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Erste Markgräfler Genossenschaft Schliengen-Müllheim e.G. 6 Winzersekte

Im Jahre 1908 wurde die erste Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim im Markgräfler Land, also zwischen Freiburg und Lörrach im westlichen Süd-Baden gegründet. Treibende Kraft dabei war der damalige Ortspfarrer Leonard Winter, der auch erster Geschäftsführer der Genossenschaft wurde. Mittlerweile sind es ca. 900 aktive Winzer-Familien, bei einer Rebfläche von ca. 380 ha, die mit ihrem ganzen Wissen und Können zu dem Erfolg der Ersten Markgräfler Genossenschaft Schliengen-Müllheim beitragen, und dafür sorgen, dass hier Weine und Sekte von ganz besonderer Qualität angeboten werden. 

Viele Winzerfamilien sind bereits in der 4. Generation Mitglieder in der Erzeugergemeinschaft. Unter dem Dach der Genossenschaft vereinigen sich die Betriebe der Ersten Markgräfler Genossenschaft in Schliengen, die Kaiserstühler Winzer vom Silberberg in Bahlingen, die Weinmanufaktur Weingarten Baden, der Markgräfler Lindenhof in Müllheim, die Wein-Linien Graf Zeppelin und Schloss Bürgeln und das Badische Weinhaus Schweiz. Die Philosophie der Ersten Markgräfler Genossenschaft ist ganz auf die beste Qualität ausgerichtet. Dieses wird erreicht durch Mengenbeschränkungen, boden- und ertragsorientierte Düngung, ebenso gezielten, ökologisch vertretbaren und die Umwelt schonenden Pflanzenschutz. Nur bestes Lesegut, von Hand geerntet, wird anschließend schonend und individuell im Keller dann weiter verarbeitet.

Die hier verkosteten Winzersekte werden ausschließlich aus den besten Weinen der jeweiligen Lagen versektet, Ihre Lagerzeit auf der Hefe von 9 bis 20 Monaten ergeben Winzersekte mit feinsten feinperligen Mousseux und einem typischen eleganten Bukett, wobei einige nach Art der klassischen Flaschengärung entstanden sind. 

Edition Sonnenstück – Schloss Bürgeln Cuvée Classic Winzersekt b. A. brut Flaschengärung 

Die Erste Markgräfler Genossenschaft in Schliengen-Müllheim überzeugt mit ganz hervorragenden Winzersekten, wie mit diesem zunächst verkosteten Cuvée Classic brut, hergestellt durch Flaschengärung. In der Edition Sonnenstück-Schloss Bürgeln ist hier ein Sekt gelungen, dessen Grundwein eine Cuvée aus den Rebsorten Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir gekeltert worden ist. Die Trauben wurden per Hand geerntet, hochreif und selektiert. Auf die Flasche gefüllt, konnte die Cuvée 20 Monate in aller Ruhe auf der Hefe reifen, wobei sie brut ausgebaut wurde. 

Im Glas fällt sogleich die feine Perlage auf, die eine wohltuende Frische verspricht. Die Nase registriert zudem fruchtige Anklänge, die an Apfel, Zitrus und Aprikose erinnern. Brut ausgebaut, was in Deutsch hier mit herb zu bezeichnen ist, besticht die Cuvée Classic im Mund und am Gaumen mit viel Geschmack und seinem eleganten, feingliedrigen Ausdruck. Ihr langer Nachhall zeigt erneut wie bestens abgestimmt die Rebsorten des Grundweines gelungen sind und welches fabelhafte Mousseux die Flaschengärung hervor gebracht hat, das den Geschmack aufs Angenehmste animiert, viel nachhaltige Frische beschert und seine Verkoster in allerbeste Laune versetzt. Absolut gelungen! 

Der Winzersekt hat 13% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius getrunken werden. 


2014 Pinot Sekt b. A. Trocken Kaiserstühler Winzer vom Silberberg Bahlingen 

Dieser Winzersekt wurde aus einem Grundwein versektet, der von hellen Pinot-Trauben stammt. Diese sind in der Genossenschaft der Kaiserstühler Winzer vom Silberberg in Bahlingen angebaut worden. Die Genossenschaft 1935 gegründet, wurde im Jahr 2011 Mitglied in der großen Familie der Ersten Markgräfler Genossenschaft Schliengen-Müllheim. Auf einer Rebfläche von rund 120 ha werden in hervorragenden Lagen Weine kultiviert, die sich auch bestens zu großartigen Winzersekten verarbeiten lassen, wie der hier verkostete 2014er Pinot trocken. Die Farbe des Sektes im Glas ist ein brillantes Hellgelb, wobei die aufsteigenden feinen Perlen Frische signalisieren und zudem die Nase mit intensiven Fruchtanklängen versorgen. Dabei zeigen sich olfaktorisch Nuancen die an Mirabellen und Quitten erinnern. 

Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt und durch ein nussiges Aroma ergänzt. Die dezente, feinherbe Säure korrespondiert prächtig mit den fruchtigen Aromen, zusammen bilden sie eine angenehme geschmackliche Einheit, die jeden Liebhaber eines besonderen Winzersektes begeistert, zumal auch der frische Abgang sehr nachhaltig ist. Wunderbar! 

Der 2014er Pinot trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius getrunken werden.

2015 Schliengener Sonnenstück Schloss Entenstein Weißburgunder Brut

Die Trauben zu diesem jetzt verkosteten Winzersekt stammen aus der Einzellage Schliengener Sonnenstück und kommen von der Rebsorte Weißburgunder. Dabei wurde nur gesundes voll ausgereiftes Traubengut vinifiziert, das nach der selektiven Handlese sofort danach äußerst schonend im Keller verarbeitet wurde. Bei einer extra langen Lagerung auf der Hefe ist so ein Winzersekt entstanden, der durch seine Rebsorte geschmacklich geprägt, einen Ausbau erfahren hat, der als brut bezeichnet wird, was am besten mit herb übersetzt werden kann. 

Farblich leuchtet der Winzersekt im Glas hellgelb und dabei registriert das Auge diese feine Perlage, die sehr belebend auf den Verkoster wirkt. Die Nase nimmt entsprechend die aufsteigenden Aromen wahr, die geprägt durch die Weißburgundertraube an Pfirsich, Aprikose und nussige Nuancen erinnern und entsprechend von Mund und Gaumen bestätigt werden. Sehr angenehm ist die Balance von Frucht und gut eingebundener Säure, die bei einem langen, frischen Nachhall zitronig geschmacklich geprägt ist, was zusätzliche angenehme Frische signalisiert. 

Dieser Winzersekt aus der Edition Schloss Entenstein auf Basis des Grundweines von der Rebsorte Weißburgunder ist ein idealer Begleiter zu sommerlichen Abenden mit Freunden, aber auch zu Fisch und bunten Salaten ist er ideal. 

Der 2015er Schliengener Sonnenstück Schloss Entenstein Weißburgunder brut hat 13% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius verkostet werden. 

2014 Schliengener Sonnenstück Schloss Bürgeln Pinot Rosé Trocken 

Ein weiteren besonderer Winzersekt von der Ersten Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim ist dieser Pinot Rosé trocken aus der Edition Schloss Bürgeln. Unter der Edition Schloss Bürgeln, einem baulichen Kleinod hoch über Schliengen, werden ausschließlich finessenreiche Weine angeboten, die von großer Eleganz sind und einen unvergleichlichen Charakter besitzen. Die Pinot Noir Trauben, die den Grundwein zu diesem Pinot Rosé bilden, stammen aus der Spitzenlage Schliengener Sonnenstück. Nur kurz durften die Beerenhäute auf dem Saft verweilen, damit dieser ein leuchtendes Rosé bekam. Danach wurde der Rebsaft vergoren, um anschließend trocken ausgebaut zu werden. Schließlich hat der 2014er Pinot Rosé eine lange Reifezeit auf der Hefe verbracht, um das zu werden, womit er komplett überzeugen kann, ein großartiger Winzersekt der auf Anhieb begeistert.

Im Glas animiert der Pinot Rosé trocken farblich mit einem brillanten Rouge, das durch eine feine Perlage auf sich aufmerksam macht. Dazu registriert die Nase Anklänge die an einen Beerenduft erinnern, wie etwa Erdbeeren und Himbeeren. Mund und Gaumen bestätigen diesen Eindruck geschmacklich wunderbar, wobei die richtige Säure das Geschmacksbild abrundet. 

Für die nötige Frische sorgt das feingliedrige Perlenspiel. Dieser Winzersekt überzeugt mit seiner außerordentlichen Qualität, sein feiner Pinot Geschmack lässt keine Wünsche offen, sodass er bei der Landesprämierung mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Großartig! 

Der 2014er Schliengener Sonnenstück Edition Schloss Bürgeln Pinot Rosé trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius getrunken werden. 

2014 Schliengener Sonnenstück Pinot, Blanc de Noirs Brut traditionelle Flaschengärung 

Zur Verkostung kommt nun dieser 2014er Blanc de Noirs aus der Pinoit Noir Traube. Gewachsen ist das Rebgut in der Lage Schliengener Sonnenstück, die sich ganz besonders für die Spätburgundertrauben eignet. Blanc de Noirs ist die französische Bezeichnung für Weine, die ausgehend von roten Beeren weiß gekeltert werden. Dabei wird der helle Saft der Rotweintrauben unmittelbar nach der Pressung von den roten Beerenhäuten getrennt, damit kein roter natürlicher Farbstoff den Rebsaft einfärben kann. Die intensiven Spätburgunder- Aromen allerdings bleiben so erhalten und geben dem Wein seinen extraktreichen Geschmack. 

Übrigens erfreuen sich Weine der Art Blanc de Noirs in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Dieser Grundwein ist anschließend versektet worden mit einer zweiten Gärung nach der traditionellen Methode der Flaschengärung, oder auch Champagnermethode genannt. Dieser Spitzen-Winzersekt wird in der Ersten Markgräfler Genossenschaft unter der Edition von Schloss Bürgeln geführt. 

Farblich präsentiert sich der 2014er Pinot Blanc de Noirs in einem Hellgelb mit ganz zarten rötlichen Schattierungen. Auch hier wieder diese feingliedrige Perlage, die aufsteigend einen ganz besonderen Aromen-Duft der Nase präsentiert. Anklänge an Kirschen, Brombeeren und leichte Bittermandel werden olfaktorisch registriert. Im Mund und Gaumen findet eine entsprechende Bestätigung statt und wird durch eine angenehme Säure ergänzt. 

Ein solch wunderbarer Winzersekt benötigt immer auch eine langanhaltende Frische, die hier mit viel intensiven Aromennoten festzustellen ist, wobei schließlich alles zusammen in ein großartiges Finish mündet. Ein herrlicher Winzersekt für launige Stunden! 

Der 2014er Pinot Blanc de Noirs brut hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius verkostet werden. 

2014 Chardonnay Brut Edition Schloss Bürgeln traditionelle Flaschengärung 

Ein weiterer hervorragender Winzersekt aus der Edition Schloss Bürgeln wird mit diesem 2014er Chardonnay brut verkostet. Sein Grundwein wurde aus der Rebsorte Chardonnay vinifiziert. Anschließend erhielt er eine zweite Gärung auf der Flasche, das Procedere das bei der klassischen Méthode champenoise zum Einsatz kommt. So entsteht ein facettenreiches Bukett und die Perlage wird besonders feinperlig und tanzt förmlich auf der Zunge. Der 2014er Chardonnay Edition Schloss Bürgeln wurde brut ausgebaut. Um einen Winzersekt von dieser Spitzen-Qualität zu erzeugen, war es notwendig nur absolut gesundes und hochreifes Traubengut zu verwenden, um daraus einen Chardonnay zu kreieren, der durch die traditionelle Flaschengärung sein unvergleichliches Niveau erhält.

Im Glas zeigt sich der 2014er Chardonnay brut in einer brillanten hellgelben Farbe. Auch hier wieder diese wunderbare zarte Perlage, die besonders animierend ist. Die Nase registriert die typischen intensiven Aromen der Chardonnay-Traube, wie etwa Pfirsich und Vanille, die in Mund und Gaumen bestätigt werden. Die Säure trägt die Fruchtaromen vorzüglich, zusammen mit dem Mousseux entwickelt der Winzersekt so eine großartige Frische, die lang anhaltend diesen 2014er Chardonnay brut so begehrenswert macht. 

Da ist es nur allzu verständlich, dass er den Vorzug gegenüber so manchem Champagner erhält, denn sein Geschmack überzeugt komplett. Chapeau! 

Der 2014er Chardonnay brut traditionelle Flaschengärung hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad getrunken werden. 

Nachdem jetzt diese herrlichen Winzersekte der Ersten Markgräfler Winzergenossenschaft mit viel Freude und Vergnügen verkostet worden sind, hier nun unser Fazit: Alle Winzersekte sind von bester Qualität und von einem außerordentlichen Niveau. Dies ist bedingt durch die besonderen Grundweine, die jeweils die Basis für die Versektung gebildet haben. Hier überlassen die Kellermeister der einzelnen angeschlossenen Betriebe nichts dem Zufall, zur Versektung werden nur die besten Weine aus der Genossenschaft genommen. Um anschließend das Optimum zu erreichen, hat man zusätzlich die Methode der klassischen Flaschengärung gewählt und damit spitzenmäßige Winzersekte erzeugt, die auch bei Prämierungen, sei es bei der Berliner Wein Trophy, beim Meininger Verlag oder bei der Landesprämierung mit Goldmedaillen ausgezeichnet wurden. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Winzer der Rheinhessischen Schweiz eG Wöllstein 4 Weissweine, 1 Rotling und 1 Rosé

Die Winzergenossenschaft "Winzer der Rheinhessischen Schweiz" existiert seit dem Jahr 1936. Damit blickt die Genossenschaft auf über 80 Jahre zurück in denen eine vielfältige Erfahrung gesammelt wurde, um Weine zu erzeugen, die auf hohem Niveau und mit bester Qualität von Jahrgang zu Jahrgang immer wieder aufs Neue die Weinliebhaber überzeugt haben. Weil vielleicht nicht jeder gleich auf Anhieb den Namen der Genossenschaft einer Region zuordnen kann, sei so viel gesagt: Die Rheinhessische Schweiz ist ein Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiet gleichen Namens im Südwesten von Rheinhessen zwischen Bad Kreuznach und Alzey. 

Die Winzergenossenschaft umfasst 13 Gemeinden rund um Wöllstein, wo sie auch ihren Sitz hat. Insgesamt bewirtschaften heute 100 Mitglieder eine Rebfläche von etwa 200 Hektar Weinberge. Dabei werden eine Fülle von unterschiedlichen Rebsorten kultiviert, wobei im Rotwein-Bereich hauptsächlich Portugieser, Dornfelder und Spätburgunder dominieren, während bei den weißen Rebsorten vor allem Silvaner, Müller-Thurgau, Riesling und Kerner angebaut werden. Die Qualität der Weine ist uneingeschränkt das Gebot, das sich die Winzer der Genossenschaft kompromisslos auf die Fahnen geschrieben haben. Qualitätsverbesserung durch Ertragsreduzierung ist dabei ein zuverlässiges Kriterium, ebenso die selektive Lese, die gesundes Traubengut garantiert.

Im Keller dann findet eine besonders schonende Verarbeitung der Trauben statt, einschließlich einer gezügelten Kaltvergärung. So werden die natürlichen Bukett- und Aromastoffe erhalten mit der Folge von besonders fruchtigen Weissweinen und farbkräftigen, gehaltvollen Rotweinen. Dieses Ergebnis der Qualitätsoffensive wird nicht nur von den Freunden der Genossenschaft der Rheinhessischen Schweiz durch eine stetig steigende Nachfrage der Weine honoriert, auch die Auszeichnungen bei Landes- und Bundesprämierungen dokumentieren dies eindeutig. Kontinuität bezüglich des Niveaus der Weine wird sowohl durch den Kellermeister Volker Keller bestätigt, der bereits seit 1988 für den Ausbau der Weine verantwortlich ist, als auch durch den langjährigen Geschäftsführer Matthias Heßdörfer der auch schon seit 1994 im Amt ist. Um die erfolgreichen Weine ausgiebig zu verkosten, bietet sich ein Besuch in der 1995 neu erbauten Vinothek an. Danach ist es selbstverständlich problemlos möglich die Lieblingsweine zu erstehen und gleich mitzunehmen. 

2015 Silvaner 

Der hier verkostete Silvaner stammt vom Jahrgang 2015. Er gehört zu einer besonderen Kategorie von Weinen der Winzer der Rheinhessischen Schweiz im Bereich hochwerter Silvaner und wird in der Genossenschaft als Silvaner Collection C geführt. Die Region Rheinhessen ist für ihre gelungenen Weine der Rebsorte Silvaner oder auch Grüner Silvaner bekannt. Neben dem Grünen Silvaner gibt es noch die Spielarten Roter- und Blauer Silvaner. In Rheinhessen hat der Grüne Silvaner ein qualitativ hochwertiges Gütesiegel erhalten, den RS oder Rheinhessen Silvaner, zumal mit etwa 2349 ha Anbaufläche mit Abstand diese Rebsorte am Häufigsten hierzulande kultiviert wird. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer schönen, goldgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Um das gesamte Potential dieses 2015er Sivaner Collection C olfaktorisch und geschmacklich wahrzunehmen, ist zunächst genügend Sauerstoff von Nöten, um den Wein zu öffnen. Jetzt zeigen sich Anklänge in der Nase, die an den Duft von weißen Blüten erinnern, ebenso an Mirabellen und Aprikosen und auch die für den Silvaner so typische Kräutrigkeit. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt und durch eine gut ausbalancierte Säure ergänzt. Dabei gibt sich der Wein vollmundig, fruchtig und frisch und zusätzlich mit einem langen Abgang, der die besondere Qualität dieses 2015er Silvaners noch einmal bestätigt. 

Der Wein ist ideal für die kommenden Sommermonate, wenn draußen gegrillt wird oder man mit Freunden die sommerliche Leichtigkeit feiert. 

Der 2015er Silvaner C hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2016 Weißer Burgunder QbA trocken 

Dieser 2016er Rheinhessen Weißer Burgunder QbA wurde trocken ausgebaut. Weißburgunder oder auf Französisch Pinot Blanc gehört zu den klassischen Burgundersorten, die sich hierzulande immer größerer Beliebtheit erfreuen. Aus Frankreich stammend, wird der Weißburgunder in vielen europäischen Ländern angebaut, hauptsächlich in Deutschland, Italien, Österreich und Frankreich, speziell bei uns führend in Rheinhessen. Da die Rebsorte mittelschwere Böden in warmen Lagen mit ausreichender Wasserspeicherfähigkeit und höherem Kalkgehalt liebt, ergeben sich gerade in den Lagen der Winzer der Rheinhessischen Schweiz Weißburgunder von beachtlichem Format und bester Qualität.

Die Farbe des Weins im Glas ist ein leuchtend helles Gelb mit brillanten Reflexen. Auch hier zunächst wieder genügend Sauerstoff zum Atmen, zumal der 2016er Weißburgunder noch sehr jung ist. Jetzt zeigen sich olfaktorisch schöne Aromen-Anklänge nach Birne und Melone. Diese Frucht-Nuancen korrespondieren prächtig mit einer angenehmen Beerensäure, die für eine harmonische Balance von Frucht und Frische sorgen. Es ist dieses gelungene Frucht-Säure-Spiel, das auf Anhieb begeistert. Der lange Nachhall bestätigt dann noch einmal wie gelungen der hier verkostete 2016er Weißburgunder ist. Zum täglichen Glas Wein zur Erbauung eignet er sich prächtig, als Begleiter von leichten sommerlichen Speisen ist er ideal. 

Der 2016er Weißer Burgunder trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2016 Rotling feinherb "Rot küsst Weiss"

Zur Verkostung steht jetzt dieser 2016er Rotling an der feinherb ausgebaut wurde. Die Winzer der Genossenschaft haben ihm den Beinamen "Rot küsst Weiß" gegeben, was auch schon etwas über die Vinifikation dieses Rotlings aussagt. Zum besseren Verständnis nur so viel: Rotling ist ein Wein der aus einem Verschnitt von weißen und roten Trauben entsteht. Diese dürfen beim Verschnitt bereits eingemaischt sein, müssen aber zusammen gekeltert werden. Bei diesem 2016er Rotling feinherb ist es zu einer gelungenen Symbiose aus Müller-Thurgau und Dornfelder gekommen. Als kleiner Exkurs, Rotling darf nicht mit Rosé verwechselt werden, handelt es sich doch hierbei um einen aus roten Trauben gekelterten Roséwein während beim Rotling sich weiße und rote Rebsorten nach der eigenständigen Kelter vermählen, um dann im verschnitten Zustand weiter vinifiziert zu werden. 

So ist dieser wunderbare 2016er Rotling feinherb entstanden mit dem poetischen Zusatz "Rot Küsst Weiß". Bei den Juroren der Landwirtschaftskammer hat dies auch geschmacklich einen sehr positiven Eindruck hinterlassen, sie haben den Wein mit der silbernen Kammerpreismünze prämiert. Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellen himbeerroten Farbe. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf die nötige Sauerstoff-Zufuhr, die den Rotling animiert sich zu öffnen. Die Nase wird danach beglückt mir Aromen von Erdbeeren, Himbeeren und einer mineralischen Komponente. Im Mund und am Gaumen werden diese olfaktorischen Komponenten geschmacklich bestätigt und durch Anklänge an Aprikosen ergänzt. Dabei ist es die richtige Säure, die den Geschmack des 2016er Rotlings richtig ausbalanciert, damit der feinherbe Ausbau auch noch frisch und spritzig herüberkommt. Dies bestätigt auch das lange, animierende Finish, wobei besonders die Damen sehr entzückt sein werden. 

Der Wein hat moderate 10% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2016 Wöllsteiner Rheingrafenstein Dornfelder Rosé Trocken 

Dieser 2016er Rosé trocken ist in der Lage Wöllsteiner Rheingrafenstein gewachsen. Das Traubengut stammt von der roten Rebsorte Dornfelder, die in Rheinhessen besonders gut gedeiht. Roséweine sind sehr hellfarbige Weine aus roten Trauben, die wie Weißweine hergestellt werden. Die Beeren dürfen dabei nicht oder nur wenige Stunden auf der Maische liegen. Je nach Intensität mit den Beerenhäuten ist Rosé unterschiedlich gefärbt. Dies reicht von lachsfarben bis kirschrot. Rosé wird hierzulande immer beliebter, sein Marktanteil ist in den letzten Jahren von 2% auf 8% gestiegen. Gerade die Rebsorte Dornfelder eignet sich besonders zur geschmackvollen Vinifikation von Roséwein, wie der hier verkostete 2016er Wöllsteiner Rheingrafenstein Rosé eindrucksvoll beweist.

Im Glas zeigt sich der Wein in einem leuchtenden Lachsrot. Der junge Rosé benötigt ebenfalls Sauerstoff um sich richtig zu präsentieren, also bitte nicht vergessen. Danach zeigen sich Aromen in der Nase, die an Himbeeren, Brombeeren und rote Johannisbeeren erinnern, ebenso an Zitrusblüte. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt und durch eine ausbalancierte Säure ergänzt, die die Fruchtanklänge bestens trägt. Dabei mundet der 2016er Rosé frisch und fruchtig, wobei gerade der zitronige Abgang besonders willkommen ist, wenn man ein Glas Wein zur Entspannung und Erbauung an Sommerabenden trinkt.

Der 2016er Dornfelder Rosé trocken hat moderate 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2016 Wöllsteiner Ölberg Rivaner Trocken VEGAN 

Zur Verkostung folgt jetzt ein Weißwein aus der Rebsorte Rivaner, der aus der Lage Wöllsteiner Ölberg stammt. Der Wein wurde trocken ausgebaut. Rivaner ist weitaus bekannter unter dem Namen Müller-Thurgau, einer Kreuzung von der sein Züchter Herman Müller aus Thurgau in der Schweiz 1882 in der Forschungsanstalt Geisenheim glaubte Riesling mit Silvaner gekreuzt zu haben. Daher stammt auch der ursprüngliche Name der neugezüchteten Rebsorte Rivaner. Erst hundert Jahre später wurde allerdings mit neuesten Gentests festgestellt, dass es sich tatsächlich um die Kreuzung von Riesling und der heutzutage nahezu unbekannten Rebsorte Madelaine Royale handelt. 

Müller-Thurgau alias Rivaner ist noch immer die weltweit erfolgreichste Weißweinneuzüchtung. Rheinhessen ist mit Abstand die Region, wo Rivaner(Müller-Thurgau) am häufigsten bundesweit angebaut wird, eignet sich doch hier das Terroir besonders gut, wie sich bei diesem 2016er Rivaner trocken zeigt. 

Die Farbe des Weins im Glas ist ein helles Gelb mit brillanten Reflexen. Achtung, auch hier nicht vergessen, den Rivaner genügend zu beatmen. Sofort zeigen sich schöne Anklänge an Sommeräpfel, Aprikosen und Pfirsichnoten in der Nase, die von einem Hauch von Muskat begleitet werden. Die Fruchtaromen korrespondieren prächtig mit einer gut eingebunden Säure, zusammen geben sie ein geschmackvolles Frucht-Säure-Spiel ab. 

Der 2016er Rivaner trocken verfügt über viel Substanz, ist sehr animierend und besitzt einen belebenden, langen Abgang, der so mit der nötigen Frische punktet. Als Wein zur täglichen Freude eignet sich der Rivaner hervorragend, als Begleiter zu hellem Fleisch, Geflügel und Edelfischen ist er ideal. 

Der 2016er Wöllsteiner Ölberg Rivaner trocken Vegan hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2016 Wöllsteiner Rheingrafenstein Grauer Burgunder Spätlese Trocken 

Schließlich wird zum Schluss unserer Verkostungsreihe diese 2016er Grauburgunder Spätlese trocken getestet, die in der Lage Wöllsteiner Rheingrafenstein gewachsen ist. Der Wein aus der edlen Burgundertraube, die in der Prädikatstufe Spätlese ausgebaut wurde, stammt aus der bekannten Lage Wöllsteiner Rheingrafenstein. Die Winzer der Rheinhessischen Schweiz aus Wöllstein haben sich ganz der Qualität ihrer Weine verschrieben. Sie unternehmen alles damit sie mit ihrem individuellen Geschmack, ihrem Niveau und mit ihrem Terroir überzeugen und sortentypisch sind. Die Qualitätsverbesserung findet durch Ertragsreduktion statt, ebenso durch eine schonende Verarbeitung der Trauben im Keller, wobei modernstes Gerät zum Einsatz kommt, wie z.B.durch die Installierung einer Kühlanlage, die so für den Erhalt der natürlichen Bukett- und Aromastoffe sorgt.

Das Ergebnis sind großartige Weine, wie die hier verkostete 2016er Grauburgunder Spätlese trocken. Im Glas zeigt sich der Wein in einem intensiven Goldgelb. Gerade eine solche frische, vielschichtige Spätlese bedarf der Vermählung mit Sauerstoff, also aufgepasst vor der olfaktorischen Prüfung. Die Nase wird beglückt mit eleganten Aromen, die an Aprikosen, gelbe Pfirsiche und eine feine Mandelnote erinnern. Im Mund und am Gaumen findet die geschmackliche Bestätigung statt, wobei die Fruchtaromen bestens von einer gelungenen Säure präsentiert werden. Der Wein punktet mit einem vollen Körper, ist extraktreich und besitzt viel Kraft und Fülle. Wie gelungen und animierend die 2016er Grauburgunder Spätlese daherkommt, zeigt sich auch bei einem nicht enden wollenden Nachhall, der zudem frisch und ausbalanciert den Verkoster komplett überzeugt. 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

Nachdem wir jetzt die 4 Weißweine, den Rotling und den Rosé mit Freude verkostet haben, hier unser abschließendes Fazit: 

Alle Weine aus der Genossenschaft der Winzer der Rheinhessischen Schweiz haben mit ihrer Qualität und ihrem Niveau überzeugt. Sie sind authentisch, verkörpern das Terroir ihrer Lagen in denen sie gewachsen sind und begeistern durch viel Frucht und die ausgewogene Balance, die ihnen die richtige Säure beschert. Dabei sind sie geschmackvoll und frisch und eignen sich sowohl zu einer fröhlichen Runde mit Freunden, als auch zur Begleitung der entsprechenden, feinen Speisen, die dann zusammen mit den hier vorgestellten Weinen der Winzer der Rheinhessischen Schweiz eine gelungene Einheit bilden. Die Qualität der Weine aus Wöllstein ist auch nicht der Landwirtschaftskammer von Rheinland-Pfalz verborgen geblieben, deshalb haben sie z.B. auch den 2016er Rotling feinherb mit der Silbernen Kammerpreismünze ausgezeichnet. Kurzum, die Weine der Winzer der Rheinhessischen Schweiz schmecken einfach gut, deshalb sagen wir: 

Sehr empfehlenswert 

 Peter J. und Helga König


Winzergenossenschaft Leiselheim am Kaiserstuhl eG 3 Weissweine, 2 Rotweine und 1 Winzersekt

Die kleine aber feine Winzergenossenschaft Leiselheim liegt am nördlichen Kaiserstuhl. Der Ort Leiselheim selbst gehört zu der Gemeinde Sasbach am Kaiserstuhl. Zur Genossenschaft zählen 140 Winzer, die insgesamt etwa 65 ha Rebfläche kultivieren. Seit 1992 wird ein Teil der erzeugten Weine eigenständig vermarktet. Dabei sind die Hauptrebsorten Ruländer/Grauburgunder und Spätburgunder. Hinzu kommen weitere Sorten, wie: Müller-Thurgau, Weißer Burgunder, Muskateller und Gewürztraminer. Dies alles sind Rebsorten, für die die Weinberge am Kaiserstuhl weltberühmt sind, so auch von der Leiselheimer Winzergenossenschaft. Das Terroir in den Leiselheimer Weinbergen ist durch die Lösshänge und den steinigen Vulkanboden, ebenso auch durch das ganz besondere Klima am Kaiserstuhl in der südlichen Rheinebene geradezu prädestiniert für hervorragende Weine besonders von der Burgundertraube. Berühmt ist auch die Spitzenlage am Leiselheimer Hausberg, "das Leiselheimer Gestühl". 

Seit 1768 wird das Gestühl mit Reben bepflanzt. Durch diesen historischen Platz, im Mittelalter befand sich hier ein bedeutender Gerichtsstand, bekam erwiesenermaßen die gesamte Erhebung im Rheintal seinen Namen, der bekanntermaßen Kaiserstuhl lautet. Die Winzer der Leiselheimer Genossenschaft unternehmen alles, damit das Potential der Lage Leiselheimer Gestühl optimal den Weinen zugutekommt. So gehören die naturnahe Weinbergspflege, der Rebschnitt und die selektive Lese genauso dazu, wie die unmittelbare, schonende Verarbeitung der Trauben im Keller. Zusammen mit der großen Erfahrung des Kellermeisters entstehen so Weine, die vielfach ausgezeichnet wurden, etwa mit der Gold- und Silbermedaille des Badischen Weinbauverbandes. Die Spitzenweine, ebenso der besondere Winzersekt, natürlich nach traditioneller Flaschengärung, werden unter der Edition Meerwein in der Leiselheimer Genossenschaft angeboten. Nun aber zur Verkostung:

2015er Leiselheimer Gestühl Weißer Burgunder Qualitätswein Trocken 

Der hier verkostete 2015er Weißburgunder stammt aus der Spitzenlage "Leiselheimer Gestühl". Der Wein wurde trocken ausgebaut. Die Lage Leiselheimer Gestühl gilt als herausragend in der Region. Bereits seit dem Jahre 1768 wird vor Ort urkundlich Wein angebaut. Hier am nordwestlichen Rand des Kaiserstuhls, der wie bereits erwähnt seinen Namen nach dem Leiselheimer Gestühl bekommen hat, ist das Terroir ideal ganz besonders für die Burgunder-Rebsorten, also auch für diesen großartigen 2015er Weißburgunder trocken. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor es zur olfaktorischen Prüfung kommt, sollte man dem Weißburgunder zunächst die Chance geben, durch genügend Sauerstoff sich duft- und geschmacksmäßig zu öffnen. Danach zeigen sich angenehme Aromen in der Nase, die an reife Äpfel, Melonen und Birnen erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Fruchtnuancen sehr eindeutig geschmacklich bestätigt. Die bestens eingebundene, belebende Säure sorgt für einen großartigen Frucht-Säure-Bogen, sie trägt die fruchtigen Anklänge ideal. Auch der lange Nachhall bestätigt den trockenen Akzent, zeigt aber auch gleichzeitig wie viel Frische dieser fruchtige Weißburgunder besitzt. Deshalb eignet er sich bestens für das tägliche Glas Wein zur Erfrischung, im Kreis von Freunden als gekühlter Terrassenwein bleibt es dann bestimmt nicht bei einer Flasche, dafür schmeckt er zu gut.

Der 2015er Leiselheimer Weißer Burgunder trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2015er Leiselheimer Gestühl Grauer Burgunder Spätlese Trocken 

Mit diesem 2015er Leiselheimer Gestühl Grauer Burgunder trocken kommt ein weiterer Wein zur Verkostung, der das großartige Terroir des Leiselheimer Gestühls zur Grundlage hat. Dieser Grauburgunder wurde in der Prädikatsstufe Spätlese ausgebaut. Das Klima am Oberrhein ist geradezu prädestiniert für einen solchen Prädikatswein, gibt es doch am Kaiserstuhl die meisten Sonnenstunden überhaupt in Deutschland. Wie gelungen diese 2015er Grauburgunder Spätlese trocken ist, wird durch die Tatsache untermauert, dass sie mit der Goldenen Medaille des Badischen Weinbauverbandes ausgezeichnet wurde. 

Die Farbe des Weins im Glas ist ein helles Gelb mit brillanten Reflexen. Auch hier sollte zunächst darauf geachtet werden, dass der Wein mit genügend Sauerstoff vor der Verkostung vermählt wurde. Jetzt gibt der Duft die fruchtbetonten Aromen nach Äpfeln und reifen Birnen preis, der ergänzt wird durch leichte Anklänge an etwas Banane und Zitrus. Mund und Gaumen bestätigen das olfaktorische Ergebnis geschmacklich. Für die eindeutige Präsenz der Fruchtnoten sorgt diese wunderbar tragende Säure, die dem Wein auch die nötige Substanz und geschmackliche Kraft gibt. 

Wie absolut gelungen diese 2015er Grauburgunder Spätlese trocken ist, wird noch einmal durch den langen Abgang bestätigt, der die intensive Frucht, die zitronige Säure und die dabei ungemeine Frische bestätigt. Einfach großartig dieser Sitzen-Grauburgunder von den Leiselheimer Winzern. 

Die 2015er Leiselheimer Gestühl Grauer Burgunder Spätlese trocken hat gestandene 14% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

2014er Leiselheimer Gestühl Spätburgunder Rotwein Kabinett Trocken. 

Sind die hellen Burgunder aus der Lage Leiselheimer Gestühl der Genossenschaft so prächtig gelungen, so zeigt sich der Spätburgunder in seiner geschmacklichen Klasse den Weissweinen in nichts nachstehend. Dazu ist das Terroir in der Lage, in denen der 2014er Spätburgunder Kabinett trocken gewachsen ist, für diese Rebsorte einfach nur phänomenal. Von der naturnahen Bodenpflege, dem geeigneten Rebschnitt, der selektiven Lese und der äußerst schonenden Kellerarbeit, alles dient der Leiselheimer Genossenschaft und seinen Winzern nur zu einem Ziel: "der Qualität". Und damit kann dieser Prädikats-Spätburgunder zweifellos aufwarten. 

Dies haben auch die Juroren des Badischen Weinbauverbandes so gesehen, sie haben diesem 2014er Leiselheimer Gestühl Spätburgunder Kabinett trocken die Goldene Medaille verliehen. Im Glas zeigt sich der Wein in einer dunklen rubinroten Farbe mit leicht violetten Reflexen an der Oberfläche. Sollte der Weisswein genügend belüftet werden, damit er sein ganzes Potential offerieren kann, so gilt dies für einen solchen exzellenten Roten erst recht. 

Danach registriert die Nase fruchtige Aromen nach frisch geernteten Süßkirschen, Blutorangen und schwarzen Waldbeeren. Im Mund und am Gaumen werden diese olfaktorischen Anklänge großartig geschmacklich bestätigt. Der Spätburgunder verfügt über eine angenehme samtige Herbe mit milder Säure und ist dabei gehaltvoll, mit einer ansprechenden Struktur, ausgewogen in seiner Art, dabei dicht und durchaus komplex. Bei einem langen Finish zeigt sich noch einmal die ganze Klasse dieses Spitzen-Spätburgunders, der absolut zu überzeugen weiß. Wunderbar und mit Recht mit Gold ausgezeichnet! 

Der 2014er Leiselheimer Gestühl Spätburgunder Kabinett trocken hat 12,5 vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius getrunken werden. 

2015er Leiselheimer Gestühl Spätburgunder Rotwein Trocken im Barrique gereift  Edition Meerwein

Dieser 2015er Spätburgunder ist ebenfalls in der Spitzenlage Leiselheimer Gestühl gewachsen. Der Rotwein wurde trocken ausgebaut. Seine Reife hat der 2015er Spätburgunder im Barrique erlebt. Dieser Premium-Wein wird in der Edition Meerwein der WG Leiselheim geführt. Hier sind nur die allerbesten Tropfen zugeordnet, die die Spitze der Weine der Leiselheimer Winzer darstellen. Der Ausbau im Barrique bedeutet erfahrungsgemäß, dass jeweils die besten Weine eines Jahrganges diesen Reifeprozess im Eichenholzfass erleben dürfen. 

Der Name der Edition Meerwein stammt übrigens von einem der größten Söhne der Gemeinde Leiselheims, dem Flugpionier Carl Friedrich Meerwein, dem 1784 mit einer selbst gebauten Flugmaschine ein kurzer Probeflug von einer Anhöhe gelang. Ihm sind die besten Weine der Leiselheimer Winzer in der Edition Meerwein gewidmet, so auch dieser 2015er Spätburgunder trocken, Barrique. Der badische Weinbauverband hat diese überragende Qualität mit der Goldenen Medaille gewürdigt. Die Farbe dieses großartigen Rotweins aus der Spätburgundertraube ist ein sehr tiefdunkles, kräftiges Rubinrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Sauerstoff ist auch hier ein wichtiges Thema, besonders dann wenn der Spätburgunder im Eichenholzfass ausgebaut wurde und noch relativ jung ist. 

Vor der Verkostung sollte der Wein etwa 2 bis 3 Stunden dekantiert werden. Jetzt zeigen sich deutlich die wunderbaren Aromen in der Nase, die an Süßkirschen und Zwetschgen erinnern und von einer erkennbaren Vanillenote begleitet werden. Diese olfaktorischen Nuancen gibt es ebenso geschmacklich in Mund und Gaumen. Die gut ausbalancierte milde Säure harmoniert prächtig mit den Geschmacksaromen, wozu eine samtige Gerbstoffstruktur bestens beiträgt. Bei einem langen, nachhaltigen Abgang wird noch einmal deutlich, wie voll, intensiv und rund dieser 2015er Spätburgunder trocken wirklich ist. Absolut Spitze! 

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius verkostet werden. 

Weißer Burgunder Sekt Leiselheimer Gestühl Extra Trocken Flaschengärung Edition Meerwein 

Ein weiteres Highlight aus der Edition Meerwein ist dieser Weißburgunder Sekt extra trocken. Sein Grundwein stammt von den besten Weißburgunder Weinen, die in der Lage Leiselheimer Gestühl gewachsen sind. Bekanntlich kann ein Sekt nur so gut sein, wie der Wein, aus dem er versektet wurde. Deshalb auch hat der Kellermeister der Leiselheimer Genossenschaft nur ausgesuchte allerbeste Weißburgunder genommen, um den Sekt dann nach der traditionellen Flaschengärung heranreifen zu lassen. 

In der Ausbaustufe extra trocken ist so ein klassischer Sekttyp entstanden, der sich ideal zu feinen Speisen eignet, etwa wie zu Spargelgerichten und Meeresfrüchten, aber auch zum Empfang oder zu einer fröhlichen Zweisamkeit bestens passt. Im Glas fällt zunächst die leuchtend hellgelbe Farbe ins Auge, gefolgt von der feinen Perlage, die sofort Frische signalisiert. Die Nase nimmt dann zarte Blütenaromen wahr, ebenso Anklänge an Quitten und Oleanderblüten. Die Fruchtaromen werden auch im Mund und am Gaumen geschmacklich notiert und durch Nuancen von feinfruchtigen, grünen Apfelsorten ergänzt. 

Hier zeigt sich wie exzellent der Weißburgunder ausgebaut war, der dann zur Versektung genommen worden ist. Dieser Premium-Winzersekt, auf der Flasche vergoren, hat alle wunderbaren Eigenschaften, die ihn so begehrenswert machen. Er ist fruchtig, nach ausgeprägter Art des Weißburgunders, feinperlig, mit einer wohltuenden frischen Säure ausgestattet und immens animierend. Ein solches Sektvergnügen begeistert seine Liebhaber sofort. Deshalb auch seine Zugehörigkeit zur Premium-Klasse, der Edition Meerwein und die Auszeichnung mit der Silbermedaille des Badischen Weinbauverbandes. Chapeau! 

Der Weißburgunder-Sekt extra trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 12 Grad Celsius genossen werden.

Nachtrag:

2016 Ä echde Kaiserstühler Weißwein Cuvée feinherb

Die jetzt verkostete 2016er Cuvée wurde feinherb ausgebaut. Zur Vinifizierung dieses Weißweins ist nur gesundes, reifes Traubengut aus der Lage Leiselheimer Gestühl genommen worden, das sofort nach der Ernte zur möglichst schonenden Pressung in den Keller gebracht wurde. Das Terroir im Leiselheimer Gestühl eignet sich prächtig für frische, fruchtige Weißweine, die zusammen einen herrlichen Qualitätswein entstehen lassen, wie diese geschmacklich sehr animierende 2016er Cuvée feinherb zeigt.

Im Glas leuchtet der Wein in einem hellen Gelb mit brillanten Reflexen. Junge Weine und besonders dann wenn sie eine solche beachtliche Qualität besitzen wie die hier verkostete Cuvée sollten zunächst genügend beatmet werden, damit der Sauerstoff ihr Potential aktiviert. Jetzt zeigen sich sehr fruchtbetonte Aromen in der Nase, die an reife Stachelbeeren und frisch geerntete Sommeräpfel erinnern. Zusätzlich gesellen sich noch feine Muskatnoten hinzu.

Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtnoten geschmacklich bestätigt und durch eine frische Säure ergänzt. Der feinherbe Ausbau bedingt, dass auch eine leicht süßliche Komponente den Geschmack abrundet. Der Wein ist präsent und mit einem angenehm nicht zu kräftigen Körper ausgestattet, dazu rund und voll, elegant und frisch im Abgang. Dabei zeigt sich noch einmal dieser Anklang an Fruchtsüße, die die Cuvée überaus animierend macht. Im Kreise von Freunden auf der sommerlichen Terrasse ist der Wein äußerst begehrt, als Begleiter von sommerlichen Salaten und Spargel und Meeresfrüchten geradezu ideal.

Die 2016er Cuvée feinherb hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

Nachdem wir jetzt die vier Burgunder-Weine, Weißburgunder, Grauburgunder, ein Weißwein- Cuvée, zwei Spätburgunder und den Winzersekt der Leiselheimer Genossenschaft vom Kaiserstuhl verkostet haben, hier unser Fazit: Alle prächtigen Weine und ebenso der Sekt stammen von der Spitzenlage des nördlichen Kaiserstuhls, dem Leiselheimer Gestühl. Gerade in dieser Lage vereint sich alles, was die Weine dort und gerade die Burgundersorten so grandios machen. Das Terroir lässt Weine entstehen, wie die hier verkosteten, die auf höchstem Niveau und von allerbester Qualität sind. Dazu tragen nicht nur Klima und Bodenbeschaffenheit bei, es ist auch die unermüdliche, nachhaltige Arbeit der Winzer im Weinberg, die voll Herzblut alles geben, damit solche Spitzenweine entstehen können. Der Kellermeister der Leiselheimer WG sorgt dann mit seinem fundierten Wissen und seinem Gefühl für großartige Weine dafür, sodass das Terroir des Leiselheimer Gestühl ganz authentisch und individuell mit viel Charakter auf die Flasche kommt. 

Eine Fülle von Gold- und Silbermedaillen des Badischen Weinbauverbandes dokumentieren die Sonderklasse der edlen Weine der Leiselheimer Genossenschaft, die sich zu Recht mit dem Attribut auszeichnet: Klein aber fein. Neben allem Gold und Silber ist es aber die große Zahl von Freunden und Liebhabern der Leiselheimer Genossenschafts-Winzer, die gerne zu Weinproben und Events in die Probierstube und auf das Anwesen der Genossenschaft kommen, um hier nicht nur die großartigen Weine zu verkosten und Freude zu haben, sondern ihre Lieblingstropfen dann auch gleich mit nach Hause nehmen. 

Maximal empfehlenswert.

Peter J. und Helga König

Weinparadies Freinsheim/Pfalz Winzerverein 2 Weissweine, 1 Rosé und 3 Rotweine

Der Freinsheimer Winzerverein besteht seit dem Jahre 1912. Freinsheim ist eines der pittoresksten Weinbau-Gemeinden in der Pfalz, mit seinem alten, malerischen Kern und seiner komplett erhaltenden Stadtmauer. Bereits seit über hundert Jahren ist die Winzergenossenschaft in ihrem ursprünglichen, historischen Gebäude noch immer zuhause, wo einst 115 Winzerfamilien ihre genossenschaftliche Vereinigung gründeten.

Ein Jahrhundert lang eigenständig, entschieden sich die Mitglieder der Freinsheimer Winzergenossenschaft zu einer Fusion mir den Genossen der Vier Jahreszeiten Winzer e.G. in Bad Dürkheim. Dies stellte sich als notwendig heraus, damit so eine wirtschaftliche Betriebsgröße entstehen konnte, die es erlaubt, nach neuesten Erkenntnissen und mit modernster Technik Weine zu produzieren, die auf höchstem Niveau sind. Nach dem Zusammenschluss erfolgte die Namensgebung in das heutige "Weinparadies Freinsheim". 

Heute bewirtschaften die Winzer des Weinparadies Freinsheim etwa 115 ha Rebfläche. Dabei nutzen sie das großartige Terroir ihrer Lagen dazu, beste Weine mit traditionellen und internationalen Rebsorten zu kreieren. Natürlich spielt die naturnahe Pflege der Weinberge genauso eine wichtige Rolle, wie der geeignete Rebschnitt, die selektive Lese und die schonende Verarbeitung im Keller. Primär entstehen die Weine im Weinberg, da sind sich die Winzer des Weinparadies Freinsheim einig. Dieses Potential gilt es bei der Vinifizierung authentisch umzusetzen, wobei die Handschrift des Kellermeisters dafür sorgt, dass die Weine ihren individuellen, unverwechselbaren Charakter erhalten. 

Das Weinparadies Freinsheim e.V. besitzt drei verschiedene Weinlinien. Zunächst ist da die Linie namens Weingut Heinrich Gies, einem Weingut, das vom Weinparadies gepachtet, eigenständige exzellente Weine von höchstem Standard erzeugt, und als vollmundige Gutsabfüllungen mit einer besonderen Dichte, Aroma und Struktur punkten. Gleichzeitig existiert daneben die Premiumlinie "1912", die auf die über hundertjährige Geschichte des Weinparadieses mit dem Gründungsjahr und den traditionellen Weinen der Pfälzer Heimat hinweisen soll. Hier werden die besten Freinsheimer Weine angeboten, die selektiert geerntet, separat ausgebaut wurden. Nach mehrmonatigem Ausbau in Holz- und Barrique-Fässern stellen sie die Spitze des Freinsheimer Sortiments dar. 

Last but not Least sind da die Weine der Linie "Freinsheimer Paradies". Sie sind als frische, fruchtige Tropfen die hervorragende Basisqualität der Freinsheimer Weine, die mit einem großartigen Preis-Genuss-Verhältnis sich hervorragend zum täglichen Glass Wein zur Entspannung eignen. Aber das Weinparadies Freinsheim e.V. hat noch weitaus mehr zu bieten, als solche ausgezeichneten Weine. Zum Stöbern, Probieren und Einkaufen bietet sich die Vinothek an, wo bei fachmännischer Beratung in aller Ruhe alle angebotenen Weine täglich getestet werden können. Des Weiteren ist der Freinsheimer Genossenschaft ein Restaurant mit Pfälzer Spezialitäten und eine gemütliche Weinstube angeschlossen. 

Natürlich gibt es zudem Kellerführungen und spezielle Weinproben. Bei organisierten Wanderungen in den Freinsheimer Weinbergen können Interessierte erfahren, wo die Weine des Weinparadieses gewachsen sind und wieviel Mühe sich die Winzer geben, damit hier großartige Tropfen entstehen. Authentischer kann man Weine nicht erleben, wenn diese dabei Vorort gemeinsam mit einer Pfälzer Vesper verkostet werden können. Danach lassen sich die Weine in der Vinothek erstehen, die auf Anhieb begeistert haben. Wer zu seiner Entscheidung, welcher Wein es werden soll etwas mehr Zeit benötigt, kann mühelos und ganz einfach von zuhause seine Lieblingstropfen im Onlineshop des Weinparadies Freinsheim direkt bestellen. Hier nun das Ergebnis unserer Verkostung: 


2016er Chardonnay trocken 

Der hier verkostete Chardonnay trocken ist ein ganz junger Wein des Jahrgangs 2016. Er gehört zur Weinlinie "Weinparadies Freinsheim". Dass eine solche internationale Rebsorte in den Freinsheimer Lagen bestens gedeiht, zeigt über welches großartige Terroir die Winzer vom Weinparadies Freinsheim verfügen. Chardonnay ist eine der wichtigsten und bekanntesten Weissweinsorten weltweit. Dank ihrer Anpassungsfähigkeit entstehen in allen bekannten Anbau-Gebieten rund um die Welt großartige Weine dieser Rebsorte. Berühmt sind sie in Frankreich, etwa in den Gebieten Pulingny, Meursault-Montrachet, Corton-Charlemagne und Chablis. Doch auch dieser 2016er Chardonnay trocken verfügt über eine außerordentliche Qualität. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, benötigt der 2016er Chardonnay trocken genügend Sauerstoff um sein ganzes Duft-Potential zu offerieren. Jetzt zeigen sich Anklänge in der Nase, die an Pfirsich und tropische Früchte erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Frucht-Nuancen bestätigt. Es ist die bestens eingebundene Säure, die für ein frisches Frucht-Säure-Spiel sorgt und dem Wein sein geschmackliches Potential gibt. Bei einem langen Abgang wird noch einmal klar, über welche aromatisch- würzige Präsenz der 2016er Chardonnay verfügt. 

Mit Freunden bleibt es da auf der Terrasse nicht unbedingt nur bei einer Flasche, dazu schmeckt er einfach zu gut. 

Der Wein hat 12,5% vo/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.   


2015er "1912" Riesling Spätlese Trocken 

Kennzeichnung "1912" bedeutet bei den Weinen des Weinparadies Freinsheim, dass sie zur Premium-Linie der Genossenschaft gehören. So auch diese 2015er Riesling Spätlese, die trocken ausgebaut wurde. Wie ausgezeichnet dieser Wein gelungen ist, zeigt mit wieviel Akribie und Herzblut die Winzer der Freinsheimer Genossenschaft sich um die Weine bemühen. Dabei gilt ihre ganze Anstrengung sowohl der naturnahen, intensiven Pflege der Lagen, der selektiven Handlese und der direkten, äußerst schonenden Verarbeitung im Keller mit modernsten technischen Geräten, gepaart mit dem ganzen Wissen eines erfahrenen Kellermeisters. 

Alle Kriterien führen dazu, eine solche großartige Riesling Spätlese trocken zu erzeugen. Dies sieht auch die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz so, die diesen Wein mit der Bronzenen Kammerpreismünze ausgezeichnet hat. 

Die Farbe der 2015er "1912" Riesling Spätlese trocken ist ein leuchtendes Hellgelb mit grünlichen Reflexen. Zunächst sollte dieser Spitzen-Riesling mit der richtigen Portion Sauerstoff vermählt werden, damit er sich duft- und geschmacksmäßig optimal öffnen kann. Jetzt wird die Nase mit einer Duftfülle verwöhnt nach einem Korb voller Pfirsiche, Reneclauden und Zitrusblüten. Mund und Gaumen bestätigen das großartige olfaktorische Ergebnis geschmacklich absolut. Es ist das feine Säurespiel, das die Fruchtnuancen bestens trägt und ihnen zu diesem animierenden Auftritt verhilft. 

Die Riesling Spätlese verfügt über eine wunderbare Balance, einen intensiven, frischen Geschmack und einen langen Abgang, der noch einmal das großartige Wein-Erlebnis Revue passieren lässt. Diese 2015er Riesling Spätlese trocken demonstriert sehr eindrucksvoll, wie gelungen die Premium-Weine der Freinsheimer Winzer sind. Einfach nur großartig! 

Der Wein hat 13,5% vo/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

2015 Freinsheimer Spätburgunder Rosé trocken 

Der jetzt verkostete 2015er Spätburgunder Rosé trocken ist in Freinsheimer Lagen gewachsen. Die Trauben zu diesem Rosé stammen von der roten Rebsorte Spätburgunder. Damit der Wein seine schöne kräftige Lachsfarbe erhält, bleibt der weiße Rebsaft nach der Pressung nur wenige Stunden mit den roten Traubenschalen auf der Maische. Ansonsten wird der Roséwein wie Weißwein hergestellt. In den letzten Jahren ist hierzulande Rosé immer beliebter geworden. Insofern ist sein Marktanteil von 2% auf 8% gestiegen. Dieser 2015er Freinsheimer Spätburgunder Rosé trocken wird unter der Linie Weinparadies Freinsheim geführt.

Über die Farbe des Rosé wurde bereits gesprochen. Es ist diese animierende, strahlende Lachsfarbe, die Frische und ein mediterranes Sommergefühl ausstrahlt. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf genügend Sauerstoff, bevor die Verkostung beginnt. Jetzt zeigen sich intensive Aromen nach Erdbeere und Himbeere in der Nase. 

Diese fruchtigen Anklänge werden im Mund und am Gaumen geschmacklich bestätigt. Für die richtige Balance sorgt die angenehme Säure. Sie ist es auch die dem Rosé das nötige Gewicht und die richtige Frische gibt, ohne die ein solcher Spätburgunder Rosé nicht mit der hier verkosteten Klasse aufwarten kann. Zur täglichen Erfrischung ist der 2015er Freinsheimer Spätburgunder Rosé trocken geradezu ideal, wobei nicht die geeignete Kühlung vergessen werden darf. Köstlich! 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2015er Freinsheimer Dornfelder Rotwein trocken 

Neben Weiß- und Roséweinen sind es ganz besonders die verschiedenen Rotweinsorten, die in den Weinbergen der Freinsheimer Genossenschaft sich exzellent kultivieren lassen. So auch dieser 2015er Dornfelder, der trocken ausgebaut wurde. Die Pfalz ist ja bekannt für ihre ausgezeichneten Rotweine, wobei die Rebsorte Dornfelder hier neben Rheinhessen mit Abstand in Deutschland am häufigsten angebaut wird. Da in den letzten Jahren farbintensive Rotweine sich immer größerer Beliebtheit erfreuen, hat sich der Dornfelder zu einer Modesorte entwickelt. So auch im Weinparadies Freinsheim, wo Rotweine wie dieser 2015er Freinsheimer Dornfelder trocken zu einem besonders beliebten roten Wein bei den zahlreichen Freunden der Genossenschaft zählt. 

Die Farbe des trockenen Dornfelders ist ein ganz kräftiges, tiefes Rot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Benötigt der Weißwein schon den optimalen Sauerstoff, damit er sich ganz duft- und geschmacksmäßig öffnet, so gilt dies für einen Rotwein erst recht. Danach zeigen sich Anklänge in der Nase, die an Pflaumen und Schwarzkirschen erinnern. Diese fruchtigen Nuancen werden in Mund und Gaumen geschmacklich bestätigt. Der Dornfelder ist dicht und nicht besonders säurebetont. Er ist kräftig, weich und rund und mit einem vollen Geschmack ausgestattet. Da er nicht zu kompliziert ist, findet er durchweg viele Liebhaber, die gerne einen solchen geschmackvollen Dornfelder trinken. Sehr angenehm! 

Der 2015er Freinsheimer Dornfelder trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius getrunken werden. 

2015er Cabernet Sauvignon Rotwein trocken 

Ein weiterer besonderer Rotwein des Weinparadies Freinsheim wird mit diesem 2015er Cabernet Sauvignon trocken verkostet. Der Cabernet Sauvignon ist eine der ganz großen, klassischen Rebsorten aus Frankreich, ohne die man sich die berühmten Bordeaux-Weine nicht vorstellen kann. Beheimatet im Bordelais, hat der Cabernet Sauvignon einen Siegeszug um die ganze Welt unternommen. Diese Rebsorte ist die am meisten kultivierte Rotweinsorte weltweit überhaupt.

In Deutschland wird Cabernet Sauvignon mit Abstand am häufigsten in der Pfalz angebaut, eben auch mit großem Erfolg von den Winzern der Freinsheimer Genossenschaft. Im Glas zeigt sich der Wein in einer tiefdunkelroten Farbe. Auch dieser Cabernet Sauvignon benötigt das richtige Quantum Sauerstoff, um das ganze Potential zu offerieren. Olfaktorisch überzeugt der Rotwein mit fruchtigen Aromen wie Johannisbeere und einem leichten Geruch nach Zedernholz. Im Mund und am Gaumen findet die entsprechende Bestätigung des konzentrierten Fruchtgeschmacks statt, wobei der Cabernet Sauvignon durchaus auch mit gut eingebunden Tanninen und einer tragenden Säure aufwartet. 

Der Wein ist dicht, komplex und intensiv im Geschmack und überzeugt mit der nötigen Kraft. Dass gute Cabernet Sauvignon nicht nur im Bordelais wachsen, dies zeigen die Freinsheimer Winzer mit diesem 2015er Cabernet Sauvignon trocken ohne Wenn und Aber. Wunderbar! 

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius verkostet werden. 

2015 "1912“ Spätburgunder Rotwein Trocken 

Ein besonderes Rotwein-Schätzchen kommt mit diesem 2015er Spätburgunder trocken zur Verkostung. Der Zusatz "1912" auf dem Etikett zeigt, dass es sich hierbei um einen Wein handelt, der zur Premium-Linie des Weinparadies Freinsheim gehört. Die Zahl "1912" erinnert an das Gründungsjahr der Genossenschaft vor über hundert Jahren, bedeutet aber auch, dass man sich hier auf die ganz besonderen traditionellen Werte des Weinmachens durch die Gründungsvater bezieht. Diese Werte sind es, die Qualität und Niveau der Premium-Weine ausmachen. Dies zeigt an, dass die Weine selektiert geerntet worden sind und mit viel Sorgfalt im Keller ausgebaut wurden. 

Man hat ihnen eine mehrmonatige Reifezeit im Holz-oder Barriquefass gestattet, und so Weine mit komplexen Aromen und enormer Struktur ausgebaut. Damit zählt der 2015er Spätburgunder trocken zu den Spitzenweinen im Weinparadies Freinsheim. Die Farbe dieses edlen Spätburgunders ist ein samtiges Burgunderrot mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Zum Thema Sauerstoff ist bereits alles gesagt worden, deshalb wäre es doch zu schade, wenn gerade diesem großen Spätburgunder die ausreichende Vermählung versagt bliebe. 

Der 2015er Spätburgunder trocken muss zunächst beatmet werden. Die Nase erfreut sich danach an intensiven Aromen von Brombeeren und Kirschen und einem Hauch von Bittermandeln. Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtaromen deutlich geschmacklich bestätigt. Der 2015er Spätburgunder trocken punktet mit einem vollen Körper, ist intensiv und doch elegant. Sein langer Nachhall zeigt noch einmal wie komplex und wie intensiv die Aromen sind und wieviel Kraft in dem Spätburgunder steckt. Hier ist den Freinsheimer Winzer ein großartiger Spätburgunder gelungen, der die Liebhaber dieser Rebsorte total überzeugt. Chapeau! 

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius genossen werden. 


Nachdem die 2 Weißweine, der Rosé und die drei Rotweine verkostet worden sind, hier unser Fazit: 

Alle Weine besitzen ein erhebliches Potential, sind Terroir-betont und von bester Qualität auf einem ganz hohen Niveau. Tradition und modernste Erkenntnisse des Weinmachens, einhergehend mit ganzem Engagement und viel Herzblut der Winzer des Weinparadies Freinsheim lassen großartige Weine entstehen, die mit Freude und Genuss von der großen Anhängerschar der Genossenschaft gerne getrunken werden. Im über hundert Jahre alten Anwesen der Freinsheimer Winzergenossenschaft lassen sich in der modernen Vinothek, dem schönen Restaurant und der gemütlichen Weinstube alle Weine verkosten, die in unmittelbarer Umgebung in den Weinbergen gewachsen sind und hier in den Kellern erzeugt wurden. Zusammen mit der eindrucksvollen, malerischen Kulisse des mittelalterlichen Freinsheim, ist es ein Vergnügen in ganz besonderer Art die besonderen Tropfen des Weinparadies Freinsheim zu genießen. Zum Schluss sollte nicht vergessen werden, welches bemerkenswerte Preis-Leistungs-Verhältnis die Weine der Genossenschaft auszeichnen.

 Maximal empfehlenswert.

 Peter J. und Helga König


Haltinger Winzer e.G. Weil am Rhein-Haltingen 3 Weissweine und 3 Rotweine

 Foto: Helga König
Die Winzer-Gemeinde Haltingen ist ein Ortsteil der Kreisstadt Weil am Rhein, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Lörrach in Südbaden im Länderdreieck Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Die Winzergenossenschaft Haltingen wurde 1936 von 36 Mitgliedern gegründet. Weinbau wird in Haltingen bereits seit über 1200 Jahren betrieben. Heute produzieren 110 Mitglieder der Genossenschaft auf etwa 42 ha erfolgreich Weinbau, wobei auch ein bestimmter Anteil von Ökowein dabei ist. Im Jahr 2009 hat die Haltinger Winzer e.G. damit begonnen, eine qualitative Neuausrichtung zu starten, indem sie drei Weinlinien in ihrem Sortiment etabliert hat, die die Qualität der Weine erheblich steigerte. 

Diese Qualitäts-Linien sind in die Rubriken "Basis", "Premium" und "Exclusiv" eingeteilt und zeigen jeweils an,  auf welchem ausgezeichneten Niveau die Weine vinifiziert wurden. Grundsätzlich bauen die Haltinger Winzer auf ihr besonderes Terroir, das hier im südlichsten Zipfel Badens ganz entscheidend Sonnen-verwöhnt ist. Nachhaltigkeit ist ebenso ein Thema wie kompromisslose Qualität, deshalb kommt es auch besonders auf die naturnahe Bewirtschaftung der Weinberge, den geeigneten Rebschnitt der Rebstöcke und eine selektive Lese an, die garantiert, dass gesundes, hochreifes Traubengut sehr schonend im Keller verarbeitet wird. 

Kellermeister Markus Büchin unternimmt dabei nur das Allernotwendigste, um den Weinen ihren besonderen Charakter zu erhalten, damit sie sehr authentisch die Vorzüge ihres Terroirs widerspiegeln und ebenso auch seine individuelle Handschrift des Weinmachens dokumentieren. 

Die Haltinger Winzer e.G. verfügt über solche exzellenten Lagen, die Haltinger Stiege, Weiler Schliff, Tüllinger Sonnenbrunnen und Ötlinger Sonnenhole. Die Bodenbeschaffenheit besteht hier aus Schluff- und Kalkverwitterungsböden, die sich bestens für die angebauten Rebsorten eignen, die da sind: Gutedel( Chasselas oder Fendant) zu 45%, Pinot Noir zu 30% und die restlichen 25% sind mit Riesling, Pinot Blanc, Pinot Gris, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Gewürztraminer bestockt. Aber auch Ökowein wird in der Haltinger Genossenschaft produziert. Es ist der Ökowinzer Hans-Jörg Sprich, der als Mitglied der Haltinger Winzer e.G. auf 5 ha Rebfläche nach den Richtlinien des ökologischen Weinbaus von Ecovin seine Trauben erzeugt, die anschließend in der WG großartig vinifiziert werden. 

Selbstverständlich verfügt die Haltinger Genossenschaft über eine Vielzahl von Prämierungen ihrer Weine mit Gold-und Silbermedaillen, in den führenden Weinmagazinen wie Feinschmecker und Gault Millau werden sie immer wieder herausragend gelobt. Die Fachzeitschrift Selection hat einen Verkostungswettbewerb ausgeschrieben, in Form einer Blindverkostung, bei dem die Haltinger e.G. 3 mal mit Gold und 7 mal mit Silber ausgezeichnet wurde und von hundert Betrieben damit den sechsten Rang erreicht hat. Doch die Weine der Genossenschaft überzeugen nicht nur durch ein herausragendes Niveau und mit bester Qualität, sie erfreuen auch den Weinliebhaber mit einem ganz besonderen Preis-Leistungs-Verhältnis. 

2016 Sauvignon Blanc QbA trocken 

Der hier verkostete Sauvignon blanc stammt aus dem Jahrgang 2016, er ist damit noch sehr jung und frisch. Er wurde trocken ausgebaut. Die Trauben zu diesem Wein sind in einer Süd-West-Hanglage gewachsen, deren Bodenbeschaffenheit aus Kalk-Mergel mit Lössauflage besteht. Nach der selektierten Handlese wurde das Rebgut schonend und reduktiv verarbeitet. All dies sind qualitätsfördernte Maßnahmen, die dazu führen, dass der Sauvignon Blanc in der Rubrik der Premium-Weine gelistet ist. 

Im Glas zeigt sich der 2016er Sauvignon Blanc trocken in einer hellgelben Farbe mit leicht grünlichen, brillanten Reflexen. Damit ein solcher junger Sauvignon blanc sein ganzes Duftpotential offerieren kann, ist es notwendig ihm zuvor genügend Sauerstoff zu geben. Danach zeigen sich wunderbare olfaktorische Anklänge, die an Grüne Paprika- und Stachelbeerenaromen erinnern, ebenso an Zitronenblüte. 

Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt. Dabei ist es die bestens eingebundene Säure, die die Aromen optimal trägt. Als junger Sauvignon blanc begeistert der Wein mit seiner lebendigen Frucht, seinem gehaltvollen Charakter und seiner intensiven Frische, die sich gerade bei seinem langen Nachhall zeigt. 

Hier bleibt es nicht bei einer Flasche, wenn man sich mit einigen Freunden trifft, dazu schmeckt der 2016er Sauvignon Blanc einfach zu gut. Aber auch als tägliches Glas Wein zur Freude und Entspannung ist der Sauvignon ideal. 

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2015 Weissburgunder& Chardonnay QbA trocken 

Diese Cuvée aus Weisburgunder und Chardonnay wurde trocken ausgebaut und stammt vom Jahrgang 2015. Auch hier sind die Trauben zu diesem "Premium"- Wein in einer sonnigen Hanglage mit Ausrichtung nach Süd-Westen gereift, deren Böden durch Kalk-Mergel mit Lössauflage sich besonders zu fruchtig gehaltvollen Weinen eignen. Als Qualitäts-Kriterium dient auch hier die selektive Handlese, die für optimales Vinifikationsgut sorgt. 

Der Kellermeister der Haltinger Genossenschaft ist sehr bemüht, den Weinen ihre Authentizität ihres Terroirs zu belassen, damit sie mit ihrem eigenen, unverwechslbaren Charakter punkten können, so wie diese 2015er Cuvée trocken aus Weissburgunder und Chardonnay. Die Farbe im Glas ist ein intensives, leuchtendes Hellgelb mit brillanten Reflexen. Auch hier ist es angebracht, die Duftfülle in der Nase durch die richtige Vermählung mit Sauerstoff zu gewährleisten. Dies geschieht am besten, indem man das Glas bei der Verkostung immer wieder schwenkt. 

Jetzt betören feine intensive Anklänge die Nase, die an Pfirsich, Aprikose, Zitrus und eine leichte Mandel- Komponente erinnern. Geschmacklich werden die Fruchtaromen im Mund und am Gaumen bestätigt, wobei des köstliche Frucht-Säure-Spiel geradezu begeistert. 

Die Cuvée punktet mit der abgerundeten Balance von der weichen Art des Weissburgunders mit dem kräftigen Geschmack des Chardonnay. 

Sehr nachhaltig ist dabei der geschmackliche Gesamt-Eindruck des 2015er Weissburgunder&Chardonnay, der in einem langen Finish präsent ist und zusätzlich mit seiner zitronigen Frische wirbt. Einfach großartig! 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

2014 Pinot Blanc QbA trocken 

Der jetzt verkostete 2014er Pinot Blanc trocken ist ein Wein der genossenschaftsinternen Qualifikation "Exclusiv". Dabei handelt es sich um die Kategorie der besten, charakterstärksten Weine, die durch einen reduzierten Ertrag und sorgsamen Ausbau auf der Feinhefe viel Konzentration und Komplexität hervorbringen. Auch hier haben die Trauben wieder von der Süd-West-Lage und der Bodenbeschaffenheit aus Kalk-Mergel mit Lössauflage optimal profitiert. Das Rebgut wurde handverlesen, um anschließend besonders schonend im Keller verarbeitet zu werden. 

Seine letztendliche Reife hat der 2014er Pinot blanc trocken im Barrique erhalten, was dem Wein nicht nur zusätzliche Röstnoten verleiht, sondern ihm auch eine längere Lagerfähigkeit von etwa 4 bis 5 Jahren beschert. Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Auch hier ist Sauerstoff ein Thema, möchte man die gesamte Duftfülle olfaktorisch erfassen. Nachdem der 2014er Pinot blanc trocken genügend belüftet wurde, zeigen sich wunderbare Anklänge an Melone und Ananas und einem Hauch Joghurt in der Nase. Die Fruchtnuancen werden geschmacklich im Mund und am Gaumen sehr eindeutig bestätigt. 

Der Wein verfügt über einen großartigen Frucht-Säure-Bogen und über eine perfekte Balance, in die auch der Ausbau im Barrique geschmacklich eingebunden ist und somit großartig abrundet. 

Der 2014er Pinot blanc trocken hat viel individuellen Charakter, ist intensiv und besitzt einen eleganten Schmelz. Sein langer Abgang zeigt noch einmal welche ausgewogene Fülle der Wein besitzt, einhergehend mit einer Cremigkeit und einer nachhaltigen zitronigen Frische. Dieser 2014erPinot blanc trocken ist ein Wein von ganz besonderer Klasse, der auf Anhieb überzeugt. Zu Recht wird er in der Spitzen-Klasse "Exclusiv" der Haltinger Genossenschaft angeboten, er ist wahrhaft exzellent. 

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

2014 Spätburgunder Haltinger Stiege Trocken 

Gelingen die hellen Burgunder schon prächtig mit dem Terroir der Weinberge der Haltinger e.G. hier in den sonnigen Gefilden von Südbaden, so gilt dies für den Spätburgunder erst recht. Gewachsen ist das Traubengut für den 2014er trockenen Spätburgunder der Kategorie Premium-Wein in der Lage Haltinger Stiege. Hierbei handelt es sich um eine Weinbergslage, deren Bodenbeschaffenheit aus Schluff- und Kalkverwitterungsböden besteht, bei einer sehr intensiven Sonnenbestrahlung, zumal der Neigungswinkel der Haltinger Stiege geradezu optimal ist. 

Auch hier wurde das Traubengut per Hand selektiv gelesen, um danach schonend im Keller gepresst zu werden. Danach erfolgte eine 14tägige traditionelle Maischegärung. Danach ist ein ausdrucksstarker, sortentypischer Spätburgunder herangereift, für die die Haltinger Genossenschaft immer wieder allerbeste Auszeichnungen erhält. Die Farbe des 2014er Spätburgunder trocken ist ein intensives Burgunderrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Sollte der Weißwein schon ausgiebig beatmet werden, so trifft dies auf Rotweine ganz besonders zu. 

Nur so lassen sich die komplette Duft- und Geschmacksfülle eines besonderen Spätburgunders, wie dieser 2014er Haltinger Stiege trocken, in seinem ganzen Potential ergründen. Jetzt offenbart sich die wunderbare Duftfülle in der Nase mit seinen Burgunder-typischen Anklängen an dunkle Beerenfrüchte und reife Kirschen, gepaart mit einem leichten Mandelaroma. 

Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtnuancen geschmacklich bestens bestätigt. Der 2014er Spätburgunder trocken ist dicht, komplex und verfügt über einen sehr ausdrucksvollen Geschmack. Seine feine Gerbstruktur ist bestens eingebunden, gibt dem Wein noch zusätzlich Fülle und Kraft. Bei einem langen Nachhall wird noch einmal klar, wie intensiv und ausdrucksvoll die Beerenaromen den Geschmack des Spätburgunders prägen, rundherum ein wahres Trinkvergnügen. Ausgezeichnet! 

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei16 bis 18 Grad Celsius verkostet werden. 

2013 Eco Noir Trocken 

Der jetzt verkostete 2013er Eco Noir trocken ist ein Rotwein, dessen Trauben aus ökologischem Anbau stammen. Hans-Jörg Sprich ist Winzer in der Haltinger Genossenschaft, der sein Traubengut nach Ecovin-Richtlinien ausbaut. Diese Cuvée ist aus den Rebsorten Spätburgunder, Regent und Prior kreiert worden. Dabei wurde nach der 14tägigen, traditionellen Maischegärung 1/3 des 2013er Eco Noir trocken im alten Holzfass ausgebaut. Natürlich wurden auch hier, wie bei den Winzern der Haltinger Genossenschaft üblich, die Trauben selektiert handgelesen, nachdem sie in der Süd-West-Lage auf Kalk-Mergel-Boden mit Lössauflage gereift sind. 

Die Farbe dieses Öko-Rotweines im Glas ist ein tiefes, intensives Dunkelrot. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der ausdrückliche Hinweis auf die Zufuhr von Sauerstoff, damit der Wein sein gesamtes, großartiges Potential anbieten kann. Verwöhnt wird die Nase danach mit wunderbaren Anklängen, die an ein intensives Aroma von roten Früchten, feinen Kirschen und reifen Brombeeren erinnern. Mund und Gaumen bestätigen eindrucksvoll geschmacklich das Frucht-Potpourri, das durch feine Röstnoten ergänzt wird, wobei der 2013er Eco Noir trocken mit einem kräftigen Geschmack punktet, dicht und durchaus komplex ist, mit viel Substanz und großer Fülle. 

Im Nachhall samtig und weich, erinnert die Cuvée an gestandene, gehaltvolle Rotweine aus mediterraner Provenienz. Hier ist ein wunderbarer Rotwein gelungen, so wie man ihn mit großer Freude und viel Begeisterung gerne genießt. Klasse! 


Der 2013 Eco Noir trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad genossen werden. 

2015 Spätburgunder Réserve Trocken 

Ein weiterer Spitzen-Spätburgunder in der Kategorie der besten Weine der WG, der Exclusiv-Linie, wird mit diesem 2015er Réserve trocken verkostet. Wie bei den Weinen zuvor sind die Trauben zu diesem Wein in einer Lage gewachsen, die eine Süd-westliche Ausrichtung und das geeignete Gefälle hat. Selbstverständlich ist auch dieses Traubengut selektiert mit der Hand gelesen worden, um danach sofort besonders schonend verarbeitet zu werden. 

Nach einer 5-wöchigen Maischegärung hat die Reifung dieses exzellenten 2015er Spätburgunder in Barrique-Fässern stattgefunden. Deshalb auch ist das Lagerpotential mindestens 6 bis 8 Jahre. Auf der Flasche wird dieser Ausnahme-Spätburgunder weiterhin über viele Monate reifen, bis er dann seinen Zenit erreicht hat, der aus ihm einen ganz großartigen Roten macht. 

Im Glas zeigt sich der 2015er Spätburgunder Réserve trocken in einer klaren rubinroten Farbe mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Solch ein roter Spitzen-Burgunder braucht einfach die Vermählung mit dem entsprechenden Sauerstoff, zumal wenn er noch so relativ jung ist und wenn er im Barrique ausgebaut wurde. Dann wird die Nase von einer Fülle großartiger Duftnoten überrascht, wie Brombeeren, Kirschen, ein Hauch Schokolade und etwas Vanille. 

Die Fruchtaromen werden eindeutig im Mund und am Gaumen bestätigt. Dabei zeigt der Spätburgunder Réserve wie dicht, intensiv und vollmundig er ist, nicht zuletzt durch seinen kräftigen Körper und seiner klassischen Burgunderfrucht, und dass er durch die bestens eingebundenen Barrique-Noten zusätzlich noch mehr an Volumen und Potential erhalten hat. 

Sein langer Nachhall, jetzt noch leicht restringierend, wird durch die weitere Reifung auf der Flasche zu einem großartigen Erlebnis mit einem schmeichelnden Geschmack, der willkommen weich und samtig ist. Spätburgunder- Herz, was willst du mehr. Phantastisch gut, Chapeau! 

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius mit allen Sinnen genossen werden.


Nachdem wir jetzt mit großem Vergnügen und einer gewissen Neugierde die 3 Weiß- und 3 Rotweine der Haltinger Winzer e.G. verkostet haben, hier unser Fazit: Bereits vor ein paar Jahren durften wir die Weine aus Haltingen verkosten und haben dabei festgestellt, dass hier eine Genossenschaft Weine erzeugt, die überdurchschnittlich sind. Mit Freude und Begeisterung haben wir nun erfahren, dass sich die Weine mittlerweile auf ein erstklassiges Niveau und zu einer absolut großartigen Qualität gesteigert haben. 

Ob Sauvignon Blanc, Weissburgunder& Chardonnay oder Pinot Blanc, alle Weißweine sind individuell, charakterstark und Terroir- betont. Dabei verfügen sie über viel Substanz, einen großartigen Geschmack und begeistern mit ihrer Frische und Vollmundigkeit, also über das Potential, das ein Klasse-Weißwein einfach braucht, wenn er wirklich gut ist und gerne getrunken wird. Bei den Roten, Spätburgunder Haltinger Stiege, Eco Noir trocken und Spätburgunder Réserve sind es die Kraft der Sonne und der optimale Boden, die ganz große Rotweine entstehen lassen, die einfach nur begeistern. Auch hier durften wir ein weiteres großes Entwicklungspotential feststellen, sodass wir heute von Spitzen-Rotweinen sprechen können. 

Dass dies so ist, hat auch etwas mit Kellermeister Marcus Büchin zu tun, der es versteht, nicht nur die Vorzüge des Terroirs auf die Flasche zu bringen, ihm ist es auch gelungen von Jahrgang zu Jahrgang immer bessere Qualitäten zu erzeugen. Heute gehören seine Weine mit zur Spitze in Baden und erfreulicherweise wurde dies auch eindrucksvoll durch professionelle Blindverkostungen bestätigt. Die führenden Wein-Journale und Weinführer ob Feinschmecker oder Gault Millau sind ebenso wie wir von den Weinen überzeugt und tun dies auch immer wieder kund. Nicht oft genug kann dabei erwähnt werden, welches großartige Preis-Leistungs-Verhältnis die Weine der Haltinger Genossenschaft haben, ein Umstand, der einen noch größeren Augenmerk auf die Haltinger Winzer e.G. fallen lässt. 

 Maximal empfehlenswert.

 Peter J. und Helga König