Dieses Blog durchsuchen

Ruppertsberger Weinkeller Hoheburg e.G. Pfalz 3 Weissweine, 1 Spätburgunder Blanc de Noir und 2 Rotweine

Der Ruppertsberger Winzerverein Hoheburg ist in seiner jetzigen Form im Jahre 1968 gegründet worden, als der Winzerverein von 1911 mit der 1917 entstandenen Genossenschaft Hoheburg fusioniert hat. Ruppertsberg selbst liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem bekannten Weinort Deidesheim in der Pfalz. Der Name Hoheburg bezieht sich auf eine mittelalterliche Burg, die auf dem Gebiet von Ruppertsberg auf den Grundmauern eines römischen Kastells errichtet worden war. Hier kreuzten sich einst auch zwei wichtige Römerstrassen. In der Umgebung dieses zentralen Standortes wurde schon durch die Römer Weinbau betrieben, denn Wein galt zu jener Zeit für die römischen Beamten und Soldaten als Alltagsgetränk. Insofern blickt die Erzeugung von Wein in der Gemarkung Ruppertsberg auf eine mehr als 2000 jährige Geschichte zurück. 

Heute sind es ca. 86 Winzer-Betriebe, die ihre gesamte Ernte beim Winzerverein Hoheburg zur Vinifizierung anliefern. Die kultivierte Rebfläche beträgt dabei etwa 375 ha, wobei die Weinberge neben Ruppertsberg auch in den Nachbar-Gemeinden Königsbach/Mußbach, Meckenheim und Deidesheim zu finden sind. Die Lagen in denen die 27 Vollerwerbs- und die 59 Nebenerwerbsbetriebe ihre Weine erzeugen, gehören nicht nur zu den besten in der Pfalz, sie sind mit die erstklassigsten und bekanntesten Weinberge in ganz Deutschland. Dazu zählen Namen wie: Ruppertsberger Hohestück, Ruppertsberger Linsenbusch, Ruppertsberger Nußbien, Ruppertsberger Reiterpfad, Mußbacher Eselshaut, Deidesheimer Hofstück und Königsbacher Ölberg. 

Der Winzerverein Hoheburg verfügt über die modernste Kellertechnik und zusammen mit hochqualifizierten und erfahrenen Kellermeistern bilden Tradition und Moderne eine gelungene Einheit, die großartige Weine garantiert. Dabei spielt das Terroir eine ganz entscheidende Rolle, denn dieses gilt es besonders herauszuarbeiten, um dann noch mit der individuellen Handschrift der Weinmacher die Vorzüge der Lagen zu vervollkommnen. So erhalten die Weine vom Winzerverein Hoheburg ihren authentischen, individuellen und sortentypischen Charakter. 

Mit 42% Riesling ist diese Rebsorte mit Abstand der am häufigsten kultivierte Wein im Weisswein-Bereich, zudem werden noch Silvaner, Kerner, Müller Thurgau, Weiß- und Grauburgunder angebaut. Bei den roten Rebsorten sind die Weinbergslagen hauptsächlich mit Dornfelder, Spätburgunder, Portugieser und Lemberger bestockt. Hinzu kommen exzellente Sekte und Secco. Natürlich darf nicht vergessen werden, welche großartigen Auszeichnungen die Weine vom Ruppertsberger Weinkeller Hoheburg mannigfaltig im In- und Ausland erhalten haben. 

Stellvertretend für alle sollen hier folgende erwähnt werden, etwa die Goldenen und Silbernen Kammerpreismünzen bei der Landesprämierung durch die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, den Meininger Grand International Wine Award Mundus Vini Gold und Silber, sowie die International Wine Challenge AWC Vienna ebenfalls Gold und Silber. Wie hervorragend die Weine vom Winzerverein Hoheburg aber wirklich sind, zeigt sich bei der nachfolgenden Verkostung:


2015 Grauburgunder Spätlese 
Trocken Ruppertsberger Linsenbusch 

Der hier verkostete 2015er Grauburgunder wurde in der Prädikatsstufe Spätlese trocken ausgebaut und stammt von der Pfälzer Spitzenlage Ruppertsberger Linsenbusch. Dabei handelt es sich um einen Wein, der ganz nach der "Terroir-Philosophie" des Ruppertsberger Winzervereins kreiert wurde, wobei das hauptsächliche Bestreben darauf hinausläuft, dass die Weine sehr authentisch das Terroir ihrer Lagen widerspiegeln, so wie hier vom Ruppertsberger Linsenbusch. Dass dies optimal gelungen ist, belegt die Prämierung der 2015er Grauburgunder Spätlese durch den Mundus Vini Preis in Silber vom Grand International Wine Award Meininger 2016.

Im Glas zeigt sich die 2015er Grauburgunder Spätlese in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Verkostung beginnt, sollte der Wein genügend mit Sauerstoff belüftet werden, damit er sein gesamtes duftmäßiges und geschmackliches Potential anbieten kann. Danach zeigen sich intensive Anklänge in der Nase, die an Sommeräpfel, Wiesenblumen und einen leichten Mandelduft erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen bestätigt, wobei die wohl eingebundene Säure die Geschmacksaromen optimal trägt und auch den Prädikatsausbau als Spätlese geschmacklich nicht zu kurz kommen lässt. Der Wein punktet mit seiner Frucht, seiner ausbalancierten Säure und einer bemerkenswerten Frische, die bis in den langanhaltenden Abgang anhält.

Hier ist den Weinmachern vom Weinkeller Hoheburg eine ganz vorzügliche Grauburgunder Spätlese trocken gelungen, die richtig Spaß auf mehr macht. Großartig! 

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.


2015 Riesling Spätlese Trocken  Ruppertsberger Nußbien 

Riesling ist mit Abstand die meist erzeugte Rebsorte desRuppertsberger Winzerkellers Hoheburg und zwar mit 42% aller angebauten Weine. Diese 2015er Riesling Spätlese trocken aus einer weiteren Spitzenlage der eingetragenen Genossenschaft, der Lage Ruppertsberger Nußbien zeigt auf grandiose Weise, welche exzellenten Rieslinge hier vinifiziert werden. Natürlich spielt auch hier das außergewöhnliche Terroir eine entscheidende Rolle, aber es muss auch erst einmal auf die Flasche gebracht werden. Dies ist den Weinmachern von Ruppertsberg absolut gelungen. Deshalb hat diese 2015er Riesling Spätlese die Prämierung in Gold erhalten, bei der größten professionellen Weinverkostung der Welt, der AWC Vienna 2016.

Die Farbe im Glas ist ein leuchtendes Hellgelb mit leicht grünlichen Reflexen. Auch hier benötigt der Wein zunächst genügend Sauerstoff, damit er sich komplett öffnen kann. Jetzt zeigen sich Duftaromen in der Nase nach ganz intensivem gelben Pfirsich und Weinbergspfirsich. Im Mund und am Gaumen werden diese olfaktorischen Anklänge geschmacklich bestätigt und durch eine feine, sehr harmonische Säure ergänzt. So punktet die 2015er Riesling Spätlese trocken mit einem grandiosen Frucht-Säure-Bogen, der genügend Platz für die Fruchtaromen lässt, gleichzeitig den Geschmack auch ebenso der gut eingebunden Säure zugesteht. Der Wein verfügt über einen vollen Körper, ist intensiv und ist dabei doch filigran und feingeschliffen.

Dies zeigt sich auch bei dem langen Nachhall, der bestätigt, welcher Spitzen-Riesling den Winzern vom Ruppertsberger Weinkeller Hoheburg gelungen ist. Perfekt! 

Die 2015er Riesling Spätlese trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad verkostet werden.


2015 Riesling Spätlese Halbtrocken 
Ruppertsberger Hoheburg 

Die jetzt verkostete 2015er Riesling Spätlese stammt aus der Lage Ruppertsberger Hoheburg. Sie wurde im Gegensatz zu seinem zuvor vorgestellten Vorgänger halbtrocken ausgebaut. Bei allen Weinen geht es den Weinmachern vom Weinkeller Hoheburg darum, dass sie in erster Linie sehr authentisch das Terroir verkörpern. Und wer die Lagen in der Gemarkung Ruppertsberg und Umgebung kennt, weiß, dass hier in der Mittelhaardt und besonders bei der Lage Ruppertsberger Hoheburg es sich um mit das Beste handelt, das man in der Pfalz an Riesling-Lagen finden kann. Lehm bis lehmiger Sand, stellenweise mit Geröll, sandigen Tonsteinen und vereinzelt Kalkverwitterungsboden ist die Beschaffenheit bei der Ruppertsberger Hoheburg, dazu exzellentes Kleinklima, bestens geeignet für die Riesling-Rebe. So entstehen unter dem fachlichen Ausbau erfahrener, kenntnisreicher Kellermeister der Genossenschaft Rieslinge auf höchstem Niveau, wie auch diese 2015er Spätlese halbtrocken. Deshalb auch die Prämierung auf der AWC Vienna 2016 mit Gold.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf die Beatmung des Rieslings mit genügend Sauerstoff, damit er sich voll entfalten kann. Jetzt zeigen sich deutliche Anklänge, die an viel Pfirsich, Aprikose und leichte Honignoten erinnern. Diese werden im Mund und am Gaumen geschmacklich wunderbar bestätigt. Dabei begeistert besonders das herrliche Frucht-Säure-Spiel, das durch den halbtrockenen Ausbau der Fruchtsüße zunächst den Vortritt lässt, dann aber einen gelungenen Rahmen und die richtige Balance in der durchaus frischen Säure findet.

 Alles zusammen bildet eine großartige geschmackliche Einheit, wobei der Wein durch sein Volumen, seine Aromenvielfalt und seine Finesse begeistert. Das Finish ist langanhaltend, sehr intensiv und sehr überzeugend. Diese Rieslinge sind auf der ganzen Welt begehrt und sie untermauern ihre Ausnahme-Stellung weltweit. Absolute Spitze! 

Die 2015er Riesling Spätlese halbtrocken hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.


2016 Spätburgunder Blanc de Noir Trocken 

Bei dem hier verkosteten Weisswein muss zunächst auf einige Besonderheiten hingewiesen werden. Dass dieser Wein ein ganz junger Vertreter des neuen Jahrgangs 2016 ist, sollte zunächst nicht verwundern, denn jetzt um die Jahreswende sind die ersten frischen Weissweine auf der Flasche und bereits bestens trinkreif. So auch dieser 2016 Spätburgunder Blanc de Noir trocken. Die Besonderheit dieses Weines liegt in der Art der Vinifizierung, denn es handelt sich hier um Spätburgunder-Trauben, die weiß gekeltert wurden. So ist ein ganz spezieller Weisswein entstanden. Bei der Pressung der Trauben wird der weiße Rebsaft von der roten Beerenhaut getrennt, sodass so gut wie kein roter Farbstoff von der Spätburgunder-Traube in den Most gelangt, das heißt, die roten Trauben wurden weiß gekeltert. Trotzdem enthält der Most die Fülle an besonderen Aromen-Stoffen, die dieser edle Spätburgunder enthält. Dem Wein selbst kommt diese Aromen-Fülle sehr zugute, sie bereichert sein ganzes Potential."Blanc de Noirs", wie die Franzosen diese Art der Vinifikation nennen, erfährt in den letzten Jahren auch bei uns eine immer größere Beliebtheit, so haben die Winzer des Weinkellers Hoheburg sich ebenfalls dieser Art des Weinmachens angenommen. Und dieses mit einem ganz großartigen Ergebnis wie dieser 2016er Spätburgunder Blanc de Noir zeigt.

Die Farbe des Weines im Glas ist ein helles Gelb mit einem leicht rötlichen Reflex. Auch hier wieder die Erinnerung den Wein zunächst zu belüften. Dann nimmt die Nase Nuancen von roter Beerenfrucht, ein Hauch von Kirsch und Mandel und Zitrusanklänge wahr. Im Mund und am Gaumen werden diese olfaktorischen Nuancen geschmacklich bestätigt, wobei sich gerade die Aromen-Vielfalt der Spätburgundertraube besonders bemerkbar macht. Der Blanc de Noir besitzt ein frisches, fruchtbetontes Geschmacksband, das getragen wird von der nötigen Säure, ohne die ein solcher lebendig frischer Wein nicht auskommt. Jetzt noch ganz jung auf der Flasche zeigt er doch schon welches geschmackliche Potential in ihm steckt.

Dies ist ein Blanc de Noir der einfach großartig schmeckt, da möchte man unbedingt noch ein weiteres Glas davon haben, oder vielleicht auch zwei. Fabelhaft!

Der 2016er Spätburgunder Blanc de Noir trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.


2014 Rotwein Cuvée Trocken Castell Ruppertsberg 

Die Lagen des Ruppertsberger Weinkellers Hoheburg sind ebenfalls prädestiniert ganz großartige Rotweine zu kultivieren. Einen ersten Nachweis erbringen die Winzer der Genossenschaft mit dieser ganz außergewöhnlichen 2014er Rotwein Cuvée. Benannt haben sie sie nach dem römischen Castell, das hier in den Weinbergen zu der Zeit, als die Römer die Region verwalteten zum Schutz von zwei bedeutenden sich kreuzenden Römerstraßen errichtet worden war. Schon zu dieser Zeit wurde an den Hängen der Mittelhaardt Wein angebaut. Dies zeugt von den hervorragenden Bedingungen, die hier gegeben sind, um Spitzenweine zu vinifizieren. Die 2014er Cuvée Castell Ruppertsberg wurde entsprechend seiner besonderen Klasse mit der Goldenen Kammerpreismünze der Landwirtschaftskammer Rheinland Pfalz ausgezeichnet.

Im Glas zeigt sich die 2014er Cuvée in einem kräftigen dunklen Rot mit leicht violetten Reflexen an der Oberfläche. Benötigt Weisswein die richtige Dosis Sauerstoff um sich zu entfalten, so gilt dies für einen Rotwein erst recht. Danach zeigen sich hier Anklänge von Beerenaromen, Kirsch und Mandel-Nuancen in der Nase, wobei die intensiven Fruchtaromen im Mund und am Gaumen eindrucksvoll bestätigt und durch Schokoladentöne ergänzt werden. Die Cuvée punktet mit einer sehr dichten Struktur, ist komplex und mit einer gut ausbalancierten Säure ausgestattet, extraktreich, mit bestens eingebunden Tanninen. Da dieser Rotwein noch sehr jung ist, mit viel Potential, wird er auf der Flasche noch weiter reifen, um dann sehr weich und rund in seinem langen Finish zu zeigen, wie spitzenmäßig die 2014er Cuvée Castell Ruppertsberg den Winzern des Weinkellers Hoheburg gelungen ist.

Die Liebhaber eines intensiven, nicht zu komplizierten Rotweines werden ihre wahre Freude mit dieser Cuvée haben. Ganz prima!

Die Cuvée hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius verkostet werden.



2014 Spätburgunder Spätlese Trocken Ruppertsberger Reiterpfad 

Die jetzt verkostete 2014er Spätburgunder Spätlese trocken stammt aus der Spitzenlage Ruppertsberger Reiterpfad, einer Weinlage die sich für allerbeste Weine eignet und als solche mit am höchsten von allen deutschen Lagen bewertet wird. Die Einzellage besitzt ein mildes, mediterranes Mikroklima, die Bodenstruktur besteht aus Stein, Sand, sandigem Lehm und Buntsandstein-Verwitterungsboden mit vereinzelten Kalksteineinlagerungen. In der Kellerei wird diese 2014er Spätburgunder Spätlese trocken unter der Rubrik Edition Terroir geführt. Dies zeigt an, dass diese Weine maßgeblich von ihrem außergewöhnlichen Terroir geprägt sind, zeigt aber auch, dass die Weinmacher des Kellers diese Spätlese absolut authentisch, sortentypisch und mit seinem eigenen Charakter, Terroir-bezogen trocken ausgebaut haben.

Zunächst animiert die Farbe in einem dichten Burgunderrot mit leichten violetten Reflexen. Klar benötigt diese 2014er Spätburgunder Spätlese ebenso Sauerstoff, nicht nur um ihre großartigen Aromen zu entfalten, sondern um diesem „Jungspund“ dabei „auf die Sprünge zu helfen“. Solche Spitzenrotweine in ihrem noch recht jugendlichen Alter wollen animiert werden und zwar mit Hilfe einer ordentlichen Beatmung. Ideal ist es sie 2 bis 3 Stunden vor der Verkostung zu dekantieren, man kann jedoch mangels Dekanter die Flasche 5 bis 6 Stunden zuvor öffnen, damit die trockene Spätlese zeigt was in ihr steckt. Wunderbare Anklänge an dunkle Beerenaromen gehen bei der olfaktorischen Prüfung einher mit Mandel-, Röst- und Vanille-Nuancen. Im Mund und am Gaumen werden die Anklänge geschmacklich bestätigt und durch eine feine Marzipannote ergänzt. Dabei zeigt sich welche Kraft, welche Intensität und welche Komplexität die 2014er Spätburgunder Spätlese trocken besitzt, mit der entsprechend gut integrierten Säure und seinen Holznoten, die sich wunderbar mit der Frucht verbinden. Jetzt schon ein ganz großer Spätburgunder, wird auch er noch über die nächsten Monate seinem Zenit entgegen reifen. Dann hat er seinen jugendlichen Charakter abgelegt und verwöhnt die Verkoster mit seiner ganzen Fülle, seinem samtig weichen, langen Nachhall und seiner ganz wunderbaren Qualität. 

Diese exquisite 2014er Spätburgunder Spätlese trocken Ruppertsberger Reiterpfad begeistert total. Chapeau! 

Der  Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius genossen werden.


Zum Abschluss unser Fazit: Ob die vier Weisweine oder die 2 Rotweine, sie alle sind von allerbester Qualität und höchstem Niveau. Die Winzer von der Ruppertsberger Kellerei Hoheburg verstehen es mit ihrem modernen Engagement und ihrem traditionsreichen Wissen Weine aus ihren Spitzenlagen zu kreieren, die einfach fabelhaft sind, wunderbar schmecken und den Liebhaber von Spitzenweinen aus der Pfalz absolut überzeugen. Wir haben mit großer Freude und viel Respekt den Grauburgunder, die Spitzen-Rieslinge, den wunderbar geschmackvollen und frischen Blanc de Noir, aber auch die Cuvée rot und diesen exzellenten Spätburgunder genossen und schlagen unseren Lesern deshalb vor, sich bei der Ruppertsberger Kellerei Hoheburg kundig zu machen, um diese Weine ebenfalls zu probieren. Es lohnt sich wirklich, zumal die Weine neben ihrer Klasse ein ganz ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis besitzen.

Sehr empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen sie  zum Ruppertsberger Weinkeller Hoheburg und können den Wein dort bestellen:http://www.ruppertsberger.de/

Winzergenossenschaft Albig eG Albiger Festtagspaket "Trockene Weine"

 Foto:  Helga König
Im Jahre 1936 gründeten 15 Winzer gemeinsam die Winzergenossenschaft Albig. Damit zählt sie zu den ältesten Winzervereinigungen in Rheinhessen. Mittlerweile hat sich die Mitgliederzahl auf 45 erhöht. Auf einer Rebfläche von 42 ha wird eine jährliche Erntemenge von ca. 400.000 Liter Wein erzeugt. Die Weinbau-Gemeinde Albig liegt im Rheinhessischen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadt Alzey und gehört zum Weinbau-Bereich Nierstein. Der überwiegende Teil der ausgesuchten Lagen der Winzergenossenschaft befindet sich in der Gemarkung Albig, so der Albiger Hundskopf, das Albinger Schloss Hammerstein und der Albiger Petersberg. Weitere besondere Lagen aus den Nachbar-Gemeinden sind der Flonheimer Adelberg und der Alzeyer Sybillenstein. 

Die Winzer der Albiger Genossenschaft haben sich zum Ziel gesetzt, naturnahen Weinbau nach ökologischen Kriterien zu betreiben, nicht nur wegen der Nachhaltigkeit ihrer Weinberge, sondern um so auch gesundes und vollreifes Rebgut zu erhalten, das ausgezeichnete Weine garantiert. Der Ausbau dieser Weine erfolgt mit modernster Kellertechnik, wobei selbstverständlich die jahrzehntelange Erfahrung des erfolgreichen Weinmachens mit einfließt. 

Der individuelle Charakter dieser Weine, der durch das besondere Terroir entsteht, wird ergänzt durch die Handschrift des Kellermeisters. So entstehen frische, fruchtige und lebendige Weine, die von hervorragender Qualität sind. Dies wird auch jedes Jahr wieder durch die Auszeichnungen bei den Landes- und Bundesweinprämierungen bestätigt. Eine Fülle von Rebsorten sowohl weiß als auch rot zeigt die Vielfalt der in der Albinger Winzergenossenschaft erzeugten Weine, wobei etwa 80% auf Weissweine entfallen und 20% auf Rotweine. Im Einzelnen werden im weißen Bereich angebaut: Müller-Thurgau, Silvaner, Riesling, Bacchus, Faberrebe, Scheurebe, Weißburgunder, Grauburgunder, Ortega, Siegerrebe, Morio Muskat, Kerner, Huxelrebe, Sauvignon Blanc und Schönburger, während bei den Roten Rebsorten: Portugieser, Dornfelder, Regent, Spätburgunder und Cabernet Sauvignon kultiviert werden. 

Die Weine der Winzergenossenschaft Albig zeichnen sich nicht nur durch ein großartiges Niveau und eine nachgewiesene Qualität aus, sie punkten auch besonders mit ihrem einmaligen Preis-Leistungs-Verhältnis. So macht das Weintrinken noch mehr Spass, wenn der gute Tropfen zu einem moderaten Preis angeboten wird. In dem hier vorgestellten Albiger Festtagspaket handelt es sich um einen Weisswein, einen Rotwein und einen Winzersekt. Von jeder Sorte gibt es jeweils vier Flaschen, damit der Nachschub während und nach den Festtagen gewährleistet ist. 

 Foto: Helga König
2015 Grauburgunder trocken Albiger Hundskopf "Prunkstück" 

Der hier verkostete 2015er Grauburgunder trocken stammt aus der Lage Albiger Hundskopf. Diese Lage gehört zu den besten, die die Winzergenossenschaft Albig vorweisen kann. Wie dem Namens-Zusatz "Prunkstück" auf dem Etikett zu entnehmen ist, handelt es sich bei diesem 2015er Grauburgunder trocken um einen absoluten Premiumwein. Seine großartige Qualität wurde durch eine Reduzierung der Erntemenge gewonnen, entsprechend erreicht der Wein einen hohen Reifegrad. Bei der Ernte ergaben sich 110 Grad Oechsle, allemal eine außergewöhnliche Prädikatsstufe für diesen Spitzen-Grauburgunder. 

Der Wein wurde im kleinen Eichenholzfass ausgebaut, nachdem er eine schonende Pressung und eine sorgsame Vergärung erleben durfte. Im Glas zeigt sich der Grauburgunder in einer goldgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte der 2015er Grauburgunder trocken unbedingt mit genügend Sauerstoff vermählt werden, denn nur so ist er bereit sein ganzes Potential zu offenbaren. Jetzt zeigen sich feine Karamell- und Honignoten im Duft. Diese Nuancen werden geschmacklich im Mund und am Gaumen bestätigt und zusätzlich durch Pfirsich- und Aprikosen- Anklänge ergänzt. 

Der Grauburgunder zeigt sich fruchtig und intensiv und ist dabei cremig und weich. Jetzt schon ein "Prunkstück" mit viel Potential, wird der 2015er Grauburgunder trocken Albinger Hundskopf trocken auf der Flasche weiterhin reifen und mit der Zeit zusätzlich an Eleganz und Intensität gewinnen. Dies sieht auch die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft so, die diesen Grauburgunder prämiert hat. 

Der Wein hat kräftige 14% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 


Jubilus Cuvée trocken 

Bei diesem Jubilus Cuvée trocken handelt es sich um einen edlen Rotwein, der aus verschiedenen roten Rebsorten aus den Lagen der Albiger Genossenschaft stammt. Die Cuvée hat seine Reifezeit in aller Ruhe im Holzfass erlebt und hat sich dabei zu einem gehaltvollen Rotwein entwickelt, der nicht übermäßig kompliziert daherkommt. Dank des ausgezeichneten Terroirs, dort wo die roten Trauben zu diesem Jubilus Cuvée gewachsen sind, punktet der Rotwein mit einem eigenen, unverkennbaren Charakter und einer besonderen Qualität. 

Dies hat die Juroren veranlasst diesen Rotwein mit der Silbernen Kammerpreismünze auszuzeichnen. Die Farbe des Jubilus Cuvée trocken ist ein kräftiges, dunkles Rot mit leicht violetten Reflexen an der Oberfläche. Benötigt ein Weisswein schon eine gewisse Portion Sauerstoff damit er sich duft- und geschmacksmäßig komplett zeigt, so gilt dies für einen Rotwein erst recht. Deshalb ist es unbedingt notwendig die Flasche 2 bis 3 Stunden vor der Verkostung zu öffnen, den Wein zeitlich entsprechend zu dekantieren, kann bestimmt auch nicht schaden, ganz im Gegenteil. Jetzt registriert die Nase verschiedene Beerenaromen, die von feinen Holznoten ergänzt werden. Geschmacklich wird diese Fruchtfülle im Mund und am Gaumen bestätigt. Die Cuvée zeigt sich dicht, gut ausbalanciert mit einer feinen Säure und ist dabei nicht übermäßig komplex, aber weich und rund. 

Der Jubilus eignet sich hervorragend für das tägliche Glas Rotwein zur Entspannung, zu dunklem Fleisch ist er absolut der richtige Begleiter. 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius verkostet werden. 


 Foto: Helga König
2014 Albiger Hundskopf Winzersekt Riesling brut 

Neben den beiden exzellenten Weinen, weiß und rot, ist es dieser ausgezeichnete Winzersekt der das Festpaket komplettiert. Als Grundwein wurde ein besonderer Riesling aus der Lage Albiger Hundskopf zur Versektung genommen. Da ein Sekt nur so gut sein kann, wie der Wein der die Basis bildet, ist es in der Albiger Winzergenossenschaft selbstverständlich, dass nur die allerbesten Weine zum Winzersekt herangezogen werden. Und dass diese Philosophie Früchte trägt, zeigt die Prämierung durch die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, die diesem 2014er Albiger Hundskopf Riesling brut die Goldene Kammerpreismünze zugedacht hat. 

Nachdem der Winzersekt ins Glas gegossen worden ist, fällt sogleich die brillante hellgelbe Farbe auf, ebenso auch die feine Perlage, die zeigt, wie rassig spritzig und animierend der Sekt daherkommt. So nimmt die Nase bestens die feinen Riesling-Aromen wahr und nach dem ersten Schluck überzeugt die Ausbau-Variante "Brut" besonders. Frisch, herb und mit feinen Fruchtaromen ausgestattet, zeigt sich der 2014er Albiger Hundskopf als ein ganz typischer Riesling-Sekt, der mit seiner besonderen Qualität zu überzeugen weiß. 

Ob zu einem Empfang, zu einer Party oder auch zu einem Miteinander zu zweit, der hier verkostete Riesling-Sekt erfrischt, belebt und bringt viel Schwung unter die Leute. 

Der Sekt hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius genossen werden.

Sowohl die beiden Weine als auch der Winzersekt aus dem Albiger Festtagspaket "Trockene Weine" sind absolut empfehlenswert 

Peter J. und Helga König
Onlinebestellung:  http://www.wg-albig24.de/

Henkell & Co: Mionetto Gran Rosé Extra Dry, Söhnlein White Ice Sparkling, Champagner Veuve Emille Brut

Henkell & Co ist nicht nur einer der namhaftesten Hersteller von erlesenen Sekten. Als Gruppe firmiert Henkell in Wiesbaden-Biebrich auch als einer der führenden Anbieter von Sekt, Champagner, Wein und Spirituosen aus den besten Regionen weltweit. Unter dem Dach der Henkell & Co Gruppe haben sich die namhaftesten Produzenten von erlesenen Schaumweinen aus ganz Europa als Tochterunternehmen zusammen gefunden. Dabei handelt es sich oftmals um Erzeuger, die in ihren Ländern zu den traditionellen Kellereien zählen, und die über eine große Kompetenz bei der Herstellung von Schaumweinen verfügen. 

Ihre Gründerväter haben einst vor weit über hundert Jahren ihr Wissen zumeist in der Champagne erlernt, dort in den berühmten Caves, die Champagner nach der traditionellen Methode hergestellt haben. Mit diesem Erfahrungsschatz sind sie zurückgekehrt in ihre heimatlichen Wein-Regionen, um dort in gleicher Weise edle Schaumweine zu kreieren. Alles begann mit dem Mönch Dom Pérignon, der die Grundkenntnisse zur Veredlung von Weinen zu Sekt herausgefunden hatte, in der Champagne, schon damals eine Region, die für ihre Weine berühmt war. Veuve Clicquot, die berühmteste Witwe der Welt hat dann unter dem Begriff Champagner nicht nur die Qualität durch geeignete Herstellungsverfahren verbessert, sie hat auch mit großem kaufmännischem Geschick und einer Portion Fortune dafür gesorgt, dass dieses edelste aller Getränke in allen europäischen Herrschaftshäuser mit Begeisterung goutiert wurde. 

Adam Henkell, der Gründer der gleichnamigen Sekt-Manufaktur in Wiesbaden hat die Herstellung von Schaumweinen ebenfalls in der Champagne erlernt. Mit diesem Wissen gelang es ihm eine Kellerei aufzubauen, die die französische Kunst der Cuvée- und Champagnerherstellung mit dem traditionellen deutschen Kellerei-Handwerk vereint hat. So entstand die Marke Henkell Trocken, wobei seit jeher der Begriff "Trocken" für die besonderen Basis-Weine steht, die zur Versektung genommen werden. Aus der Sekt-Kellerei Henkell Trocken hat sich im Laufe seiner Geschichte die heutige Unternehmens-Gruppe Henkell & Co entwickelt. 

Sie vereint eine Vielzahl von traditionellen Sekt-Manufakturen in den besten Weinbau-Gebieten Europas, ebenso findet man hier ganz ausgesuchte Champagner-Marken. 

Mionetto Gran Rosé Extra Dry 

Francesco Mionetto gründete im Jahre 1887 die Kellerei Mionetto in Valdobbiadene im Herzen des Veneto. In den vergangen 128 Jahren ist aus dem kleinen Familienbetrieb ein international führender Anbieter für außergewöhnliche FRIZZANTE- und SPUMANTE-Kreationen geworden. 

Bei Mionetto steckt die ursprüngliche Leidenschaft für erlesene Qualität, Kreativität und prickelnden Geschmack nach wie vor in jedem einzelnen Tropfen. Es ist der Anspruch für höchste Qualität, gepaart mit jahrhundertealter Erfahrung, die die Philosophie bei Mionetto ausmachen. In Zusammenarbeit mit den besten Weinanbauern der Region werden die Erzeugnisse von Mionetto ganz in der venezianischen Prosecco -Tradition kreiert. 

Neueste Technik kommt dabei ebenfalls zum Einsatz. Mionetto Gran Rosé Extra Dry ist ein empfehlenswerter Aperitif aus der Mionetto Prestige-Linie und überzeugt als fruchtiger Spumante mit feiner, lang anhaltender Perlage. 

Die Cuvée von roten Trauben aus dem Veneto und Trentino begeistert durch ihren fruchtigen Duft – mit Anklängen an Pink Grapefruit, Himbeere, Granatapfel und Cassis. Dabei sind es die Noten von Himbeere, die seinen fein-fruchtigen Geschmack entfachen. Ob als Aperitif oder als Begleiter zu Austern oder Langusten – dieser italienische Schaumwein sorgt für Aha-Erlebnisse, auch optisch durch sein leuchtendes Pfirsichblüten-Rosa mit violetten Akzenten, Chapeau. 

 Der Vino Spumante Rosata hat 11,5 % vol/ alc und sollte bei 8 Grad Celsius getrunken. 

Söhnlein White Ice Sparkling 
Söhnlein White Ice Sparkling ist ein sehr animierender Perlwein, der mit seinen 8% vol/alc leicht und frisch daherkommt und so die ideale Erfrischung bietet, wenn er richtig gekühlt mit etwa 6 bis 8 Grad Celsius serviert wird. Seit über 150 Jahren kreiert die Sektkellerei Söhnlein in Wiesbaden-Schierstein großartige Schaumweine, so auch diese Kreation White Ice Sparkling. Neben Henkell Trocken ist Söhnlein Brillant mit die bekannteste und beliebteste Sekt-Marke hierzulande, und der hier verkostete Söhnlein White Ice Sparkling ist eine schöne Alternative, da sie leicht und spritzig den Gaumen verwöhnt und mit seinem fruchtig-süßen Geschmack speziell die Damen zu verführen weiß. 

Im Glas zeigt sich White Ice Sparkling in einer hellgelben Farbe, wobei sofort das feinperlige, lebendige Mousseux auffällt. Dabei ist es gerade die aufsteigende Perlage, die der Nase signalisiert, welches wunderbare Bouquet dem Verkoster entgegen strömt. Es sind die Anklänge an die Aromen von der Moscato-Traube, aber auch Nuancen von Akazienhonig und Weißdorn, die olfaktorisch brillieren. 

Im Mund und am Gaumen findet die entsprechende Bestätigung statt, wobei es gerade die milde Säure ist, die das intensive Fruchtbild besonders hervorhebt. Das elegante Geschmacksbild zieht sich langanhaltend bis zu einem runden, harmonisch wirkenden Finish hinein und sorgt so für Freude, gute Laune und eine Menge Party-Spass. 

Wie bereits erwähnt, verfügt Söhnlein White Ice Sparkling über einen moderaten Alkohol-Gehalt von 8% vol/alc. und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius verkostet werden. 

Der praktische Drehverschluss sorgt dafür, dass man jederzeit problemlos Söhnlein White Ice Sparkling genießen kann. 

Champagner Veuve Emille Brut 

In Epernay, der eigentlichen Metropole der Champagne ist das klassische Champagner-Haus Veuve Emille zu finden. Hier werden hervorragende Champagner kreiert, die nach traditioneller Methode in aller Ruhe heranreifen konnten und so jeden Liebhaber dieses edlen Getränks restlos zufrieden stellen. Unter Wahrung der Tradition ist hier eine Cuvée entstanden aus den klassischen Rebsorten Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir, die auf Anhieb auch den verwöhntesten Gaumen zu begeistern weiß. 

Dazu waren viele Monate durch die Lagerung auf der Hefe notwendig, einhergehend mit dem berühmten Rüttelpult, wo der Champagner kopfüber in regelmäßigen Abständen um jeweils eine Viertel-Drehung bei der Lagerung gewendet worden ist. Das Ergebnis ist diese exzellente Cuvée, die nicht nur jede Festivität krönt sondern auch in trauter Zweisamkeit zeigt, wie das Gegenüber ach so geschätzt wird. Im Glas fällt sogleich nicht nur das leuchtende Hellgelb des Veuve Emille brut auf, es ist auch die überaus feine Perlage, die eine besondere Frische und Exklusivität signalisiert. 

Die Nase registriert feine Anklänge an Früchte und Blüten, die im Mund und am Gaumen ebenso bestätigt werden. Brut ausgebaut, werden die Fruchtaromen von der bestens integrierten Säure optimal getragen, was sich nicht nur als großartiges Champagner-Erlebnis zeigt, sondern sich auch frisch und elegant ausgewogen bis in den langen Nachhall hinein fortsetzt. Dieser Champagner Veuve Emille brut überzeugt und es ist ein ausgesprochenes Vergnügen seine Gäste und sich selbst damit zu verwöhnen. 

Der Champagner Veuve Emille Brut hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius verkostet werden. 

Alle drei hier verkosteten schäumenden Pretiosen sind empfehlenswert und gerade zu den bevorstehenden Festtagen wird es eine Freude sein, sie zu genießen. 

Peter J. und Helga König

https://www.henkell-sektkellerei.de/start.html

Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil eG 5 Weissweine, 5 Rotweine und 2 Sekte

 Foto  Helga König
Der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil ist eine eingetragene Genossenschaft von ca. 220 Winzern im pittoresken Weinort Oberrotweil inmitten des Kaiserstuhls in Baden. Hier in der wärmsten und sonnenreichsten Gegend überhaupt in Deutschland werden auf etwa 408 ha Rebfläche absolute Spitzenweine erzeugt. Der 1935 gegründete Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil verfügt überwiegend über Lagen, die eine Süd- oder Südwest-Ausrichtung besitzen und so optimale Bedingungen aufweisen, die sich bestens für alle Burgundersorten eignen, ebenso jedoch auch andere Rebsorten großartig gedeihen lassen. 

Als Ausnahme-Lagen des Oberrotweiler Winzervereins sind Käsleberg, Henkenberg und Eichberg zu nennen. Der Henkenberg besitzt tiefe, dunkle Verwitterungssteinböden, die sich hervorragend für den Spätburgunder als Rotwein wie auch für Weißherbst eignen, ebenso für den Ruländer. Im Käsleberg mit seinen Löß- und Lehmböden werden neben dem Müller-Thurgau der Graue Burgunder, der Weiße Burgunder, sowie der Silvaner und der Muskateller mit größtem Erfolg kultiviert. So entsteht neben der sortentypischen Klasse eine besondere Vielfalt an Weinen, die sich durch das einmalige Terroir hier am Kaiserstuhl auszeichnen. 

Bereits seit über tausend Jahren wird in Oberrotweil Wein angebaut und dies im Einklang mit der Natur. Dieses Bewusstsein prägt die Winzer seit vielen Generationen, ist ihnen doch klar, dass nur mit einer naturnahen und sorgfältigen Pflege der Weinberge und der Reben eine exzellente Qualität erreicht werden kann. Dabei gilt die spezielle Aufmerksamkeit den besonderen Rebparzellen von Henkenberg, Käsleberg und Eichberg, denn hier werden die Selektionsweine kultiviert. 

Hier auch werden Jahr für Jahr besonders aus den Sorten Spätburgunder und Grauer Burgunder absolute Spitzenweine hervorgebracht. Alle Weine sind Erzeugerabfüllungen, d.h. das Traubengut ist ausschließlich von den Winzern der Genossenschaft angebaut, gelesen und gekeltert worden. Für die großartigen Weine des Kaiserstühler Winzervereins Oberrotweil werden weder Trauben, Most oder Wein hinzugekauft, alles liegt in einer Hand, von der Traubenlese bis hin zur Flaschenabfüllung. 

Mit 25000 Liter Fassungsvermögen besitzt der Winzerverein Oberrotweil das größte Holzfass in ganz Baden. Wenn man sich die nicht enden wollende Liste von Auszeichnungen ansieht, die die Weine der Genossenschaft Oberrotweil allein in 2016 erhalten hat, wird klar, warum das Renommee des Winzervereins so außerordentlich ist. 

Ob bei der Mundus Vini 2016 Sommerverkostung, der Berliner Wein Trophy 2016, bei Mondial des Pinots 2016, beim Int. Müller-Thurgau Preis 2016, beim Int. Grauburgunder Preis 2016 oder bei der Bundes- und Landesweinprämierung 2015 immer hat es Gold und erste Preise geregnet. Seit Jahren ist der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil in den Top 100 der besten Betriebe der DLG-Bundesweinprämierung vertreten. 

Und dies wird auch zukünftig so sein, denn dieser große Erfolg ist das Ergebnis von allen, die in der Genossenschaft mit nimmermüden Engagement und großem Herzblut dazu beitragen, von Jahrgang zu Jahrgang das absolute Niveau und die einzigartige Qualität der Weine zu wiederholen und möglichst noch zu toppen. Ob Winzer, Kellermeister und die gesamte Crew, sie alle geben ihr Bestes damit die Weine des Winzervereins Oberrotweil national wie international weiterhin höchste Anerkennung finden. Den Beweis dazu liefern die Weine im Glas und diese gilt es jetzt mit viel Freude und Neugierde zu testen: 


 2015 Oberrotweiler Käsleberg Weißer Burgunder Kabinett Trocken

Der hier verkostete 2015er Weissburgunder Kabinett trocken stammt aus der Spitzenlage Oberrotweiler Käsleberg. Diese Lage gehört zu den besten am gesamten Kaiserstuhl, ja in der gesamten Wein-Region Baden. Die Bodenart hier ist ein Vulkanverwitterungsboden, der die allerbesten Voraussetzungen für einen exzellenten Weißburgunder bietet. Im Glas zeigt sich der 2015er Weissburgunder Kabinett trocken in einer feinen strohgelben Farbe mit einem Hauch von Roséschimmer. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte man dem Weissburgunder genügend Zeit einräumen, damit er sich mit Sauerstoff vermählen kann. 

Jetzt werden süßlich reife Fruchtaromen von Äpfeln, Birnen, Pfirsich, aber auch kräutrige Töne, die an Artischocken und Heublumen erinnern mit der Nase wahrgenommen. Diese Fruchtfülle wird auch geschmacklich im Mund und am Gaumen wohlwollend registriert. Der 2015er Weissburgunder Kabinett trocken verfügt über einen kräftigen aber eleganten Körper, ist mit einer bestens integrierten Säure ausgestattet, die die Fruchtaromen ideal trägt. Der wunderbare Geschmack des Weissburgunders hat auch mit der perfekten Balance zu tun, über die der Wein verfügt, ebenso mit dem schönen, langanhaltenden Nachhall, der noch einmal alle geschmacklich positiven Eigenschaften dieses Weissburgunders Revue passieren lässt. 

Hier zeigt sich eindeutig auf welchem hohen Niveau und mit welcher Qualität die Weine des Kaiserstühler Winzervereins Oberrotweil aufwarten. Großartig! 

Der 2015er Weißburgunder Kabinett trocken hat 13,5%vol/alc und sollte bei 8 Grad Celsius getrunken werden.

2015 Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Kabinett Trocken 

Aus der gleichen Spitzenlage wie der zuvor verkostete Weissburgunder stammt der nun anstehende 2015er Grauer Burgunder Kabinett trocken, nämlich dem Oberrotweiler Käsleberg. Mit seinen Löß- und Lehmböden, seiner südlichen Ausrichtung, der idealen Hangneigung und den meisten Sonnenstunden in Deutschland ist diese Lage perfekt für großartige Burgunder, so wie diesem 2015er Grauburgunder Kabinett trocken. Die Farbe des Weines im Glas ist ein helles Gelb-Grün mit brillanten Reflexen. Auch jetzt ist es unumgänglich dem 2015er Grauburgunder zunächst die nötige Portion Sauerstoff zu gestatten, damit er sich duft- und geschmackmäßig komplett öffnen kann. 

Das olfaktorische Ergebnis sind intensive Anklänge an frische, reife süßliche Fruchtaromen wie Äpfel und Birnen, sowie leicht kräutrige und würzige Noten, die geprägt sind von der kühlen und langsamen Gärung. Im Mund und am Gaumen werden diese Frucht-Nuancen geschmacklich bestätigt. Die gut ausbalancierte Säure lässt einen wunderbaren Frucht-Säure-Bogen entstehen, der dem Grauburgunder einen feingliedrigen Körper verleiht und ihm die nötige Substanz gibt. Seine geschmackliche Präsenz zieht sich sehr angenehm bis in den langen Abgang hinein, zugleich bei der nötigen Frische, die einen solchen spitzenmäßigen Grauburgunder zweifellos ebenfalls auszeichnet. Welch ein Geschmack und welche Freude das eine oder andere Glas mehr zu verkosten. Fabelhaft! 

Der 2015er Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Kabinett trocken hat 13,5% vol/alc und sollte gut gekühlt bei 8 Grad Celsius genossen werden. 

2015 Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Selektion Spätlese trocken 

Wie gut die Burgunder vom Kaiserstühler Winzerverein wirklich sind, zeigt diese 2015er Grauburgunder Selektion Spätlese trocken. Gewachsen ebenfalls in der Ausnahme-Lage Oberrotweiler Käsleberg wurde dieser Grauburgunder unter die "Top Ten" in der Kat. III des Grauburgunderpreises 2016 gewählt. In der Kategorie III, der Premiumklasse, werden die besten Grauburgunder unseres Landes gewertet. Unter 113 vorgestellten Weinen wurde der hier verkostete 2015er Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Selektion Spätlese trocken unter den zehn besten Weinen bestätigt. 

Die Bezeichnung Selektion zeigt an, dass es sich hierbei um ganz ausgesuchte Trauben-Partien handelt, die gesund und vollreif solche Spitzenweine entstehen lassen, die auch den verwöhntesten Genießer überzeugen. Im Glas zeigt sich die 2015er Grauer Burgunder Selektion Spätlese trocken in einem satten Gelb mit deutlichen Grünanteilen. Um den Wein in seiner gesamten Duftfülle kennenzulernen, ist es unumgänglich ihn zunächst richtig zu lüften. Dies geschieht indem man das Glas zunächst mehrere Male schwenkt, damit der Sauerstoff die Duftaromen komplett öffnet. Das Ergebnis sind sehr geschliffene Burgunderaromen, die an getrocknete Aprikose, reifer Apfel und Ananas erinnern. Gepaart sind diese Nuancen mit dezent würzigen Aromen, ebenso auch mit Vanille und Karamell. 

In Mund und am Gaumen werden die Duftanklänge geschmacklich bestätigt. Dabei zeigt sich der Grauburgunder als ein Wein von internationaler Klasse mit einem komplexen, strukturierten Aromabild. Der Grauburgunder ist gehaltvoll, kräftig, mit dichter Reife ausgestattet. Er verfügt über einen angenehmen Schmelz und vermittelt ein cremiges Mundgefühl. Sein langer Nachhall wird von einem zartbitteren Geschmackserleben gekrönt. 

Diese 2015er Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Selektion Spätlese trocken ist wahrhaft ein exzellentes Aushängeschild für die Weine des Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil und gehört zum Besten was an Grauburgunder hierzulande überhaupt im Jahrgang 2015 kreiert worden ist. Chapeau! 

Der Wein hat 15% vol/alc und sollte bei 8 Grad Celsius verkostet werden.

2014 Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Spätlese Trocken "Riserva"

Eine weitere Pretiose aus der Spitzenlage Oberrotweiler Käsleberg ist diese 2014er Grauburgunder Spätlese trocken, die den Zusatz "Riserva" trägt. Dies resultiert aus der Tatsache, wie dieser Grauburgunder ausgebaut wurde. Stark ertragsreduziert, sind die Trauben zu diesem Wein von Rebstöcken per Hand geerntet worden, deren Alter mindestens 20 Jahre und mehr waren. Den Ausbau hat Winzermeister Leopold Laible nach klassischer Art durchgeführt, wobei eine Teilmenge im Barrique gereift ist. 

Im Glas zeigt sich die 2014er Grauburgunder Spätlese trocken "Riserva" in einer kräftigen gelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Die olfaktorische Prüfung, die nicht ohne die nötige Portion Sauerstoff unternommen werden sollte, zeigt in der Nase eine leichte Vanille-Holzprägung, dazu frische, grüne und süßliche Noten sowie leicht herb-kräftige Aromen. Im Mund und am Gaumen werden sämtliche Anklänge geschmacklich bestätigt. Dabei ist die 2014er Grauburgunder Spätlese trocken "Riserva" kräftig, lebendig, von Holz strukturiert mit einem cremig weichen und herbfruchtigen Abgang. Der Wein besitzt eine gelungene Balance, die Aromen bilden mit der ansprechenden Säure eine ausgewogene Einheit, wobei die Tannine das Geschmacksbild prächtig ergänzen. Entsprechend ist das Alterungspotential dieser großartigen Grauburgunder Spätlese, einige weitere Monate auf der Flasche werden die "Riserva" noch besser werden lassen. 

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius getrunken werden.

2015 Oberrotweiler Henkenberg Ruländer Auslese 

Die hier verkostete 2015er Ruländer Auslese stammt aus einer weiteren Spitzenlage, in der der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil allerbeste Weine erzeugt. Es ist der Oberrotweiler Henkenberg, ein Weinberg dessen Bodenbeschaffenheit aus Vulkanverwitterungsgestein besteht. Die Lage Henkenberg ist vollständig, ohne Abschattung der Sonne ausgesetzt und direkt von den warmen Winden der burgundischen Pforte beeinflusst. Hier reifen exzellente Weine heran, so wie diese 2015er Oberrotweiler Henkenberg Rulander Auslese. 

Der Begriff Ruländer steht übrigens für die Weißwein-Sorte Grauburgunder, die als Ruländer traditionell aus sehr reifen und zum Teil edelfaulen Trauben gekeltert wird. Die Farbe des Weines im Glas ist ein leuchtendes Gelb-gold. Auch hier ist wieder Sauerstoff vonnöten, damit die Ruländer Auslese ihr gesamtes Potential, sowohl duftmäßig als auch geschmacklich anbieten kann. Danach werden frische reife und süßliche Fruchtaromen von Mango, Feigen und Datteln in der Nase wahrgenommen, dazu ein Hauch von frischen Kräutern und Eukalyptus. Die geschmackliche Bestätigung der Fruchtaromen findet anschließend im Mund und am Gaumen statt. Die jugendlich frische Auslese überzeugt mit viel Dichte, einer edlen Süße und mit einer lebendigen Fruchtsäure. Bei einem langen Nachhall werden alle geschmacklichen Feinheiten noch einmal bestätigt, ganz zur Begeisterung seiner Verkoster. Absolut gelungen diese 2015er Ruländer Auslese! 

Der Wein hat moderate 9,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2014 Oberrotweiler Spätburgunder Trocken 

Spätburgunder ist im Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil die mit Abstand am häufigsten kultivierte Rebsorte. Mit 45% der Sortenstruktur stehen die Spätburgunder Rotweine maßgeblich für die Kultur des Weinmachens in der Genossenschaft. Dass dies so ist, hat hauptsächlich mit dem idealen Terroir zu tun, das die Spätburgunder-Rebsorte hier am Kaiserstuhl vorfindet. Löß- und Lehmböden sind hier die Bodenart auf der die Spätburgundertrauben prächtig gedeihen. Das außerordentlich warme und sonnenreiche Klima trägt ebenfalls optimal dazu bei, dass solche Rotweine hier so grandios entstehen können.

Im Keller erhalten sie dann noch die spezielle Handschrift von Kellermeister Leopold Laible, der das ganze Potential seiner Lagen sortentypisch umsetzt. So entsteht ein authentischer Wein, wie dieser Oberrotweiler Spätburgunder trocken. 

Im Glas zeigt sich der Rotwein in einem dunklen Rubinrot mit orangen Reflexen. Benötigt ein Weißwein genügend Sauerstoff vor der olfaktorischen Prüfung, so gilt dies für einen gelungenen Rotwein erst recht. Die Nase darf hier beglückt weiche Röstaromen mit einer Erinnerung an Nougat und weißer Schokolade registrieren, sowie Anklänge von zartem Gerbstoff. Geschmacklich werden diese Aromen in Mund und am Gaumen bestätigt. 

Der 2014erSpätburgunder trocken ist kräftig, füllig und dicht. Frucht und der gut eingebundene Gerbstoff bilden einen gelungenen Geschmacksbogen und bei einem langen Abgang zeigen sich zudem weiche Röstaromen. Alles zusammen bildet ein großartiges Spätburgunder-Erlebnis und sorgt dafür, dass der Verkoster vollkommen von diesem gelungenen 2014er Spätburgunder eingenommen wird. Für das tägliche Glas Rotwein zur Entspannung ist er geradezu ideal, ebenso für alle Wildgerichte. Bestens! 

Der Wein hat  13,5% vol/alc und sollte leicht gekühlt  bei 18 Grad  Celsius getrunken werden.

2014 Oberrotweiler Spätburgunder Spätlese Trocken 

Die Trauben zu der hier verkosteten 2014er Spätburgunder Spätlese trocken wurden in den besonderen Lagen des Kaiserstühler Winzervereins Oberrotweil geerntet. Die Bodenbeschaffenheit dort besteht aus Vulkanverwitterungsböden, eine ideale Grundlage um großartige Spätburgunder zu erzeugen, die wie hier als Prädikatswein in der Qualitätsstufe Spätlese ausgebaut wurden.

Über die klimatischen Bedingungen wurde schon im Vorfeld reichlich gesprochen, deshalb kann mit Fug und Recht gesagt werden, dass mit die besten Spätburgunder hierzulande in den Lagen am Kaiserstuhl gedeihen, eben wie diese 2014er Spätlese trocken. Gießt man zunächst den Spätburgunder ins Glas, animiert sofort die dunkel rubinrote Farbe das Auge des Verkosters, wobei auch die schwarzen Schatten auf eine intensive Konsistenz hinweisen.

Ohne langweilen zu wollen auch hier der Hinweis, den Wein zunächst ausgiebig zu belüften. Das olfaktorische Ergebnis sind intensive süßlich reife Fruchtaromen von Schwarzkirche, schwarzen Beeren und Pflaumen mit einer würzigen Note von Zimt und Gewürznelken. Deutlich werden alle Nuancen geschmacklich im Mund und am Gaumen bestätigt. Dabei zeigt sich die 2014er Spätburgunder Spätlese trocken ausgesprochen füllig und mit einem weichen und feinen Gerbstoffcharakter. Zudem besitzt sie einen dichten Körper, ist bestens ausbalanciert und extraktreich. Bei einem langen Abgang zeigt sich noch einmal die Fülle der würzig, herb-fruchtigen Geschmacksintensität, die von der richtigen Säure getragen wird.

Die 2014er Oberrotweiler Spätburgunder Spätlese trocken ist einfach fabelhaft, da kann es bei einem Glas kaum bleiben.

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei gekühlten 18 Grad Celsius verkostet werden.

2015 Oberrotweiler Spätburgunder Spätlese trocken 

Die jetzt verkostete 2015er Oberrotweiler Spätburgunder Spätlese trocken wurden in Lagen kultiviert, deren Böden aus Vulkanverwitterungsgestein mit Lößauflage bestehen. Als Spätlese trocken ausgebaut hat dieser Spätburgunder seine endgültige Reife im Barrique erlangt. Es wird generell zwischen primären, sekundären und tertiären Aromen im Wein differenziert. Der Ausbau im Barrique erzeugt tertiäre Aromen, in Unterscheidung zum primären Geschmack der Trauben und der sekundären Gärung. Direkt auf das Barrique zurückzuführen sind Vanillearoma und der Geschmack von Gerbstoffen. Ein weiterer Effekt ist eine wesentlich längere Lagerfähigkeit, die bei dieser 2015er Spätburgunder Spätlese trocken durchaus bis zu 10 Jahren möglich ist.

Im Glas zeigt sich die 2015er Spätburgunder Spätlese trocken in einer dunklen rubinroten Farbe mit brillanten Reflexen. Der Ausbau im Barrique fordert geradezu optimalen Sauerstoff, etwa indem man den Spätburgunder dekantiert, also in einen Dekanter ungefähr zwei Stunden vor der Verkostung umfüllt und falls ein solches Gefäß nicht vorhanden ist, sollte man die Flasche 3 bis 4 Stunden zuvor öffnen und offen stehen lassen.

Der Sauerstoff lässt die bitteren Gerbstoffe dann verflüchtigen. Bei solchen jungen Weinen, wie diese 2015er Spätlese trocken ist dies ein unbedingtes Muss, will man schon einmal die ganze Potenz dieses Weines erleben. Jetzt auch registriert die Nase die Vielfalt von unterschiedlichen Duftnoten. Neben der immer noch deutlichen Barriqueprägung zeigen sich gut eingebundene Aromen, die an Rauch, Leder, Tabak, Zedernholz aber auch an Vanille, Schokolade und Mokka erinnern. Im Mund und am Gaumen werden entsprechend geschmackliche Erfahrungen gemacht.

Dier 2015er Spätburgunder Spätlese zeigt sich bereits jetzt als äußerst gehaltvoll, sie ist sehr dicht im harmonischen Miteinander eines kräftigen Körpers mit feiner Burgunderfruchtigkeit. Der Wein punktet mit seinen herben Aromen und ist dabei komplex und mit einem entsprechenden Finish versehen.

Jetzt noch ein "Jungspund" mit viel Potential wird er auf der Flasche noch weiterhin reifen und an Klasse hinzugewinnen. Spätburgunder-Freunde werden begeistert sein, so wie auch der Badische Weinbauverband, der ihr die Goldene Kammerpreismünze verliehen hat.

Dier 2015er Oberrotweiler Spätburgunder Spätlese trocken im Barrique ausgebaut, hat 13% vol/alc und sollte bei leicht gekühlten 18 Grad Celsius genossen werden.

2013 Oberrotweiler Henkenberg Spätburgunder Selektion trocken 

Die Trauben zu diesem 2013er Spätburgunder Selektion trocken sind in einer der drei Spitzenlagen des Kaiserstühler Winzervereins Oberrotweil gewachsen, nämlich dem Oberrotweiler Henkenberg. Die Lage Henkenberg verfügt über Vulkanverwitterungsböden, eine optimale Bodenart um sehr gehaltvolle Spätburgunder zu kultivieren. Um eine solche Qualität zu erzeugen, wie bei diesem 2013er Spätburgunder bedarf es einer Sonderlese aus über 20 Jahre alten Rebanlagen und einem speziellen Holzfassausbau. Das Ergebnis ergibt dann die Edition Selektion, die hier auf höchste Qualität hinweist.

Zunächst besticht die 2013er Spätburgunder Selektion trocken mit einem dichten, dunklen Rubinrot im Glas. Auch hier wieder zunächst der obligatorische Sauerstoff bevor die olfaktorische Prüfung beginnt. Die Nase nimmt anschließend intensive Anklänge wahr, die an fruchtige Aromen wie Kirsche, Brombeere, Heidelbeere, Holunder und Pflaume erinnern und durch Nuancen von Lakritz, Karamell und Nuss-Nougat ergänzt werden.

Geschmacklich werden die Aromen-Komponenten im Mund und am Gaumen sehr angenehm bestätigt, wobei der 2013er Spätburgunder Selektion trocken zudem mit einer kräftigen Tanninstruktur aufwartet, die im Geschmack die komplexe Aromatik unterstreicht. Der Wein ist ausdrucksstark und verfügt über ein feingliedriges Zusammenspiel von Burgunderdichte, Frucht, Frische und schließlich über einen feinherben langen Abgang, der noch einmal die gesamte Pracht der Geschmacksfülle Revue passieren lässt.

Die Klasse dieses 2013er Oberrotweiler Henkenberg Spätburgunder Selektion trocken hat der Badische Weinbauverband ebenfalls mit einer Goldenen Kammerpreismünze bestätigt. Maximal!

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 Grad Celsius verkostet werden.

2011 Blauer Spätburgunder trocken „Riserva“ 

Der hier verkostete 2011er Blauer Spätburgunder trocken trägt die zusätzliche Bezeichnung "Riserva", denn die Trauben zu diesem Wein stammen von über 25 Jahre alten Rebstöcken, die auf Vulkangestein gewachsen sind und deren Ertrag stark reduziert wurde, damit nur hoch gesundes und bestens ausgereiftes Lesegut zur Vinifizierung dieses Blauen Spätburgunders in den Keller kommt. Gelesen wurden die Trauben von den Oberrotweiler Winzern per Hand.

Kellermeister Leopold Laible hat den Spätburgunder anschließend traditionell im Holzfass ausgebaut und dabei eine Teilmenge im Barrique reifen lassen. Dies gibt dem Wein nicht nur eine große Aromenvielfalt, sie beschert gleichzeitig auch noch lange Lagerfähigkeit.

Im Glas zeigt sich der 2011er Blauer Spätburgunder trocken "Riserva" in einer tiefdunklen rubinroten Farbe mit schwarzen Schatten. Alles was zuvor über die Belüftung mit Sauerstoff gesagt wurde, gilt für diesen Ausnahme-Spätburgunder ganz besonders.

Ihn 2 bis 3 Stunden vor der Verkostung zu dekantieren, ist für einen solchen Spitzen-Rotwein geradezu ein Vergnügen für jeden Spätburgunder-Liebhaber, kann er doch sicher sein, dass alle großartigen Vorzüge dieses Weines sowohl duft- als auch geschmacksmäßig später voll zur Geltung kommen.

Die Nase erfreut sich jetzt an kräftigen Noten von Rauch und Leder, ebenso peffrige Noten nach Paprika und Eukalyptus, die einhergehen mit zarten Cassisnoten. Geschmacklich findet die entsprechende Bestätigung im Mund und am Gaumen statt, wobei sich zusätzlich weiche Röstnoten mit deutlicher Herbe heraus kristallisieren.

Der Wein punktet mit viel Pinot-Frucht, ist ausdrucksstark, sehr komplex und dicht und überzeugt mit einer kräftigen Struktur. Er besitzt viel Alterungspotential, was so viel bedeutet wie eine absolut vielversprechende Zukunft. Jetzt schon ein ganz Großer wird er peu a peu in den kommenden Jahren seinen absoluten Zenit erreichen. Dann braucht er den Vergleich mit besten Spätburgundern aus dem benachbarten Burgund nicht zu scheuen, sein Niveau und seine erstklassige Qualität überzeugen komplett. Grandios!

Der Oberrotweiler Blauer Spätburgunder trocken "Riserva" hat 14% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius genossen werden.

2015 Jahrgangs-Sekt Oberrotweiler Käsleberg Muskateller Extra Trocken 

Der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil erzeugt, wie zuvor verkostet, Weine auf Spitzen-Niveau. Da ist es nur folgerichtig, dass in der Genossenschaft auch Sekte kreiert werden, die ebenso großartig sind. Bekanntlich ist ja ein Sekt oder Champagner nur so gut, wie der Grundwein der zur Versektung genommen worden ist. Um absolute Qualität zu gewährleisten wurde das Verfahren der traditionellen Flaschengärung gewählt, ein Garant für diesen 2015er Jahrgangs-Sekt. Der Basiswein aus der Muskateller-Traube ist auf Vulkanverwitterungsböden in den Lagen der Genossenschaft Oberrotweil kultiviert worden. Der Sekt wurde extra trocken ausgebaut.

Nachdem der 2015er Oberrotweiler Muskateller Sekt extra trocken ins Glas gegossen worden ist, fällt zugleich neben der hellgelben Farbe, die mit leichten grünen Nuancen durchsetzt ist, die besonders feine Perlage auf, die kontinuierlich im Glas aufsteigt und sofort Frische und Spritzigkeit signalisiert. Dabei steigt ein feiner Duft nach Akazienblüten und reifen Früchten in die Nase, ebenso ein feines Muskatellerbukett, verbunden mit einer lebendigen Frucht.

Der erste Schluck bestätigt aufs Angenehmste sowohl Aromenfülle als auch die begeisternde Frische. Alles zusammen zeigt wie fruchtig und gehaltvoll dieser großartige Sekt ist, dessen feinstrukturierte Fruchtsäure nur eines zulässt, erneut sich mit dem nächsten Schluck an diesem Sekt-Erlebnis zu erfreuen.

Natürlich ist der 2015er Oberrotweiler Muskateller Sekt extra trocken als Aperitif hoch willkommen, ebenso bei festlichen Anlässen, bei einer Party oder im Kreise guter Freunde ist er allerdings der absolute "Gute-Laune-Spender".

Der Jahrgangs-Sekt hat 12,5 vol/alc und sollte gut gekühlt bei 8 bis 10 Grad Celsius erlebt werden.

2014 Jahrgangssekt Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Brut 

Ein weiteres Highlight aus dem Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil ist dieser grandiose 2014er Jahrgangssekt, dessen Grundwein ein ausgesuchter Grauburgunder aus der Spitzenlage Oberrotweiler Käsleberg ist. Dass auf den speziellen Löß- und Lehmböden im Käsleberg außerordentliche Grauburgunder kultiviert werden, zeigen die zuvor besprochenen Weine dieser Rebsorte.

Damit ist die Basis der Grundweine perfekt, um nach Art der traditionellen Flaschengärung (Méthode champenoise) einen Sekt zu kreieren, der bei der Versektung "brut" ausgebaut wurde. Die französische Bezeichnung "brut" lässt sich auf Deutsch am besten mit "herb" benennen, sie zeigt an, dass es sich dabei um einen herben, frischen, feinperligen Sekt handelt, so eben wie dieser 2014er Jahrgangssekt Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder.

Auch hier fällt sofort im Glas die überaus feine Perlage auf, die fortlaufend an die Oberfläche schwebt. Dabei strahlt der Sekt in einer blassen strohgelben Farbe, sehr elegant und in einer weichen, schlanken Art. Im Mund und am Gaumen entwickelt sich dann ein überaus angenehmes Sektgefühl, frisch, geschmacklich ausbalanciert, von herber Eleganz und beeindruckender Präsenz. Dieser großartige Winzersekt hat alles was einen Spitzensekt ausmacht. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass hierzulande die Kenner einen solchen edlen Sekt einem guten Champagner vorziehen.

Als Aperitif und zu festlichen Anlässen absolut willkommen, ist der 2014er Jahrgangs-Sekt Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Brut jedoch bei trauter Zweisamkeit geradezu ideal.

Der Sekt hat 12,5% vol/alc und sollte gut gekühlt bei 7 bis 8 Grad Celsius genossen werden.

Nachdem wir jetzt mit viel Lust und großer Freude die 5 Weissweine, die 5 Rotweine und 2 Sekte vom Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil verkostet und genossen haben, hier nun abschließend unser Fazit:

Alle Weine und Sekte haben uns durchweg außerordentlich gut gefallen, sie besitzen höchstes Niveau und eine großartige Qualität. Ausgehend von den Ausnahme-Lagen hier am Kaiserstuhl ist es den Winzern der Genossenschaft Oberrotweil mit Winzermeister Leopold Laible und seiner ganzen Mannschaft gelungen, sehr authentische, sortentypische und absolut charaktervolle und individuelle Weine und Sekte zu kreieren. Sie spiegeln aufs Beste das Terroir wider. Dabei sind sie je nach Ausbau ideal für das tägliche Glas Wein oder stellen ganz große Weine dar, die einen Ausnahme-Charakter besitzen und die mit viel Potential viele Jahre selbst den anspruchsvollsten Weinfreund verwöhnen. Uns jedenfalls haben die Weine und Sekte begeistert und da stehen wir nicht allein, denn die lange Liste von Auszeichnungen und Prämierungen sprechen eine ganz deutliche Sprache, gehört doch der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil seit Jahren auch zu den 100 besten Betrieben der DLG- Bundesweinprämierung.

Maximal empfehlenswert.

Peter J. und Helga König


Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil eG und können den Wein dort bestellen: http://www.winzerverein-oberrotweil.de/Shop/

Rezension:Weinland Königsbach-Neustadt 2 Weissweine, 1 Rosé, 2 Rotweine und ein roter Sekt

Foto:  Helga König
Die Kellerei Weinland Königsbach-Neustadt ist eine Fusion, die aus den ehemaligen Winzergenossenschaften Königsbach-Neustadt und dem Ruppertsberger Winzerverein Hoheburg entstanden ist. Sowohl die geografische Nähe, als auch das gemeinsame Qualitätsbewußtsein führte beide Genossenschafte zusammen, ebenso wirtschaftliche Erwägungen, um beide Genossenschaften unter einem Dach zu vereinigen. So entstand eine der großen Erzeugergemeinschaften in der Pfalz. Seinen Hauptsitz bezog Weinland Königsbach-Neustadt in dem malerischen und überaus idyllischen Weinort Königsbach, einer Gemeinde die von jeher vom Wein geprägt ist. 

Hier werden seit Jahrhunderten allerbeste Weine erzeugt, sind doch die Bodenbeschaffenheit und das Mikroklima perfekt für solche Rebsorten wie Riesling als Weisswein und Portugieser, Dornfelder und Spätburgunder bei den roten Sorten. Königsbach ist heute ein Stadtteil von Neustadt, der Metropole der Pfalz. Insgesamt sind die klimatischen Bedingungen in dieser Region nahezu ideal, geben es hier ja die meisten Sonnenstunden in Deutschland, ein wichtiger Garant für beste Weine. Bereits seit dem späten Mittelalter werden die Weine aus Königsbach außerordentlich geschätzt. Sie stammen doch aus so berühmten Lagen wie "Königsbacher Ölberg" und "Königsbacher Idig". 

Natürlich ist es möglich die Weine Vorort direkt in der Kellerei vom Weinland Königsbach-Neustadt bei einer fröhlichen, informativen Weinprobe im romantischen Weinkeller oder dem Kelterhaus kennenzulernen. Hier besteht die Möglichkeit, die gesamte Palette an Weiss-, Rosé und Rotweinen kennenzulernen, bis hin zu edelsüßen Auslesen oder beste Rote, die in Barrique ausgebaut wurden zu verkosten, ebenso spritzige Sekte. Danach sollte man es nicht versäumen sich in der Hausgaststätte "Königsbacher Winzerstuben" an einem Essen mit Pfälzer Spezialitäten zu erfreuen. 

Wer es gerne luftig und lustig mag, dem sei die Planwagenfahrt durch die Weinberge mit dem schönen Blick in die Rheinebene empfohlen. Auch hierbei lernt man die tollen Weine der Kellerei kennen, dort wo sie gewachsen sind. Zu empfehlen ist auch ein Besuch der Vinothek von Weinland Königsbach- Neustadt im Zentrum von Neustadt selbst, wo neben den vielfältigen Weinen und Sekten der Kellerei auch Spirituosen, Essig & Öl und auch noch andere Gaumenfreuden zur Verkostung angeboten werden. 

Die ausgiebige Fachberatung gibt es sowohl in der Kellerei in Königsbach, als auch in der Vinothek in Neustadt. Dafür sorgt das freundliche und sehr kompetente Team vom Weinland Königsbach-Neustadt, denn wer sollte die großartigen Weine und Sekte besser kennen, wie die Damen und Herren, die es ermöglicht haben, dass solche herrlichen Tropfen überhaupt existieren.

Bestätigt wird dies von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, die viele Weine mit Gold-,Silber und Bronzemedaillen ausgezeichnet hat und auch bei der AWC Vienna Wine Challenge haben die Weine von der Kellerei Weinland Königsbach-Neustadt beste Noten erhalten. Nun aber zur Sache, es gilt die Weiss-Rosé- und Rotweine nebst dem roten Sekt zu testen. 

 Foto: Helga König
2015 Chardonnay Trocken 

Der hier verkostete 2015er Chardonnay trocken ist in den besonderen Lagen von Königsbach gewachsen, einem kleinen Weinort, der heute zu Neustadt gehört. Die Weinberge in diesem pittoresken Dorf- Idyll besitzen großartige Voraussetzungen, um allerbeste Weine hervor zu bringen, besteht doch hier ein spezielles Mikro-Klima und eine besondere Bodenbeschaffenheit. Beides eignet sich ideal für den hier kultivierten 2015er Chardonnay trocken. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einem leuchtenden Hellgelb mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte man dem Chardonnay genügend Zeit lassen sich mit Sauerstoff zu vermählen. Jetzt zeigen sich schöne Anklänge in der Nase, die an feine Honignoten, an Minze und an Melisse erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Komponenten bestätigt und durch eine angenehme Säure ergänzt. Die Balance zwischen Frucht und Säure ist sehr gelungen, zudem verfügt der 2015er Chardonnay über einen kräftigen Körper mit einem intensiven Geschmack. Sein langer Abgang bestätigt noch einmal seine ganze Klasse und zeigt wie gelungen dieser Chardonnay ist. 

Deshalb auch haben die Juroren auf der AWC Vienna, der größten international anerkannten Weinbewertung der Welt diesem 2015er Chardonnay trocken die Auszeichnung in Silber verliehen.

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2015 Riesling Kabinett Trocken Königsbacher Ölberg 

Dieser 2015er Riesling stammt aus der Einzellage Königsbacher Ölberg, eine der beiden besonderen Lagen in denen die Winzer der Kellerei Weinland Königsbach-Neustadt ihre exzellenten Weine kultivieren. Diese Spitzenlage wurde bereits bei der Kgl. Bayr. Bodenbewertung von 1828 zu den besten Lagen in der Pfalz gezählt. Der Boden besteht aus einem bunten Mix aus Lehm, Buntsandstein, Merkelkalk und Kalksteingeröll. Durch die süd-östliche Neigung ist der Weinberg zur Morgensonne gerichtet, die ihn bis in den Nachmittag durch direkte Strahlung aufwärmt. Seine vor Kaltluft geschützte Lage hält die Wärme wie in einem Kessel fest. So können hier allerbeste Rieslinge entstehen, wie dieser 2015er Riesling Kabinett trocken. 

Die Farbe des Weines im Glas ist ein helles Gelb mit grünlichen Reflexen. Auch bei diesem wunderbaren Riesling hilft der nötige Sauerstoff, um die ganze Duft- und Geschmacksfülle des Weines zu ermöglichen. Die Nase nimmt höchst animierende Duftnoten von Zitrus-, Pfirsich- und Honignoten wahr, die auch in Mund und Gaumen bestätigt werden. Begeisternd ist zudem das gelungene Frucht-Säure-Spiel, das ein besonders geschmackliches Erleben verspricht. Der frische zitronige lange Abgang komplettiert den herrlichen Gesamteindruck dieses exzellenten 2015er Riesling Kabinett trocken Königsbacher Ölberg. 

Die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz hat den Wein mit der Silbernen Kammerpreismünze ausgezeichnet. 

Der 2015er Riesling Kabinett trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

2015 Rosé Trocken 

Der jetzt verkostete Wein ist ein 2015er Rosé, der trocken ausgebaut wurde. Basis zu diesem Rosé ist eine rotbeerige Traube. Beim Keltern hat der weiße Rebsaft nur kurz auf der Maische verbracht, sodass der rote Farbstoff aus der Beerenhaut dem Wein diesen besonderen Rosé-Ton verleihen konnte. Geprägt von den intensiven Aromen einer Rotwein-Traube ist der 2015er Rosé trocken doch sehr frisch und spritzig. Das macht ihn zu einem Wein der sich ideal als Begleiter zu einem sommerlichen Grillfest eignet, natürlich aber auch zu jeder Form von Antipasti. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer strahlenden Erdbeer-Farbe mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Auch hier ist Sauerstoff vonnöten, will man den Wein in seiner Gesamtheit kennenlernen. Jetzt wird die Nase von Duftnuancen betört, die an Erdbeeren und Himbeeren erinnern, ebenso auch an leichte Anklänge von Pfirsichnoten. Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtaromen geschmacklich bestätigt. Eine erfrischende Säurestruktur trägt die Fruchtnoten famos und gibt diesem 2015er Rosé trocken gleichzeitig einen langen fruchtbetonten Nachhall, der das gesamte Geschmacksbild abrundet. 

Der Wein verfügt über viel Substanz, ebenso über eine nicht zu unterschätzende Kraft und kommt doch frisch und animierend daher. Er stellt die ideale Möglichkeit dar für alle, die sich zwischen einem Weiß- und einem Rotwein nicht entscheiden möchten. Großartig! 

Der Wein hat 13% vol/alc  und sollte bei 8-10 Grad getrunken werden.

 Foto: Helga König
2014 Cabernet Dorsa Trocken 

Dieser 2014er Rotwein trocken stammt von der Rebsorte Cabernet Dorsa. Dabei handelt es sich um eine deutsche gezüchtete Rotweinsorte, die aus einer Kreuzung von Blaufränkisch und Dornfelder entstanden ist. Mit 78 ha Rebfläche ist die Pfalz mit Abstand das größte Anbau-Gebiet für diese Rebsorte. Damit ein solcher Rotwein auch richtig reifen kann, benötigt er Sonne und Wärme. Alles dieses ist in den Weinbergen von Königsbach und Umgebung absolut gegeben. Dies bestätigt auch der kräftige Alkohol-Gehalt des hier verkosteten 2014er Cabernet Dorsa trocken, der auf eine lange intensive Reifezeit hin deutet. 

Die Farbe des Weines im Glas ist tiefrot und die intensive Konsistenz, die sich dem Auge bietet, zeigt an wie dicht und konzentriert der 2014er Cabernet Dorsa trocken ist. Benötigen die Weissweine entsprechend viel Sauerstoff, um sich komplett zu öffnen, so gilt dies für alle Rotweine erst recht. Nach einer guten Belüftung erlebt die Nase wunderbare olfaktorische Eindrücke, die an Vanille und Rauch erinnern. 

Im Mund und am Gaumen punktet der Wein geschmacklich mit einer saftigen Würze und sehr viel Beerenfrucht. Dabei zeigt er sich komplex, wohl strukturiert und mit der richtigen Balance zwischen Frucht und Säure. Der 2014er Cabernet Dorsa trocken verfügt über einen kräftigen Körper und ist geschmacklich sehr intensiv, ohne dominant zu sein. Dies wird bei einem langen Finish erneut bestätigt. Damit zeigt der Wein, dass er einen großen Charakter besitzt, sein Alkohol-Gehalt macht ihn zu einem "ganzen Kerl". Wunderbar! 

Der 2014er Cabernet Dorsa hat 14,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad genossen werden. 

2014 Mithras Rotwein Cuvée Trocken 

Diese 2014er Cuvée ist aus den Rebsorten Cabernet Dorsa, Dornfelder, Merlot und Cabernet Sauvignon entstanden. Alle roten Rebsorten werden in den Weinbergen der Kellerei Weinland Königsbach-Neustadt kultiviert. Welches exzellente Terroir hier vorherrscht, ist bereits zuvor angeklungen, sind doch bestimmte Einzellagen, wie z.B. der Königsbacher Ölberg mit am besten von allen Weinbergen in der Pfalz schon vor fast 200 Jahren bewertet worden. 

Ein solches Terroir bringt großartige Rotweine zustande, wie die hier zum Cuvée vereinten Rotwein-Sorten. Für den gelungenen Ausbau sorgt dann das Team, das für die Vinifizierung der Weine mit viel Wissen und größter Mühe gesorgt hat. Entstanden ist so diese kräftige, prächtige 2014er Mithras Rotwein Cuvée trocken. Der besondere Name dieses Rotweines bezieht sich auf den Kult des persischen Lichtgottes Mithras. Römische Legionäre haben einst diesen Kult in die Region der Pfalz gebracht. Durch das Christentum wurde später der Mithras-Kult allmählich verdrängt. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer dunkelroten, intensiven Farbe mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Um die komplette Palette der Fruchtaromen mit der Nase wahrzunehmen, bedarf es auch jetzt einer genügenden Portion Sauerstoff, um die einzelnen Nuancen zu unterscheiden. Besondere Anklänge an unterschiedliche dunkle Beerenfrüchte werden olfaktorisch registriert und dann im Mund und am Gaumen geschmacklich bestätigt. 

Die 2014er Rotwein-Cuvée ist dicht, sehr konzentriert im Geschmack, dabei komplex und vielschichtig. Sein kräftiger Körper überzeugt mit einer gelungenen Balance zwischen Frucht-Anklängen und der sie tragenden angenehmen Säure. Der lange Abgang bestätigt erneut wie weich und rund die Cuvée daherkommt und jeden Rotwein-Liebhaber so absolut überzeugt. Dies hat auch die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz so gesehen und hat die 2014er Mithras Rotwein Cuvée mit der Goldenen Kammerpreis-Münze ausgezeichnet. 

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius verkostet werden. 

2015 Sekt Königsbacher Meerspinne Dornfelder Halbtrocken. 

Nicht nur exzellente Weine werden in der Kellerei Weinland Königsbach-Neustadt kreiert, ebenso gilt dies für die Sekte die hier angeboten werden. Bekanntlich ist ein Sekt oder Champagner so gut, wie die Grundweine die zur Versektung genommen worden sind. Zu diesem 2015er Sekt hat die Basis ein Wein von der Rebsorte Dornfelder gelegt. Gewachsen sind die Rotwein-Trauben in der exzellenten Lage Königsbacher Meerspinne. Im Keller wurde dieser Dornfelder dann halbtrocken ausgebaut, um so die idealen Voraussetzungen anzubieten, versektet zu werden. Welche außerordentliche Qualität hier entstanden ist, zeigt, dass dieser Sekt von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz mit der Silbernen Kammerpreismünze bewertet wurde. 

Nachdem der 2015er Königsbacher Meerspinne Dornfelder Halbtrocken ins Sekt-Glas gegossen wurde, fällt neben der kräftigen rötlichen Farbe sofort auch die feine Perlage auf, die langsam und stetig an die Oberfläche steigt. Sie ist es auch, die für die feinen Nuancen sorgt, die von der Nase mit Freuden aufgenommen werden. Dabei handelt es sich um Anklänge von Brombeere, Johannisbeere und Holunder. 

Diese Aromen werden geschmacklich in Mund und Gaumen bestätigt, wobei der halbtrockene Ausbau des Dornfelders dem Sekt eher eine besondere Fruchtigkeit verleiht. Gleichzeitig ist der Sekt spritzig und frisch, die beste Voraussetzung, um auf einem Empfang oder einer Party besonders bei den Damen einen wohlschmeckenden Eindruck zu hinterlassen und sie begeistert. Dies kann jedoch nicht hinderlich sein, auch den Geschmack vieler Herren zu treffen. 

Dieser Sekt hat 12,5% vol /ald und sollte bei 6 bis 8 Grad  Celsius getrunken werden.

Alle hier verkosteten Weiss- Rosé- und Rotweine und auch der Sekt haben absolut überzeugt, sind sie doch von bester Qualität und höchstem Niveau. Zugleich muss unbedingt auf das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis hingewiesen werden, das die Kellerei Königsbach-Neustadt ganz besonders auszeichnet. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. und Helga König 


Weinland Königsbach-Neustadt GmbH 
Deidesheimer Str. 12 
67435 Neustadt/Königsbach 
Tel.: 06321 890093-0 
Fax: 06321 890093-67 
E-Mail: info@wg-Koenigsbach-nw.de 
Internet: http://www.wg-koenigsbach-nw.de/weine/probierpaket/probierpaket-bunte-erlebniswelt.html