengut von ausgewählten Spitzenlagen zur Verarbeitung, deren Rebstöcke mindestens 10 Jahre alt sind und so bereits über eine tiefe Verwurzelung verfügen. 

Die Trauben selbst müssen über 90 Grad Oechsle aufweisen. So entstehen Rieslinge die absolute Top-Qualität besitzen. Und nur so haben sie die Chance in die Riesling-Edition aufgenommen zu werden. Gewachsen ist dieser Spitzen-Riesling in der Lage Deidesheimer Paradiesgarten, einer Lage die sich entlang des Haardt-Wald-Randes erstreckt und von wo aus am Nachmittag warme Luft in die Weinberge strömt, das ideale Klima für beste Riesling-Weine. Einhergehend mit dem Boden aus rotem und gelbem Buntsandstein entstehen hier klare, feinfruchtige Weine, die über ein außergewöhnliches Aromen-Potential verfügen. 

Der 2015er Deidesheimer Paradiesgarten trocken gehört zu den ganz großen Rieslingen der Deidesheimer Genossenschaft und darüber hinaus mit zum Besten, was in Deutschland bei dem entsprechenden Jahrgang von dieser edlen Rebsorte erzeugt wurde. Dies bezeugen sowohl die Goldene Kammerpreismünze der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, als auch die Medaille d´Or 2016 auf der AWC Vienna, der größten internationalen Wine Challenge in Wien 

Im Glas wartet dieser Ausnahme-Riesling mit einer leuchtenden hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen auf. Ein solcher Wein muss einfach belüftet werden, bevor er olfaktorisch und geschmacklich zur Prüfung und Verkostung kommt. Wie schade wäre es doch, nicht seine gesamte Klasse wahrzunehmen, also deshalb Sauerstoff und immer wieder Sauerstoff. Wunderbare Anklänge betören die Nase, die an einen Korb voller reifer Pfirsiche und Aprikosen erinnert. Diese feine Fruchtfülle wird ebenso im Mund und am Gaumen geschmacklich nachvollzogen, wobei gleichzeitig diese schöne Säurestruktur registriert wird, ohne die der Editions-Riesling nicht diesen phänomenalen Fruchtgeschmack entwickeln könnte. 

Alles zusammen ist bestens ausbalanciert, wobei die Säure zunächst der Frucht den Vortritt lässt, um dann peu à peu mit ihr in einen langen, intensiven Einklang mit einem großartigen Finish überzugehen. 

Absolut grandios dieser 2015er Deidesheimer Paradiesgarten Riesling Trocken-Edition-. Chapeau! 

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

2015 Cabernet Sauvignon trocken - Im Holzfass gereift- 

Welches exzellente Terroir die Winzer des Deidesheimer Winzervereins besitzen, zeigt der jetzt verkostete 2015er Cabernet Sauvignon trocken. Die Cabernet Sauvignon Rebe ist eine Kreuzung aus Cabernet Franc und Sauvignon blanc. Ihre Herkunft ist das Bordelais, hier hat sie sich zu einer der berühmtesten roten Rebsorten entwickelt, hier ist sie Teil der grandiosen Cuvée der großen Chateaux, wie etwa Margeaux, Mouton Rothschild oder auch Lafite und Haut Brion, um nur die berühmtesten zu nennen. 

Aber auch in den Deidesheimer Lagen gedeiht der Cabernet Sauvignon prächtig, wie dieser trockene 2015er Cabernet zeigt. Auf Lehm, Letten, Sand, Kies und sandigem Lehm gewachsen, haben die Rebstöcke allerbestes Traubengut entwickelt, das selektiert gelesen, äußerst schonend im Keller verarbeitet wurde, um dabei in aller Ruhe im Holzfass zu reifen. 

Im Glas zeigt sich der 2015er Cabernet Sauvignon trocken in einem dunklen Bordeaux-Rot mit leicht violetten Reflexen. Benötigt der Weißwein schon Sauerstoff zum Atmen, so gilt dies für einen Rotwein erst recht, zumal wenn er von einer solchen Qualität ist wie dieser trockene Cabernet. Jetzt zeigen sich intensive Aromenanklänge nach dunklen Beerenfrüchten und eine leicht pfeffrige Note.

Im Mund und am Gaumen präsentiert sich der Wein geschmacklich neben seinen Fruchtnuancen mit einer kräftigen Tanninstruktur, die bestens in den geschmacklichen Rahmen eingebunden ist, dem Cabernet Sauvignon zusätzlich Kraft, Fülle und Substanz verleiht. 

Der Wein ist vollmundig, komplex und dazu angenehm leicht restringierend bei einem langen kompakten Nachhall. Der 2015er Cabernet Sauvignon trocken hat das nötige Gewicht und die richtige Klasse, um den Freund dieser Rebsorte voll Begeisterung für sich einzunehmen. Da er allerdings recht jung ist, wird er auf der Flasche noch weiterhin reifen. Dann ist er ein kompletter Wein, der samtig weich die großartige Qualität dieses 2015er Cabernet Sauvignon trocken vollendet eindrucksvoll zeigen wird. Wunderbar! 

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius verkostet werden. 

Riesling Sekt Brut Flaschengärung 

Gerade weil der Winzerverein Deidesheim so absolut hochwertige Riesling-Weine erzeugt, ist es möglich zudem Sekte zu kreieren, die von ganz außerordentlicher Qualität sind und mit einem Geschmack aufwarten, der begeistert. Bekanntlich ist ein Sekt ja nur so gut wie der Basiswein der zur Versektung genommen wurde. Der Kellermeister hat deshalb die erstklassigen Rieslinge aus den speziellen Lagen von Deidesheim nach dem Verfahren der klassischen Flaschengärung versektet und ihnen dabei genügend Zeit gelassen in aller Ruhe heranzureifen. So ist ein typischer, kräftiger Riesling-Sekt entstanden, der "brut" ausgebaut über viel Klasse und einen intensiven Geschmack verfügt. 

Im Glas wird die leuchtend hellgelbe Farbe, einhergehend mit grünlichen Reflexen, sichtbar. Es ist zudem die feine Perlage die Frische im Mund signalisiert und auf ein willkommenes Sekt-Erlebnis hinweist. Dabei registriert die Nase einen typischen Riesling-Duft nach Apfel und Aprikose. Brut ausgebaut, punktet der Riesling-Sekt mit einer feinherben, angenehmen Säure, die sich ideal mit den fruchtigen Aromen-Nuancen verbindet und so zu einem frischen, lebendigen Sekt-Vergnügen wird. 

Als Aperitif zu einem schönen Essen ist der Riesling-Sekt Brut ideal, aber auch für jeden Empfang eignet er sich bestens. 

Der Riesling-Sekt hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius genossen werden.

Abschließend nun unser Fazit: Der Winzerverein Deidesheim ist nicht nur durch den pittoresken Weinort über die Grenzen der Pfalz in ganz Europa bekannt, seinen eigentlichen weltweiten exzellenten Ruf für Spitzenweine verdankt die Genossenschaft ihren Ausnahme-Lagen, die besonders für große Rieslinge bekannt sind. Aber, und dies soll hier auch gesagt werden, Weine von einem solchen herausragenden Terroir müssen auch immer erst spitzenmäßig auf die Flasche gebracht werden. Und hier leisten die Winzer, die Kellermeister, ja das ganze Team des Winzervereins Deidesheim sehr erfolgreiche Arbeit. Dies bestätigen sowohl die drei Rieslinge, der Grauburgunder, aber auch der Cabernet Sauvignon und der Riesling-Sekt. 

Alle Erzeugnisse sind auf höchstem Niveau, ihre Qualität ist einfach nur großartig. Die Weine sind Terroir-geprägt, besitzen einen unverkennbar eigenen Charakter, viel Substanz und verfügen über ein exzellentes geschmackliches Volumen. Und um es auf den Punkt zu bringen, diese Weine sind absolut grandios, einfach weil sie sehr gut schmecken, so wie man große Rieslinge, Grauburgunder oder Cabernet Sauvignon trinken möchte, nicht zu vergessen den Riesling-Sekt Brut natürlich. Dies meinen nicht nur wir, die nationale und internationale Fachwelt sieht dies ebenso, sei es durch die höchsten Medaillen der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz und bei der AWC Vienna. Nimmt man dann noch das erstklassige Preis-Leistungs-Verhältnis hinzu, bleibt ganz zum Schluss die Erkenntnis: 

Maximal empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Winzergenossenschaft Hügelheim eG Müllheim-Hügelheim Südbaden/Markgräflerland 4 Weissweine, 1 Rotwein und 1 Crémant

 Foto: Helga König
Die Winzergenossenschaft Hügelheim ist im Herzen des Markgräflerlandes zu finden. Als angegliederte Ortsgemeinde der Stadt Müllheim liegt der pittoreske Weinort Hügelheim zwischen Freiburg und Lörrach, einer Gegend am Oberrhein, wo das wärmste Klima in Deutschland herrscht, eine ideale Vorrausetzung für allerbeste Weine. Die kleine aber feine Winzergenossenschaft Hügelheim bewirtschaftet mit ihren Winzern insgesamt 78 ha Rebfläche. Die 1952 gegründete Genossenschaft zählt aktuell 90 Winzerinnen und Winzer zu ihren Mitgliedern. Sie alle stehen im engsten Kontakt zu den Kellermeistern der eG, sodass im gemeinsamen Handeln und vielfältiger Erfahrung und Wissen die Weine kreiert werden, angefangen von der Pflege der Weinberge und der Rebstöcke, über eine selektive Lese, bis hin zur schnellen und schonenden Verarbeitung des Traubenguts im Keller. Dies ist auch möglich, weil die Weinbergslagen rund um das malerische Hügelheim verteilt liegen. 

Entsprechend zeitnah nach der Lese kann mit der Vinifizierung begonnen werden, ein Vorteil, der sich absolut auf die Qualität der Weine auswirkt. Es ist ja gerade die beste Qualität, die sich die Hügelheimer Winzer auf die Fahnen geschrieben haben und deshalb ist ihnen eine strenge Ertragsregulierung und umweltschonender Pflanzenschutz wichtig und gesunde, hochreife Trauben, die dann mit Hilfe modernster Technik und viel traditionellem Wissen und Können zu exzellentem Wein verarbeitet werden. 

In den Einzellagen Schlossgarten, Hügelheimer Höllberg und kleiner Gottesacker, alles ingesamt steile Süd- und Südwesthänge werden die Rebsorten Gutedel(35%), Spätburgunder(35%), Müller-Thurgau(8%), Weißburgunder(6%), Grauburgunder(4%) und weitere Rebsorten(12%) kultiviert. Bei jedem neuen Jahrgang sind Winzerinnen und Winzer in engster Zusammenarbeit mit den Kellermeistern bemüht, Weine auf höchstem Niveau zu kreieren, jedes Jahr die außerordentliche Qualität erneut hervorzubringen, um sie möglichst noch zu steigern, wenn die Natur es zulässt. Deshalb auch sind viele Weine der Hügelheimer Genossenschaft immer wieder vom Badischen Weinbauverband mit Medaillen ausgezeichnet worden. Dies wird auch zukünftig so sein, denn bereits jetzt bevor die eigentliche Verkostung beginnt, darf verraten werden, dass die Weine und der Sekt geradezu grandios schmecken und wir deshalb die Hügelheimer eG zu den besten Genossenschaften bundesweit zählen. Entsprechend ist es eine Freude und ein Genuss die anstehende Verkostung zu beginnen: 

2015er Hügelheimer Weißburgunder – Edition M - QbA trocken 

Bei dem hier verkosteten 2015er Hügelheimer Weißburgunder trocken handelt es sich um einen Wein der Premiumlinie Edition "M", die eine Hommage an die Jahrhunderte alte Tradition des Weinbaues im Markgräflerland zum Ausdruck bringt. Gewachsen sind die Trauben zu diesem großartigen Weißburgunder in der Lage Hügelheimer Schloßgarten, einem Weinberg mit einer Südwest- und einer Westlage, deren Bodenbeschaffenheit aus fruchtbarem Lehm-Lößboden besteht. Zusammen mit dem sonnenreichen Klima ergibt dies ein Terroir, das sich exzellent für hochwertige Premiumweine der Rebsorte Weißburgunder und weiterer Burgundersorten eignet. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Um den Weißburgunder sowohl olfaktorisch als auch geschmacksmäßig komplett zu erfassen, benötigt er zunächst ein Quantum Sauerstoff damit er sich öffnen kann. Danach werden wunderbare Aromen-Anklänge in der Nase registriert, die an gelbe Pfirsiche und reife Mirabellen und Honigmelonen erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt und durch eine fein eingebundene, tragende Säure ergänzt. 

Der 2015er Weißburgunder verfügt über einen kräftigen Körper, ist fruchtig weich im Geschmack und zeigt bei seinem langen Abgang, wie cremig füllig er daherkommt. Dieser Wein ist eine wahre Weißburgunder-Offenbarung, hat er doch alles was einen frischen, fruchtigen, gehaltvollen Weißen Burgunder ausmacht. Einfach großartig! 

Der Wein hat 13,2% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2015er Hügelheimer Grauburgunder - Edition M – QbA trocken 

Der 2015er Grauburgunder trocken gehört ebenfalls zu den Spitzenweinen der Winzergenossenschaft Hügelheim und wird entsprechend in der "Edition M" geführt. Dabei ist es den Winzern der Hügelheimer Genossenschaft wichtig, die Weine so zu erzeugen, wie es in der Wein-Tradition des Markgräflerlandes von jeher praktiziert wurde. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die sorgfältige Arbeit und das perfekte Zusammenspiel zwischen den Winzern und dem Kellermeister der Genossenschaft. 

Der hier verkostete 2015er Grauburgunder trocken gilt in der Burgunderfamilie als der eher kräftiger, würziger Weißwein. Er ist aus einer Mutation vom Spätburgunder entstanden, die Farbe der Trauben ist graurötlich. Farblich zeigt sich dieser 2015er Grauburgunder trocken im Glas in einem leuchtenden Hellgelb mit brillanten Reflexen. Auch jetzt ist es notwendig, den Wein zunächst ausreichend zu belüften, bevor die olfaktorische Prüfung beginnt. Danach zeigt sich deutlich eine Duftfülle nach Birne, Pfirsich, Aprikose, aber auch Litschi und Karambole. Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtnuancen geschmacklich exzellent bestätigt. Dabei ist es gerade die wohl ausbalancierte, wunderbare Säure, die dem 2015er Grauburgunder trocken das ideale Frucht-Säure-Spiel verleiht. 

Der Wein besitzt Kraft und Fülle, einen angenehmen Schmelz und der lange Nachhall bestätigt erneut wie harmonisch, frisch und vollmundig dieser Wein ist. Da bleibt es nicht bei einem Glas, dafür schmeckt der Grauburgunder einfach zu gut. Absolute Klasse! 

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius Verkostet werden. 

2015er Hügelheimer Chasselas - Edition M - QbA trocken 

Ein weiterer Spitzenwein aus der - Edition M - der feinen Winzergenossenschaft Hügelheim ist dieser 2015er Chasselas trocken. Chasselas, so der internationale Name, ist eine uralte Rebsorte(vermutlich 5000 Jahre alt und wurde schon in Ober-Ägypten angebaut). Bei uns ist die Rebsorte als Gutedel bekannt und gilt als Klassiker aus dem Markgräflerland, wo sie auch mit Abstand hierzulande am häufigsten kultiviert wird. In der Hügelheimer Genossenschaft unterscheidet sich der Chasselas von den anderen Gutedelvariationen, indem der Ertrag deutlich reduziert wurde, um so einen höheren Zuckergehalt in den restlichen Trauben des Rebstockes zu erhalten. Dieses hochwertige Traubengut ist dann nach der Lese sofort zur Gärung in einen Edelstahltank verbracht worden und wurde danach auf der Feinhefe belassen. 

Im Glas zeigt sich der 2015er Chasselas trocken in einer hellen, gelb-grünen Farbe mit brillanten Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf die notwendige Sauerstoff-Zufuhr, denn es wäre doch zu schade den herrlichen Chasselas nicht in seiner gesamten Fülle kennenzulernen. Jetzt offenbart sich eine Duftfülle in der Nase, die an reife Birnen, Melonen und weiße Blüten erinnert. Im Mund und am Gaumen werden die feinfruchtigen Anklänge geschmacklich bestätigt und durch die richtige Säure ergänzt. 

Der 2015er Chasselas trocken besitzt einen kräftigen Körper, einen schönen Schmelz, ist vollmundig und absolut geschmackvoll. Sein langanhaltendes Finish zeigt noch einmal wie prächtig Frucht, Säure und Frische miteinander harmonieren. Dass bei der Verkostung eine besonders animierende Trinkfreude dabei aufkommt, ist alles andere als verwunderlich. Auch dieser 2015er Chasselas trocken macht einfach nur Spaß. Welch ein Genuss! 

Der Wein hat 12,9% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2015er Hügelheimer Chardonnay - Edition M - QbA trocken 

Zur Verkostung steht jetzt dieser 2015er Chardonnay trocken an, ein weiter Top-Wein aus der Spitzen-Gruppe der - Edition M -, die allesamt der Typizität und dem Ausbau der traditionellen Weine aus dem Markgräflerland folgen. Chardonnay ist weltweit die wichtigste und meist angebaute Rebsorte. Ursprünglich in Frankreich beheimatet, hat die Chardonnay-Traube mittlerweile einen Siegeszug um die ganze Welt unternommen. Ob in den traditionellen europäischen Anbau-Ländern wie Frankreich und Italien, ob in Übersee wie Australien, Neuseeland, Südafrika, Argentinien, Chile oder USA, überall werden individuelle, großartige Chardonnay-Weine erzeugt. So auch im Markgräflerland und ganz besonders von den Winzern der Hügelheimer Genossenschaft. 

Sie besitzen das ideale Terroir für diese begehrten Weißweine. Die Farbe des 2015er Chardonnay trocken ist ein helles Gelb mit brillanten Reflexen. Nachdem der Wein genügend Sauerstoff geatmet hat, ist es ein großes olfaktorisches Vergnügen ihn kennenzulernen. Die Nase darf sich auf intensive Anklänge an Ananas, Pfirsich, Nuss und Zitrusfrüchte freuen. Ergänzt werden diese Duftnuancen von exotischen Früchten wie Litschi und Karambole. Alle Fruchtaromen finden auch eine Bestätigung im Mund und am Gaumen. Damit dies auch so überzeugend wie bei diesem Chardonnay möglich ist, bedarf es der geeigneten, gut ausbalancierten Säure, die einen solchen beeindruckenden Fruchtbogen trägt. 

Der Wein ist geschmacklich intensiv und dicht, kraftvoll und mit einem überzeugenden Volumen ausgestattet. Seine nachhaltige, zitronige Frische erzeugt einen langen Nachhall, der noch einmal deutlich macht, wie präsent der 2015er Chardonnay trocken durch sein grandioses Frucht-Säure-Spiel ist. Alle Achtung! 

Der Wein hat 13,4% vol7alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

2014er Hügelheimer Pinot Noir – Edition M – QbA trocken 

Nicht nur die Weißweine gedeihen in den Hügelheimer Lagen ganz großartig, besonders auch die Weine aus der Rebsorte Blauer Spätburgunder. Der edle Pinot Noir hat hier beste Wachstumschancen. Dafür stehen die geeignete Bodenbeschaffenheit, tiefgründiger Lehm-Lößboden, die südwestliche Ausrichtung der Lage und die ausgiebigen Sonnenstunden, die das Markgräflerland auszeichnen und dabei ganz besonders die Weinlage Hügelheimer Höllberg, in der dieser 2014er Pinot Noir gewachsen ist. Entsprechend groß ist der Stellenwert, den die Winzer diesem exponierten Wein angedeihen lassen. Nach einer siebentägigen Maischegärung ließ man den Spätburgunder in aller Ruhe 24 Monate im großen Holzfass reifen. So hatte er besonders viel Zeit, sein von der Natur gegebenes Potential zu entwickeln. Der Kellermeister der Genossenschaft hat ihn ganz in der Tradition großer Pinot-Weine des Markgräflerlandes bestens ausgebaut. Und so erfüllt dieser 2014er Pinot Noir trocken die hohen Ansprüche die bei den Weinen aus der -Edition M- vorausgesetzt werden. 

Im Glas besticht der 2014er Pinot Noir trocken mit einem intensiven dunklen Rubinrot. Ist Sauerstoff schon bei den Weißweinen ein unbedingtes Muss, so gilt dies für alle Rotweine umso mehr. Nur so ist es möglich das gesamte Potential eines solchen wunderbaren Spätburgunders komplett zu erfassen. Die Nase darf sich an würzigen Aromen erfreuen, die an Brombeeren, Heidelbeeren, dunkle Kirschen und einen Hauch von Zimt erinnern. Die geschmackliche Bestätigung der Fruchtaromen findet im Mund und am Gaumen statt. Hinzu gesellen sich lang anhaltende Vanillenoten, ebenso Anklänge an ein wenig Schokolade. 

Der Pinot Noir besitzt einen kräftigen Körper, eine dichte Struktur, eine bestens eingebundene Säure, die dem Wein die nötige Balance gibt und schöne, zurückhaltende Gerbstoff-Aromen, die das Geschmacksbild perfekt abrunden. Der langanhaltende Abgang macht noch einmal sehr deutlich wie weich, rund und geschmackvoll dieser 2014er Pinot Noir trocken ist, geradezu perfekt. Chapeau! 

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius genossen werden. 

2014er "Edition Sehringer" Baden Crémant brut 

Crémant ist die Bezeichnung für Schaumweine, die mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung nach der klassischen Flaschengärung hergestellt worden sind. Dabei werden Basisweine verwendet, die in einer bestimmten Region gewachsen und die für das Weinbau-Gebiet klassisch sind. Bei dem hier verkosteten Baden Crémant brut wurde eine Cuvée von Weißburgunder- und Muskateller-Trauben zusammengestellt, die dann nach der Méthode champenoise durch eine besonders schonende Verarbeitung zur höchsten Qualität herangereift ist. Deshalb auch wurde dieser edle Crémant in die "Edition Sehringer" aufgenommen. Nur absoluten Spitzengewächsen der Hügelheimer Genossenschaft ist es vergönnt, hier gelistet zu sein. 

Der 2014er Baden Crémant wurde brut ausgebaut, was wohl am ehesten der Bezeichnung "herb" entgegenkommt. Im Glas leuchtet der Crémant mit einer grün-gelben Farbe, wobei sofort die feine Perlage auffällt, die aufsteigend animierende Frische signalisiert. Zugleich registiert die Nase ein feinfruchtiges Aroma, dessen Anklang an Mirabelle erinnert. Schon beim ersten Schluck wird klar, wie geschmacklich harmonisch abgerundet dieser Winzersekt betört. Es ist die Verbindung zwischen schöner Frucht und feinherber Säure, die diesen großartigen 2014er Crémant brut adelt. Alle geschmacklichen Sinne werden betört, wenn der feinperlige Winzersekt bei einem langen, frischen Abgang noch einmal zeigt wie großartig er ist. 

Zu einem Empfang höchst willkommen, ist er als Begleiter zu Schalentieren oder gebeiztem Lachs geradezu ideal. 

Der 2014er "Edition Sehringer" Baden Crémant brut hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius getrunken werden. 

Nachdem wir jetzt die Weißweine, den Rotwein und den Crémant verkostet haben, gilt es abschließend ein Fazit zu ziehen: Bereits zu Beginn der Vorstellung der Hügelheimer Genossenschaft haben wir darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um mit einer der besten Winzergenossenschaften in Deutschland handelt. Dieser Eindruck hat sich verfestigt, nachdem wir die wunderbaren Weiß- und Rotweine und den herrlichen Winzersekt intensiv probiert haben. 

Die Weine sind nicht nur sortentypisch, individuell und mit einem eigenen, unverkennbaren Charakter versehen, sie begeistern auf Anhieb, weil sie mit einem ganz besonderen Niveau und allerbester Qualität glänzen. Die Weißweine sind frisch, wunderbar intensiv und voll im Geschmack und man freut sich auf ein großartiges Glas Wein, das einfach nur gut schmeckt. Der Pinot Noir zeigt sich in einer geballten Aromenfülle, weich und samtig mit überzeugender Beerenfrucht. 

So muss ein schöner Spätburgunder sein, so wird er geliebt und noch mehr mit viel Freude getrunken. Zum Schluss der Crémant, absolut bestens geeignet auch den verwöhnten Champagnerfreund für sich zu gewinnen. Wir jedenfalls sind begeistert von den Pretiosen der Hügelheimer Genossenschaft, eine überaus feine Adresse für Spitzenweine. Bleibt nur noch das bemerkenswerte Preis-Leistungs-Verhältnis zu erwähnen, dass die Weine noch attraktiver machen. 

Absolut empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Forster Winzerverein e.G. Pfalz 3 Weißweine, 1 Rosé, 1 Rotwein und 1 Sekt

Die Winzer-Gemeinde Forst liegt an der Pfälzer Weinstrasse, benachbart zu dem bekannten Weinort Deidesheim. Hier an den Hängen des Haardt-Gebirges befinden sich mit die besten und bekanntesten Lagen der Pfalz, ja von ganz Deutschland. Die Winzer-Genossenschaft Forst a. d. Weinstrasse hat die Chance ihrer Spitzenlagen genutzt, um absolute Premium-Weine zu kreieren. Die klimatischen Bedingungen für exzellente Weine aus den Forster Lagen sind grandios, die Bodenbeschaffenheit aus Buntsandstein, Lava und Asche ist prädestiniert, um große Weine zu erzeugen. 

Die Winzergenossenschaft umfasst 100 Mitglieder. Mit ihrem Engagement, ihrem Können und ihrem familiären Zusammenhalt haben sie es geschafft, zu den erfolgreichsten Winzergenossenschaften in Deutschland zu zählen. 1918 gegründet, kultivieren die Vollblut-Winzer heute eine Rebfläche von 130 ha. Dabei legen sie genau so viel Wert auf Tradition wie auf modernste Kellertechnik. Der erfahrene Kellermeister sorgt nicht nur für eine qualitätsorientierte Bewirtschaftung der Weinberge und eine schonende, selektive Lese, er ist auch verantwortlich für eine Vinifizierung, die sich ausschließlich an dem großartigen Potential des Terroirs der Lagen orientiert. So reifen in historischen Gewölbekellern große Pfälzer Weine, die dem Weltruf von Forst gerecht werden. 

Die mit Abstand meist angebaute Rebsorte ist Riesling und zwar mit 75% der kultivierten Fläche. Zudem werden im Weißwein-Bereich Müller-Thurgau, Weiß- und Grauburgunder, Gewürztraminer, Scheurebe, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Silvaner angebaut, während bei den Roten Spätburgunder, St. Laurent, Merlot, Portugieser und Dornfelder zum Zug kommen. Die exzellenten Weine vom Forster Winzerverein basieren auf ihren Spitzenlagen, deren Renommee speziell die Riesling-Freunde in aller Welt verzückt. Im Einzelnen sind dies: Forster Pechstein, Forster Kirchenstück, Forster Jesuitengarten, Forster Freundstück, Forster Ungeheuer und Forster Musenhang. Diese Weinbergslagen sind gemeinsam mit dem Wissen und dem Engagement seiner Winzer der Grund, warum der Forster Winzerverein zu den besten Genossenschaften der Republik zählt. Untermauert wird diese Tatsache von einer großen Fülle von Prämierungen der Weine, wobei allein von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz 33 Gold- und 64 Silbermedaillen vergeben worden sind. 

2015er Forster Musenhang Riesling Kabinett Trocken 

Der hier verkostete Riesling Kabinett stammt aus der Spitzenlage Forster Musenhang und wurde als Prädikatswein in der Stufe Kabinett trocken ausgebaut. Dass die Lage Forster Musenhang mit zu den besten Weinbergslagen in der Pfalz gehört, wurde bereits gesagt, kann aber nicht oft genug erwähnt werden. Es ist das einzigartige Terroir, das die Voraussetzungen für große Weine schafft, wobei seitens der Winzer akribisch drauf geachtet wird, dass die Pflege des Weinberges sehr naturnah gestaltet wird, die Rebstöcke den geeigneten Rebschnitt bekommen, damit die Trauben gesunde und reife Wachstumschancen erhalten, die dann selektiv geerntet, äußerst schonend im Keller vinifiziert werden. Der Kellermeiser greift dabei nur unterstützend ein, ihm geht es darum, das Potential der Lage optimal auf die Flasche zu bringen, so geschehen bei diesem exzellenten 2015er Forster Musenhang Riesling Kabinett trocken. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte man dem Riesling Kabinett trocken genügend Sauerstoff zur Vermählung zugestehen. Danach zeigen sich feine Anklänge in der Nase, die an sehr viel Pfirsich, Aprikose und Zitrusfrüchte erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt und durch eine frische, gut eingebundene Säure ergänzt. Der Riesling hat eine intensive Struktur, ist fruchtig und saftig, dabei elegant und mit einem feinen Schmelz versehen. Der Wein punktet zusätzlich mit einer gewissen Mineralität, die Frucht und Säure bestens abrundet. Bei einem langen Abgang werden alle geschmacklichen Komponenten dieses herrlichen 2015er Forster Musenhang Riesling Kabinett trocken noch einmal in seiner ganzen Klasse wahrgenommen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Landwirtschaftskammer Rheinland Pfalz diesen Wein mit der Goldenen Kammerpreismünze ausgezeichnet hat. 

Der 2015er Riesling Kabinett trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2015er Forster Ungeheuer Riesling Kabinett Halbtrocken 

Ein weiterer Spitzen-Riesling von dem Forster Winzerverein kommt mit diesem 2015er Riesling Kabinett zur Verkostung. Als Prädikatswein in der Stufe Kabinett wurde der Wein halbtrocken ausgebaut. Die Riesling-Trauben stammen aus der Lage Forster Ungeheuer, die wohl berühmteste im Kreis der Spitzenlagen der Forster Genossenschaft. Rieslinge aus dem "Forster Ungeheuer" haben seit jeher ihren Platz in der allerersten Gesellschaft, ebenso bei Staatsempfängen. Reichskanzler Otto von Bismarck wird mit dem humorigen und höchst respektvollen Satz zitiert: "Dieses Ungeheuer schmeckt ungeheuer". 

Die Farbe des Weins im Glas ist ein brillantes Hellgelb mit grünlichen Reflexen. Auch hier benötigt der 2015er Riesling Kabinett halbtrocken eine gewisse Sauerstoff-Zufuhr, damit er sich olfaktorisch und geschmacklich komplett entfalten kann. Die Nase registriert jetzt Anklänge, die an Pfirsich, Aprikose, Wiesenblumen und Honigmelone erinnern, aber auch einen Anflug von Mineralität. 

Die Nuancen finden ihre Bestätigung im Mund und am Gaumen, wobei sie großartig von einer saftigen Säure getragen werden. Der Forster Ungeheuer- Riesling ist würzig, blumig und verfügt über eine dezente Süße, die bestens mit der frischen Säure harmoniert. 

Wie großartig dieser 2015er Riesling Kabinett halbtrocken gelungen ist, zeigt er auch bei seinem phantastischen Nachhall. Dieser Wein weiß zu begeistern, sein Auftritt beeindruckt die Riesling-Liebhaber nachhaltig. Dies haben die Juroren von der Landwirtschaftskammer auch empfunden, deshalb haben sie den 2015er Forster Ungeheuer Riesling Kabinett ebenfalls mit der Golden Kammerpreismünze gewürdigt. 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

2016er Forster Pechstein Riesling Kabinett Trocken 

Der jetzt verkostete Riesling stammt nicht nur aus einer weiteren Spitzenlage aus Forst, er ist auch noch sehr jung als Jahrgang 2016. Darauf wird später bei der Verkostung noch besonders zu achten sein. Zunächst gilt aber der ganze Respekt und die Anerkennung seiner Lage, denn die Trauben zu diesem trockenen Riesling Kabinett sind in der Weinbergslage Forster Pechstein gewachsen. Auch der "Forster Pechstein" erfreut sich als Lage weltweiter Berühmtheit. Die Rieslinge die hier wachsen besitzen eine besondere mineralische Fruchtnote. Der Name Pechstein leitet sich vom hohen Basaltanteil des Bodens ab. 

So zeigen die Weine aus der Lage Forster Pechstein auf Grund der Bodenbeschaffenheit und des Kleinklimas eine unverwechselbare Mineralität. Im Glas leuchtet der 2016er Forster Pechstein Riesling Kabinett trocken in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Gerade als ganz junger Wein muss der trockene Riesling Kabinett richtig belüftet werden, will man schon zu diesem Zeitpunkt den ganzen Geschmack seines großen Potentials bekommen. Deshalb bietet es sich an den Wein im Glas immer wieder zu schwenken, damit er nach und nach seine Aromen vollständig offenbart. Anklänge an Zitrusfrucht und Feuerstein werden jetzt mit der Nase wahrgenommen, aber auch diese großartige Mineralität. 

Im Mund und am Gaumen findet die entsprechende Bestätigung statt, wobei dieses animierende Frucht-Säure-Spiel geradezu begeistert. Der Wein ist filigran und finessenreich, schlank und sein langanhaltendes Finish dokumentiert noch einmal diese herrliche Mineralität bei einer besonderen zitronigen Frische. 

Diese geschmackliche Größe bewirkt, dass die Rieslinge aus dem "Forster Pechstein" weltweit so geliebt werden. Da wird eine weitere Spitzen-Prämierung nicht lange auf sich warten lassen. 

Der 2016er Forster Pechstein Riesling Kabinett trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

2016 Spätburgunder Rosé Trocken 

Jung, frisch und doch überzeugend, das ist das Etikett, mit dem sich dieser jetzt verkostete 2016er Rosé schmücken kann. Vinifiziert wurde der Rosé-Wein aus Spätburgunder-Trauben. Diese sind in den besonderen Lagen des Forster Winzervereins gewachsen, bringen also die besten Voraussetzungen mit, um nachhaltig zu punkten. Der Wein wurde trocken ausgebaut. 

Roséweine sind sehr hellfarbige Weine aus roten Trauben, hier Spätburgunder, die wie Weißweine hergestellt werden. Die Beeren dürfen dabei nur wenige Stunden auf der Maische liegen. Je nach Intensität des Kontaktes mit den Beerenhäuten ist der Roséwein unterschiedlich stark von lachsfarben bis kirschrot gefärbt. In Deutschland ist in den letzten Jahren seine Beliebtheit von 2% auf 8% an verkosteten Weinen gestiegen. 

Im Glas überzeugt dieser 2016er Spätburgunder Rosé trocken mit seiner kräftigen Lachsfarbe und mit brillanten Reflexen. Auch hier wieder der Hinweis den Wein zunächst ausgiebig atmen zu lassen, damit der Sauerstoff ihn öffnen kann. Die Nase registriert typische Burgunderaromen, die an Kirsche, Zitrus und leichte Mandelnoten erinnern. Für die nötige Frische dieses Rosé sorgt eine bestimmte zitronige Säure, die diesen Wein geschmacklich bestens ausbalanciert und ihm das gewünschte Volumen gibt. 

Der 2016er Spätburgunder Rosé trocken ist natürlich ideal für das sommerliche Vergnügen, er ist aber auch bevorzugt, wenn man in den kalten Monaten Party machen möchte. 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2015 Spätburgunder Rotwein Trocken 

Der hier verkostete 2015er Spätburgunder trocken profitiert wie der Rosé zuvor von dem einzigartigen Terroir, das in den Lagen der Forster Winzer vorhanden ist. Wie bereits bei den Rieslingen sind sowohl die Bodenbeschaffenheit als auch das Kleinklima der Garant für großartige Weine, wobei jetzt schon gesagt werden muss, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis für diesen 2015er Spätburgunder trocken geradezu sensationell ist. Ein solcher Spätburgunder kommt zustande, wenn das Terroir außergewöhnlich und das Engagement sowohl im Weinberg, bei der Lese und im Keller höchst professionell ist, indem modernste Technik mit traditionellem Wissen Hand in Hand gehen.

Die Farbe des 2015er Spätburgunder im Glas ist ein tiefes Burgunderrot mit leicht violetten Reflexen an der Oberfläche. Wenn beim Weisswein der Sauerstoff eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt, so gilt dies für diesen Spätburgunder erst recht, zumal er als Jahrgang 2015 noch ziemlich jung ist. Deshalb sollte man die Flasche vor der Verkostung zumindest 2 bis 3 Stunden zuvor zur Belüftung entkorken, den Wein eben solange zu dekantieren, ist noch hilfreicher. 

Jetzt zeigen sich deutliche Anklänge an Kirschen, Mandeln und Beerenfrüchte in der Nase. Die Fruchtaromen werden im Mund und am Gaumen wunderbar bestätigt. Der 2015er Spätburgunder ist gerbstoffarm, vollmundig und samtig im Geschmack. Dabei ist er rund, weich und nicht zu kompliziert, aber durchaus kraftvoll. Außerdem verfügt er über einen schönen vollen Nachhall, der langanhaltend ist und wirklich begeistert. 

Für das tägliche Glas Rotwein zur Erbauung und Entspannung eignet sich dieser 2015er Spätburgunder trocken hervorragend. 

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei je nach Jahreszeit zwischen 16 und 20 Grad Celsius verkostet werden. 

2014 Riesling Sekt Brut Flaschengärung 

Dieser 2014er Jahrgangs-Sekt basiert auf den besonderen Riesling- Weinen des Forster Winzervereins. Bekanntlich kann ein Sekt nur so gut sein, wie die Basisweine die zur Versektung genommen worden sind. Entsprechend exzellente Voraussetzungen haben so einen großartigen Winzer-Sekt entstehen lassen, zumal er nach der traditionellen Flaschengärung entstanden ist, wo der Sekt in aller Ruhe auf der Flasche reifen kann. 

Brut ausgebaut, bringt er die besten Voraussetzungen mit, um mit feiner Riesling-Frucht und durchaus angenehm herb die Freunde eines vorzüglichen Sektes zu begeistern. 

Nachdem der 2014er Riesling-Sekt ins Glas gegossen worden ist, fällt sogleich die animierende hellgelbe Farbe im Glas auf, einhergehend mit einer besonders feinen Perlage, die Frische signalisierend aufsteigt. Gleichzeitig werden typische Riesling-Aromen freigesetzt, die einen feinen Duft von hellen Pfirsichen und Aprikosen in der Nase vermitteln. Mund und Gaumen werden schon beim ersten Schluck mit der bevorzugten Frische und einer angenehmen fruchtigen Säure verwöhnt, sodass man gerne sofort einen weiteren Schluck verkosten möchte. 

Zum Empfang lässt der 2014er Riesling-Sekt keinerlei Wünsche offen, ebenso als Aperitif bei einem köstlichen Dinner. Bei trauter Zweisamkeit allerdings ist er ein wirkungsvolles geschmackliches Highlight. 

Der 2014er Riesling-Sekt brut hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius genossen werden.


Nachdem wir jetzt die beeindruckenden Weine vom Forster Winzerverein mit viel Freude verkostet haben, möchten wir zu unserem abschließenden Fazit kommen: 

Mit Fug und Recht darf festgestellt werden, dass die Forster Genossenschaft mit ihren Weinen ganz an der Spitze der deutschen Winzergenossenschaften steht. Dies beruht natürlich in erster Linie auf ihren einzigartigen Lagen-Rieslingen, wobei uns aber auch der Rosé, der Spätburgunder und der Riesling-Sekt brut begeistert haben. Alles in allem wird beim Forster Winzerverein auf allerhöchstem Niveau und allerbester Qualität Weine erzeugt. Wenn auch die Lagen Forster Ungeheuer, Forster Pechstein und alle sonstigen Spitzenlagen ideales Terroir aufweisen, die Weine müssen aber erst einmal spitzenmäßig auf die Flasche gebracht werden. Dass dies so ist, davon durften wir uns komplett überzeugen. Diese Weine sind einfach grandios, ein absolutes non plus ultra. Erstaunt hat uns bei diesen Ausnahme-Weinen, zu welchem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis sie von den Forster Winzern angeboten werden. Dies ist außergewöhnlich und verdient große Anerkennung. Ansonsten braucht man nur die Fülle von Prämierungen sich anzuschauen, da gibt es kaum einen Wein der nicht ausgezeichnet wurde. Aber die größte Anerkennung verleihen sich die Weine letztendlich selbst, wenn bei der Verkostung festgestellt werden darf, wie absolut gut die Tropfen wirklich schmecken. 

Maximal empfehlenswert 

Peter J. und Helga König



Ruppertsberger Weinkeller Hoheburg e.G. Pfalz 3 Weissweine, 1 Spätburgunder Blanc de Noir und 2 Rotweine

Der Ruppertsberger Winzerverein Hoheburg ist in seiner jetzigen Form im Jahre 1968 gegründet worden, als der Winzerverein von 1911 mit der 1917 entstandenen Genossenschaft Hoheburg fusioniert hat. Ruppertsberg selbst liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem bekannten Weinort Deidesheim in der Pfalz. Der Name Hoheburg bezieht sich auf eine mittelalterliche Burg, die auf dem Gebiet von Ruppertsberg auf den Grundmauern eines römischen Kastells errichtet worden war. Hier kreuzten sich einst auch zwei wichtige Römerstrassen. In der Umgebung dieses zentralen Standortes wurde schon durch die Römer Weinbau betrieben, denn Wein galt zu jener Zeit für die römischen Beamten und Soldaten als Alltagsgetränk. Insofern blickt die Erzeugung von Wein in der Gemarkung Ruppertsberg auf eine mehr als 2000 jährige Geschichte zurück. 

Heute sind es ca. 86 Winzer-Betriebe, die ihre gesamte Ernte beim Winzerverein Hoheburg zur Vinifizierung anliefern. Die kultivierte Rebfläche beträgt dabei etwa 375 ha, wobei die Weinberge neben Ruppertsberg auch in den Nachbar-Gemeinden Königsbach/Mußbach, Meckenheim und Deidesheim zu finden sind. Die Lagen in denen die 27 Vollerwerbs- und die 59 Nebenerwerbsbetriebe ihre Weine erzeugen, gehören nicht nur zu den besten in der Pfalz, sie sind mit die erstklassigsten und bekanntesten Weinberge in ganz Deutschland. Dazu zählen Namen wie: Ruppertsberger Hohestück, Ruppertsberger Linsenbusch, Ruppertsberger Nußbien, Ruppertsberger Reiterpfad, Mußbacher Eselshaut, Deidesheimer Hofstück und Königsbacher Ölberg. 

Der Winzerverein Hoheburg verfügt über die modernste Kellertechnik und zusammen mit hochqualifizierten und erfahrenen Kellermeistern bilden Tradition und Moderne eine gelungene Einheit, die großartige Weine garantiert. Dabei spielt das Terroir eine ganz entscheidende Rolle, denn dieses gilt es besonders herauszuarbeiten, um dann noch mit der individuellen Handschrift der Weinmacher die Vorzüge der Lagen zu vervollkommnen. So erhalten die Weine vom Winzerverein Hoheburg ihren authentischen, individuellen und sortentypischen Charakter. 

Mit 42% Riesling ist diese Rebsorte mit Abstand der am häufigsten kultivierte Wein im Weisswein-Bereich, zudem werden noch Silvaner, Kerner, Müller Thurgau, Weiß- und Grauburgunder angebaut. Bei den roten Rebsorten sind die Weinbergslagen hauptsächlich mit Dornfelder, Spätburgunder, Portugieser und Lemberger bestockt. Hinzu kommen exzellente Sekte und Secco. Natürlich darf nicht vergessen werden, welche großartigen Auszeichnungen die Weine vom Ruppertsberger Weinkeller Hoheburg mannigfaltig im In- und Ausland erhalten haben. 

Stellvertretend für alle sollen hier folgende erwähnt werden, etwa die Goldenen und Silbernen Kammerpreismünzen bei der Landesprämierung durch die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, den Meininger Grand International Wine Award Mundus Vini Gold und Silber, sowie die International Wine Challenge AWC Vienna ebenfalls Gold und Silber. Wie hervorragend die Weine vom Winzerverein Hoheburg aber wirklich sind, zeigt sich bei der nachfolgenden Verkostung:


2015 Grauburgunder Spätlese 
Trocken Ruppertsberger Linsenbusch 

Der hier verkostete 2015er Grauburgunder wurde in der Prädikatsstufe Spätlese trocken ausgebaut und stammt von der Pfälzer Spitzenlage Ruppertsberger Linsenbusch. Dabei handelt es sich um einen Wein, der ganz nach der "Terroir-Philosophie" des Ruppertsberger Winzervereins kreiert wurde, wobei das hauptsächliche Bestreben darauf hinausläuft, dass die Weine sehr authentisch das Terroir ihrer Lagen widerspiegeln, so wie hier vom Ruppertsberger Linsenbusch. Dass dies optimal gelungen ist, belegt die Prämierung der 2015er Grauburgunder Spätlese durch den Mundus Vini Preis in Silber vom Grand International Wine Award Meininger 2016.

Im Glas zeigt sich die 2015er Grauburgunder Spätlese in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Verkostung beginnt, sollte der Wein genügend mit Sauerstoff belüftet werden, damit er sein gesamtes duftmäßiges und geschmackliches Potential anbieten kann. Danach zeigen sich intensive Anklänge in der Nase, die an Sommeräpfel, Wiesenblumen und einen leichten Mandelduft erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen bestätigt, wobei die wohl eingebundene Säure die Geschmacksaromen optimal trägt und auch den Prädikatsausbau als Spätlese geschmacklich nicht zu kurz kommen lässt. Der Wein punktet mit seiner Frucht, seiner ausbalancierten Säure und einer bemerkenswerten Frische, die bis in den langanhaltenden Abgang anhält.

Hier ist den Weinmachern vom Weinkeller Hoheburg eine ganz vorzügliche Grauburgunder Spätlese trocken gelungen, die richtig Spaß auf mehr macht. Großartig! 

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.


2015 Riesling Spätlese Trocken  Ruppertsberger Nußbien 

Riesling ist mit Abstand die meist erzeugte Rebsorte desRuppertsberger Winzerkellers Hoheburg und zwar mit 42% aller angebauten Weine. Diese 2015er Riesling Spätlese trocken aus einer weiteren Spitzenlage der eingetragenen Genossenschaft, der Lage Ruppertsberger Nußbien zeigt auf grandiose Weise, welche exzellenten Rieslinge hier vinifiziert werden. Natürlich spielt auch hier das außergewöhnliche Terroir eine entscheidende Rolle, aber es muss auch erst einmal auf die Flasche gebracht werden. Dies ist den Weinmachern von Ruppertsberg absolut gelungen. Deshalb hat diese 2015er Riesling Spätlese die Prämierung in Gold erhalten, bei der größten professionellen Weinverkostung der Welt, der AWC Vienna 2016.

Die Farbe im Glas ist ein leuchtendes Hellgelb mit leicht grünlichen Reflexen. Auch hier benötigt der Wein zunächst genügend Sauerstoff, damit er sich komplett öffnen kann. Jetzt zeigen sich Duftaromen in der Nase nach ganz intensivem gelben Pfirsich und Weinbergspfirsich. Im Mund und am Gaumen werden diese olfaktorischen Anklänge geschmacklich bestätigt und durch eine feine, sehr harmonische Säure ergänzt. So punktet die 2015er Riesling Spätlese trocken mit einem grandiosen Frucht-Säure-Bogen, der genügend Platz für die Fruchtaromen lässt, gleichzeitig den Geschmack auch ebenso der gut eingebunden Säure zugesteht. Der Wein verfügt über einen vollen Körper, ist intensiv und ist dabei doch filigran und feingeschliffen.

Dies zeigt sich auch bei dem langen Nachhall, der bestätigt, welcher Spitzen-Riesling den Winzern vom Ruppertsberger Weinkeller Hoheburg gelungen ist. Perfekt! 

Die 2015er Riesling Spätlese trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad verkostet werden.


2015 Riesling Spätlese Halbtrocken 
Ruppertsberger Hoheburg 

Die jetzt verkostete 2015er Riesling Spätlese stammt aus der Lage Ruppertsberger Hoheburg. Sie wurde im Gegensatz zu seinem zuvor vorgestellten Vorgänger halbtrocken ausgebaut. Bei allen Weinen geht es den Weinmachern vom Weinkeller Hoheburg darum, dass sie in erster Linie sehr authentisch das Terroir verkörpern. Und wer die Lagen in der Gemarkung Ruppertsberg und Umgebung kennt, weiß, dass hier in der Mittelhaardt und besonders bei der Lage Ruppertsberger Hoheburg es sich um mit das Beste handelt, das man in der Pfalz an Riesling-Lagen finden kann. Lehm bis lehmiger Sand, stellenweise mit Geröll, sandigen Tonsteinen und vereinzelt Kalkverwitterungsboden ist die Beschaffenheit bei der Ruppertsberger Hoheburg, dazu exzellentes Kleinklima, bestens geeignet für die Riesling-Rebe. So entstehen unter dem fachlichen Ausbau erfahrener, kenntnisreicher Kellermeister der Genossenschaft Rieslinge auf höchstem Niveau, wie auch diese 2015er Spätlese halbtrocken. Deshalb auch die Prämierung auf der AWC Vienna 2016 mit Gold.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf die Beatmung des Rieslings mit genügend Sauerstoff, damit er sich voll entfalten kann. Jetzt zeigen sich deutliche Anklänge, die an viel Pfirsich, Aprikose und leichte Honignoten erinnern. Diese werden im Mund und am Gaumen geschmacklich wunderbar bestätigt. Dabei begeistert besonders das herrliche Frucht-Säure-Spiel, das durch den halbtrockenen Ausbau der Fruchtsüße zunächst den Vortritt lässt, dann aber einen gelungenen Rahmen und die richtige Balance in der durchaus frischen Säure findet.

 Alles zusammen bildet eine großartige geschmackliche Einheit, wobei der Wein durch sein Volumen, seine Aromenvielfalt und seine Finesse begeistert. Das Finish ist langanhaltend, sehr intensiv und sehr überzeugend. Diese Rieslinge sind auf der ganzen Welt begehrt und sie untermauern ihre Ausnahme-Stellung weltweit. Absolute Spitze! 

Die 2015er Riesling Spätlese halbtrocken hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.


2016 Spätburgunder Blanc de Noir Trocken 

Bei dem hier verkosteten Weisswein muss zunächst auf einige Besonderheiten hingewiesen werden. Dass dieser Wein ein ganz junger Vertreter des neuen Jahrgangs 2016 ist, sollte zunächst nicht verwundern, denn jetzt um die Jahreswende sind die ersten frischen Weissweine auf der Flasche und bereits bestens trinkreif. So auch dieser 2016 Spätburgunder Blanc de Noir trocken. Die Besonderheit dieses Weines liegt in der Art der Vinifizierung, denn es handelt sich hier um Spätburgunder-Trauben, die weiß gekeltert wurden. So ist ein ganz spezieller Weisswein entstanden. Bei der Pressung der Trauben wird der weiße Rebsaft von der roten Beerenhaut getrennt, sodass so gut wie kein roter Farbstoff von der Spätburgunder-Traube in den Most gelangt, das heißt, die roten Trauben wurden weiß gekeltert. Trotzdem enthält der Most die Fülle an besonderen Aromen-Stoffen, die dieser edle Spätburgunder enthält. Dem Wein selbst kommt diese Aromen-Fülle sehr zugute, sie bereichert sein ganzes Potential."Blanc de Noirs", wie die Franzosen diese Art der Vinifikation nennen, erfährt in den letzten Jahren auch bei uns eine immer größere Beliebtheit, so haben die Winzer des Weinkellers Hoheburg sich ebenfalls dieser Art des Weinmachens angenommen. Und dieses mit einem ganz großartigen Ergebnis wie dieser 2016er Spätburgunder Blanc de Noir zeigt.

Die Farbe des Weines im Glas ist ein helles Gelb mit einem leicht rötlichen Reflex. Auch hier wieder die Erinnerung den Wein zunächst zu belüften. Dann nimmt die Nase Nuancen von roter Beerenfrucht, ein Hauch von Kirsch und Mandel und Zitrusanklänge wahr. Im Mund und am Gaumen werden diese olfaktorischen Nuancen geschmacklich bestätigt, wobei sich gerade die Aromen-Vielfalt der Spätburgundertraube besonders bemerkbar macht. Der Blanc de Noir besitzt ein frisches, fruchtbetontes Geschmacksband, das getragen wird von der nötigen Säure, ohne die ein solcher lebendig frischer Wein nicht auskommt. Jetzt noch ganz jung auf der Flasche zeigt er doch schon welches geschmackliche Potential in ihm steckt.

Dies ist ein Blanc de Noir der einfach großartig schmeckt, da möchte man unbedingt noch ein weiteres Glas davon haben, oder vielleicht auch zwei. Fabelhaft!

Der 2016er Spätburgunder Blanc de Noir trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.


2014 Rotwein Cuvée Trocken Castell Ruppertsberg 

Die Lagen des Ruppertsberger Weinkellers Hoheburg sind ebenfalls prädestiniert ganz großartige Rotweine zu kultivieren. Einen ersten Nachweis erbringen die Winzer der Genossenschaft mit dieser ganz außergewöhnlichen 2014er Rotwein Cuvée. Benannt haben sie sie nach dem römischen Castell, das hier in den Weinbergen zu der Zeit, als die Römer die Region verwalteten zum Schutz von zwei bedeutenden sich kreuzenden Römerstraßen errichtet worden war. Schon zu dieser Zeit wurde an den Hängen der Mittelhaardt Wein angebaut. Dies zeugt von den hervorragenden Bedingungen, die hier gegeben sind, um Spitzenweine zu vinifizieren. Die 2014er Cuvée Castell Ruppertsberg wurde entsprechend seiner besonderen Klasse mit der Goldenen Kammerpreismünze der Landwirtschaftskammer Rheinland Pfalz ausgezeichnet.

Im Glas zeigt sich die 2014er Cuvée in einem kräftigen dunklen Rot mit leicht violetten Reflexen an der Oberfläche. Benötigt Weisswein die richtige Dosis Sauerstoff um sich zu entfalten, so gilt dies für einen Rotwein erst recht. Danach zeigen sich hier Anklänge von Beerenaromen, Kirsch und Mandel-Nuancen in der Nase, wobei die intensiven Fruchtaromen im Mund und am Gaumen eindrucksvoll bestätigt und durch Schokoladentöne ergänzt werden. Die Cuvée punktet mit einer sehr dichten Struktur, ist komplex und mit einer gut ausbalancierten Säure ausgestattet, extraktreich, mit bestens eingebunden Tanninen. Da dieser Rotwein noch sehr jung ist, mit viel Potential, wird er auf der Flasche noch weiter reifen, um dann sehr weich und rund in seinem langen Finish zu zeigen, wie spitzenmäßig die 2014er Cuvée Castell Ruppertsberg den Winzern des Weinkellers Hoheburg gelungen ist.

Die Liebhaber eines intensiven, nicht zu komplizierten Rotweines werden ihre wahre Freude mit dieser Cuvée haben. Ganz prima!

Die Cuvée hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius verkostet werden.



2014 Spätburgunder Spätlese Trocken Ruppertsberger Reiterpfad 

Die jetzt verkostete 2014er Spätburgunder Spätlese trocken stammt aus der Spitzenlage Ruppertsberger Reiterpfad, einer Weinlage die sich für allerbeste Weine eignet und als solche mit am höchsten von allen deutschen Lagen bewertet wird. Die Einzellage besitzt ein mildes, mediterranes Mikroklima, die Bodenstruktur besteht aus Stein, Sand, sandigem Lehm und Buntsandstein-Verwitterungsboden mit vereinzelten Kalksteineinlagerungen. In der Kellerei wird diese 2014er Spätburgunder Spätlese trocken unter der Rubrik Edition Terroir geführt. Dies zeigt an, dass diese Weine maßgeblich von ihrem außergewöhnlichen Terroir geprägt sind, zeigt aber auch, dass die Weinmacher des Kellers diese Spätlese absolut authentisch, sortentypisch und mit seinem eigenen Charakter, Terroir-bezogen trocken ausgebaut haben.

Zunächst animiert die Farbe in einem dichten Burgunderrot mit leichten violetten Reflexen. Klar benötigt diese 2014er Spätburgunder Spätlese ebenso Sauerstoff, nicht nur um ihre großartigen Aromen zu entfalten, sondern um diesem „Jungspund“ dabei „auf die Sprünge zu helfen“. Solche Spitzenrotweine in ihrem noch recht jugendlichen Alter wollen animiert werden und zwar mit Hilfe einer ordentlichen Beatmung. Ideal ist es sie 2 bis 3 Stunden vor der Verkostung zu dekantieren, man kann jedoch mangels Dekanter die Flasche 5 bis 6 Stunden zuvor öffnen, damit die trockene Spätlese zeigt was in ihr steckt. Wunderbare Anklänge an dunkle Beerenaromen gehen bei der olfaktorischen Prüfung einher mit Mandel-, Röst- und Vanille-Nuancen. Im Mund und am Gaumen werden die Anklänge geschmacklich bestätigt und durch eine feine Marzipannote ergänzt. Dabei zeigt sich welche Kraft, welche Intensität und welche Komplexität die 2014er Spätburgunder Spätlese trocken besitzt, mit der entsprechend gut integrierten Säure und seinen Holznoten, die sich wunderbar mit der Frucht verbinden. Jetzt schon ein ganz großer Spätburgunder, wird auch er noch über die nächsten Monate seinem Zenit entgegen reifen. Dann hat er seinen jugendlichen Charakter abgelegt und verwöhnt die Verkoster mit seiner ganzen Fülle, seinem samtig weichen, langen Nachhall und seiner ganz wunderbaren Qualität. 

Diese exquisite 2014er Spätburgunder Spätlese trocken Ruppertsberger Reiterpfad begeistert total. Chapeau! 

Der  Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius genossen werden.


Zum Abschluss unser Fazit: Ob die vier Weisweine oder die 2 Rotweine, sie alle sind von allerbester Qualität und höchstem Niveau. Die Winzer von der Ruppertsberger Kellerei Hoheburg verstehen es mit ihrem modernen Engagement und ihrem traditionsreichen Wissen Weine aus ihren Spitzenlagen zu kreieren, die einfach fabelhaft sind, wunderbar schmecken und den Liebhaber von Spitzenweinen aus der Pfalz absolut überzeugen. Wir haben mit großer Freude und viel Respekt den Grauburgunder, die Spitzen-Rieslinge, den wunderbar geschmackvollen und frischen Blanc de Noir, aber auch die Cuvée rot und diesen exzellenten Spätburgunder genossen und schlagen unseren Lesern deshalb vor, sich bei der Ruppertsberger Kellerei Hoheburg kundig zu machen, um diese Weine ebenfalls zu probieren. Es lohnt sich wirklich, zumal die Weine neben ihrer Klasse ein ganz ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis besitzen.

Sehr empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen sie  zum Ruppertsberger Weinkeller Hoheburg und können den Wein dort bestellen:http://www.ruppertsberger.de/

Winzergenossenschaft Albig eG Albiger Festtagspaket "Trockene Weine"

 Foto:  Helga König
Im Jahre 1936 gründeten 15 Winzer gemeinsam die Winzergenossenschaft Albig. Damit zählt sie zu den ältesten Winzervereinigungen in Rheinhessen. Mittlerweile hat sich die Mitgliederzahl auf 45 erhöht. Auf einer Rebfläche von 42 ha wird eine jährliche Erntemenge von ca. 400.000 Liter Wein erzeugt. Die Weinbau-Gemeinde Albig liegt im Rheinhessischen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadt Alzey und gehört zum Weinbau-Bereich Nierstein. Der überwiegende Teil der ausgesuchten Lagen der Winzergenossenschaft befindet sich in der Gemarkung Albig, so der Albiger Hundskopf, das Albinger Schloss Hammerstein und der Albiger Petersberg. Weitere besondere Lagen aus den Nachbar-Gemeinden sind der Flonheimer Adelberg und der Alzeyer Sybillenstein. 

Die Winzer der Albiger Genossenschaft haben sich zum Ziel gesetzt, naturnahen Weinbau nach ökologischen Kriterien zu betreiben, nicht nur wegen der Nachhaltigkeit ihrer Weinberge, sondern um so auch gesundes und vollreifes Rebgut zu erhalten, das ausgezeichnete Weine garantiert. Der Ausbau dieser Weine erfolgt mit modernster Kellertechnik, wobei selbstverständlich die jahrzehntelange Erfahrung des erfolgreichen Weinmachens mit einfließt. 

Der individuelle Charakter dieser Weine, der durch das besondere Terroir entsteht, wird ergänzt durch die Handschrift des Kellermeisters. So entstehen frische, fruchtige und lebendige Weine, die von hervorragender Qualität sind. Dies wird auch jedes Jahr wieder durch die Auszeichnungen bei den Landes- und Bundesweinprämierungen bestätigt. Eine Fülle von Rebsorten sowohl weiß als auch rot zeigt die Vielfalt der in der Albinger Winzergenossenschaft erzeugten Weine, wobei etwa 80% auf Weissweine entfallen und 20% auf Rotweine. Im Einzelnen werden im weißen Bereich angebaut: Müller-Thurgau, Silvaner, Riesling, Bacchus, Faberrebe, Scheurebe, Weißburgunder, Grauburgunder, Ortega, Siegerrebe, Morio Muskat, Kerner, Huxelrebe, Sauvignon Blanc und Schönburger, während bei den Roten Rebsorten: Portugieser, Dornfelder, Regent, Spätburgunder und Cabernet Sauvignon kultiviert werden. 

Die Weine der Winzergenossenschaft Albig zeichnen sich nicht nur durch ein großartiges Niveau und eine nachgewiesene Qualität aus, sie punkten auch besonders mit ihrem einmaligen Preis-Leistungs-Verhältnis. So macht das Weintrinken noch mehr Spass, wenn der gute Tropfen zu einem moderaten Preis angeboten wird. In dem hier vorgestellten Albiger Festtagspaket handelt es sich um einen Weisswein, einen Rotwein und einen Winzersekt. Von jeder Sorte gibt es jeweils vier Flaschen, damit der Nachschub während und nach den Festtagen gewährleistet ist. 

 Foto: Helga König
2015 Grauburgunder trocken Albiger Hundskopf "Prunkstück" 

Der hier verkostete 2015er Grauburgunder trocken stammt aus der Lage Albiger Hundskopf. Diese Lage gehört zu den besten, die die Winzergenossenschaft Albig vorweisen kann. Wie dem Namens-Zusatz "Prunkstück" auf dem Etikett zu entnehmen ist, handelt es sich bei diesem 2015er Grauburgunder trocken um einen absoluten Premiumwein. Seine großartige Qualität wurde durch eine Reduzierung der Erntemenge gewonnen, entsprechend erreicht der Wein einen hohen Reifegrad. Bei der Ernte ergaben sich 110 Grad Oechsle, allemal eine außergewöhnliche Prädikatsstufe für diesen Spitzen-Grauburgunder. 

Der Wein wurde im kleinen Eichenholzfass ausgebaut, nachdem er eine schonende Pressung und eine sorgsame Vergärung erleben durfte. Im Glas zeigt sich der Grauburgunder in einer goldgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte der 2015er Grauburgunder trocken unbedingt mit genügend Sauerstoff vermählt werden, denn nur so ist er bereit sein ganzes Potential zu offenbaren. Jetzt zeigen sich feine Karamell- und Honignoten im Duft. Diese Nuancen werden geschmacklich im Mund und am Gaumen bestätigt und zusätzlich durch Pfirsich- und Aprikosen- Anklänge ergänzt. 

Der Grauburgunder zeigt sich fruchtig und intensiv und ist dabei cremig und weich. Jetzt schon ein "Prunkstück" mit viel Potential, wird der 2015er Grauburgunder trocken Albinger Hundskopf trocken auf der Flasche weiterhin reifen und mit der Zeit zusätzlich an Eleganz und Intensität gewinnen. Dies sieht auch die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft so, die diesen Grauburgunder prämiert hat. 

Der Wein hat kräftige 14% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 


Jubilus Cuvée trocken 

Bei diesem Jubilus Cuvée trocken handelt es sich um einen edlen Rotwein, der aus verschiedenen roten Rebsorten aus den Lagen der Albiger Genossenschaft stammt. Die Cuvée hat seine Reifezeit in aller Ruhe im Holzfass erlebt und hat sich dabei zu einem gehaltvollen Rotwein entwickelt, der nicht übermäßig kompliziert daherkommt. Dank des ausgezeichneten Terroirs, dort wo die roten Trauben zu diesem Jubilus Cuvée gewachsen sind, punktet der Rotwein mit einem eigenen, unverkennbaren Charakter und einer besonderen Qualität. 

Dies hat die Juroren veranlasst diesen Rotwein mit der Silbernen Kammerpreismünze auszuzeichnen. Die Farbe des Jubilus Cuvée trocken ist ein kräftiges, dunkles Rot mit leicht violetten Reflexen an der Oberfläche. Benötigt ein Weisswein schon eine gewisse Portion Sauerstoff damit er sich duft- und geschmacksmäßig komplett zeigt, so gilt dies für einen Rotwein erst recht. Deshalb ist es unbedingt notwendig die Flasche 2 bis 3 Stunden vor der Verkostung zu öffnen, den Wein zeitlich entsprechend zu dekantieren, kann bestimmt auch nicht schaden, ganz im Gegenteil. Jetzt registriert die Nase verschiedene Beerenaromen, die von feinen Holznoten ergänzt werden. Geschmacklich wird diese Fruchtfülle im Mund und am Gaumen bestätigt. Die Cuvée zeigt sich dicht, gut ausbalanciert mit einer feinen Säure und ist dabei nicht übermäßig komplex, aber weich und rund. 

Der Jubilus eignet sich hervorragend für das tägliche Glas Rotwein zur Entspannung, zu dunklem Fleisch ist er absolut der richtige Begleiter. 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius verkostet werden. 


 Foto: Helga König
2014 Albiger Hundskopf Winzersekt Riesling brut 

Neben den beiden exzellenten Weinen, weiß und rot, ist es dieser ausgezeichnete Winzersekt der das Festpaket komplettiert. Als Grundwein wurde ein besonderer Riesling aus der Lage Albiger Hundskopf zur Versektung genommen. Da ein Sekt nur so gut sein kann, wie der Wein der die Basis bildet, ist es in der Albiger Winzergenossenschaft selbstverständlich, dass nur die allerbesten Weine zum Winzersekt herangezogen werden. Und dass diese Philosophie Früchte trägt, zeigt die Prämierung durch die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, die diesem 2014er Albiger Hundskopf Riesling brut die Goldene Kammerpreismünze zugedacht hat. 

Nachdem der Winzersekt ins Glas gegossen worden ist, fällt sogleich die brillante hellgelbe Farbe auf, ebenso auch die feine Perlage, die zeigt, wie rassig spritzig und animierend der Sekt daherkommt. So nimmt die Nase bestens die feinen Riesling-Aromen wahr und nach dem ersten Schluck überzeugt die Ausbau-Variante "Brut" besonders. Frisch, herb und mit feinen Fruchtaromen ausgestattet, zeigt sich der 2014er Albiger Hundskopf als ein ganz typischer Riesling-Sekt, der mit seiner besonderen Qualität zu überzeugen weiß. 

Ob zu einem Empfang, zu einer Party oder auch zu einem Miteinander zu zweit, der hier verkostete Riesling-Sekt erfrischt, belebt und bringt viel Schwung unter die Leute. 

Der Sekt hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius genossen werden.

Sowohl die beiden Weine als auch der Winzersekt aus dem Albiger Festtagspaket "Trockene Weine" sind absolut empfehlenswert 

Peter J. und Helga König
Onlinebestellung:  http://www.wg-albig24.de/

Henkell & Co: Mionetto Gran Rosé Extra Dry, Söhnlein White Ice Sparkling, Champagner Veuve Emille Brut

Henkell & Co ist nicht nur einer der namhaftesten Hersteller von erlesenen Sekten. Als Gruppe firmiert Henkell in Wiesbaden-Biebrich auch als einer der führenden Anbieter von Sekt, Champagner, Wein und Spirituosen aus den besten Regionen weltweit. Unter dem Dach der Henkell & Co Gruppe haben sich die namhaftesten Produzenten von erlesenen Schaumweinen aus ganz Europa als Tochterunternehmen zusammen gefunden. Dabei handelt es sich oftmals um Erzeuger, die in ihren Ländern zu den traditionellen Kellereien zählen, und die über eine große Kompetenz bei der Herstellung von Schaumweinen verfügen. 

Ihre Gründerväter haben einst vor weit über hundert Jahren ihr Wissen zumeist in der Champagne erlernt, dort in den berühmten Caves, die Champagner nach der traditionellen Methode hergestellt haben. Mit diesem Erfahrungsschatz sind sie zurückgekehrt in ihre heimatlichen Wein-Regionen, um dort in gleicher Weise edle Schaumweine zu kreieren. Alles begann mit dem Mönch Dom Pérignon, der die Grundkenntnisse zur Veredlung von Weinen zu Sekt herausgefunden hatte, in der Champagne, schon damals eine Region, die für ihre Weine berühmt war. Veuve Clicquot, die berühmteste Witwe der Welt hat dann unter dem Begriff Champagner nicht nur die Qualität durch geeignete Herstellungsverfahren verbessert, sie hat auch mit großem kaufmännischem Geschick und einer Portion Fortune dafür gesorgt, dass dieses edelste aller Getränke in allen europäischen Herrschaftshäuser mit Begeisterung goutiert wurde. 

Adam Henkell, der Gründer der gleichnamigen Sekt-Manufaktur in Wiesbaden hat die Herstellung von Schaumweinen ebenfalls in der Champagne erlernt. Mit diesem Wissen gelang es ihm eine Kellerei aufzubauen, die die französische Kunst der Cuvée- und Champagnerherstellung mit dem traditionellen deutschen Kellerei-Handwerk vereint hat. So entstand die Marke Henkell Trocken, wobei seit jeher der Begriff "Trocken" für die besonderen Basis-Weine steht, die zur Versektung genommen werden. Aus der Sekt-Kellerei Henkell Trocken hat sich im Laufe seiner Geschichte die heutige Unternehmens-Gruppe Henkell & Co entwickelt. 

Sie vereint eine Vielzahl von traditionellen Sekt-Manufakturen in den besten Weinbau-Gebieten Europas, ebenso findet man hier ganz ausgesuchte Champagner-Marken. 

Mionetto Gran Rosé Extra Dry 

Francesco Mionetto gründete im Jahre 1887 die Kellerei Mionetto in Valdobbiadene im Herzen des Veneto. In den vergangen 128 Jahren ist aus dem kleinen Familienbetrieb ein international führender Anbieter für außergewöhnliche FRIZZANTE- und SPUMANTE-Kreationen geworden. 

Bei Mionetto steckt die ursprüngliche Leidenschaft für erlesene Qualität, Kreativität und prickelnden Geschmack nach wie vor in jedem einzelnen Tropfen. Es ist der Anspruch für höchste Qualität, gepaart mit jahrhundertealter Erfahrung, die die Philosophie bei Mionetto ausmachen. In Zusammenarbeit mit den besten Weinanbauern der Region werden die Erzeugnisse von Mionetto ganz in der venezianischen Prosecco -Tradition kreiert. 

Neueste Technik kommt dabei ebenfalls zum Einsatz. Mionetto Gran Rosé Extra Dry ist ein empfehlenswerter Aperitif aus der Mionetto Prestige-Linie und überzeugt als fruchtiger Spumante mit feiner, lang anhaltender Perlage. 

Die Cuvée von roten Trauben aus dem Veneto und Trentino begeistert durch ihren fruchtigen Duft – mit Anklängen an Pink Grapefruit, Himbeere, Granatapfel und Cassis. Dabei sind es die Noten von Himbeere, die seinen fein-fruchtigen Geschmack entfachen. Ob als Aperitif oder als Begleiter zu Austern oder Langusten – dieser italienische Schaumwein sorgt für Aha-Erlebnisse, auch optisch durch sein leuchtendes Pfirsichblüten-Rosa mit violetten Akzenten, Chapeau. 

 Der Vino Spumante Rosata hat 11,5 % vol/ alc und sollte bei 8 Grad Celsius getrunken. 

Söhnlein White Ice Sparkling 
Söhnlein White Ice Sparkling ist ein sehr animierender Perlwein, der mit seinen 8% vol/alc leicht und frisch daherkommt und so die ideale Erfrischung bietet, wenn er richtig gekühlt mit etwa 6 bis 8 Grad Celsius serviert wird. Seit über 150 Jahren kreiert die Sektkellerei Söhnlein in Wiesbaden-Schierstein großartige Schaumweine, so auch diese Kreation White Ice Sparkling. Neben Henkell Trocken ist Söhnlein Brillant mit die bekannteste und beliebteste Sekt-Marke hierzulande, und der hier verkostete Söhnlein White Ice Sparkling ist eine schöne Alternative, da sie leicht und spritzig den Gaumen verwöhnt und mit seinem fruchtig-süßen Geschmack speziell die Damen zu verführen weiß. 

Im Glas zeigt sich White Ice Sparkling in einer hellgelben Farbe, wobei sofort das feinperlige, lebendige Mousseux auffällt. Dabei ist es gerade die aufsteigende Perlage, die der Nase signalisiert, welches wunderbare Bouquet dem Verkoster entgegen strömt. Es sind die Anklänge an die Aromen von der Moscato-Traube, aber auch Nuancen von Akazienhonig und Weißdorn, die olfaktorisch brillieren. 

Im Mund und am Gaumen findet die entsprechende Bestätigung statt, wobei es gerade die milde Säure ist, die das intensive Fruchtbild besonders hervorhebt. Das elegante Geschmacksbild zieht sich langanhaltend bis zu einem runden, harmonisch wirkenden Finish hinein und sorgt so für Freude, gute Laune und eine Menge Party-Spass. 

Wie bereits erwähnt, verfügt Söhnlein White Ice Sparkling über einen moderaten Alkohol-Gehalt von 8% vol/alc. und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius verkostet werden. 

Der praktische Drehverschluss sorgt dafür, dass man jederzeit problemlos Söhnlein White Ice Sparkling genießen kann. 

Champagner Veuve Emille Brut 

In Epernay, der eigentlichen Metropole der Champagne ist das klassische Champagner-Haus Veuve Emille zu finden. Hier werden hervorragende Champagner kreiert, die nach traditioneller Methode in aller Ruhe heranreifen konnten und so jeden Liebhaber dieses edlen Getränks restlos zufrieden stellen. Unter Wahrung der Tradition ist hier eine Cuvée entstanden aus den klassischen Rebsorten Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir, die auf Anhieb auch den verwöhntesten Gaumen zu begeistern weiß. 

Dazu waren viele Monate durch die Lagerung auf der Hefe notwendig, einhergehend mit dem berühmten Rüttelpult, wo der Champagner kopfüber in regelmäßigen Abständen um jeweils eine Viertel-Drehung bei der Lagerung gewendet worden ist. Das Ergebnis ist diese exzellente Cuvée, die nicht nur jede Festivität krönt sondern auch in trauter Zweisamkeit zeigt, wie das Gegenüber ach so geschätzt wird. Im Glas fällt sogleich nicht nur das leuchtende Hellgelb des Veuve Emille brut auf, es ist auch die überaus feine Perlage, die eine besondere Frische und Exklusivität signalisiert. 

Die Nase registriert feine Anklänge an Früchte und Blüten, die im Mund und am Gaumen ebenso bestätigt werden. Brut ausgebaut, werden die Fruchtaromen von der bestens integrierten Säure optimal getragen, was sich nicht nur als großartiges Champagner-Erlebnis zeigt, sondern sich auch frisch und elegant ausgewogen bis in den langen Nachhall hinein fortsetzt. Dieser Champagner Veuve Emille brut überzeugt und es ist ein ausgesprochenes Vergnügen seine Gäste und sich selbst damit zu verwöhnen. 

Der Champagner Veuve Emille Brut hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius verkostet werden. 

Alle drei hier verkosteten schäumenden Pretiosen sind empfehlenswert und gerade zu den bevorstehenden Festtagen wird es eine Freude sein, sie zu genießen. 

Peter J. und Helga König

https://www.henkell-sektkellerei.de/start.html