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Rezension: Bremer Weinkolleg- Weinpaket Top-Rieslinge

 Foto: Helga König 
Das Bremer Weinkolleg gehört zu den renommiertesten Weinhandelshäusern in Deutschland. Als Vorläufer dieses Weinimporteurs wurde 1859 von Adolph Segnitz das gleichnamige Weinkontor in Bremen gegründet. Mit Importen von Weinen speziell aus Frankreich, aber auch mit dem Handel innerhalb Europas bis hin nach Sankt Petersburg entwickelte sich das Unternehmen bis zum ersten Weltkrieg zu einem der führenden Weinhandelshäuser. Die Firma Segnitz hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Deutschland mit Abstand der größte Importeur von französischen Qualitätsweinen wurde. Nach dem ersten Weltkrieg hatte die Familie Segnitz den Verlust Ihres berühmten Weingutes Chateau Chasse-Spleen in Bordeaux durch Enteignung  zu verkraften. Der 2. Weltkrieg brachte die totale Zerstörung des gesamten Firmensitzes. Allein mit ihren gewachsenen Beziehungen und ohne die erheblichen Weinbestände, die das Unternehmen über Jahrzehnte zusammengetragen hatte, gelang es den Söhnen Adolph jun. und Hermann Segnitz aus den Trümmern wieder einen florierenden Weinhandel aufzubauen und zwar in der Größe wie er sich vor den Kriegen etabliert hatte.

Im Jahre 1970 wurde durch das bekannte Handelshaus A. Segnitz die Tochterfirma Bremer Weinkolleg gegründet. Mit neuen Ideen wie z.B. dem Kollegbuch des Weines, einem Katalog der gleichzeitig auch umfassendes Weinwissen vermittelt, wurde die Philosophie des Gründers Adolph Segnitz weitergeführt. Für den Gründervater war beim Verkauf von Wein auch stets eine ehrliche und rückhaltlose Beratung wichtig. Dies manifestiert sich auch heute noch in dem Slogan: "Sein, nicht Schein", was soviel bedeutet wie: Der Wein steht im Mittelpunkt des Interesses und nicht die Werbung. Heute werden mehr als tausend Weine und Spirituosen aus allen Weinregionen dieser Welt durch das Bremer Weinkolleg vermarktet. Es sind weiterhin die guten Beziehungen zu den besten Erzeugern von Weinen weltweit, die die hohe Qualität der vermarkteten Produkte garantieren. Kompetenz, Sachverstand und Engagement sind die besten Voraussetzungen das Bremer Weinkolleg an vorderster Stelle aller Weinhandelshäuser zu sehen. 

Zunächst wollen wir hier sechs verschiedene deutsche Rieslinge von Spitzenwinzern vorstellen.

Weingut Dr. Bürklin-Wolf, 2012 Riesling, trocken- Pfalz

Das VDP-Weingut Dr. Bürklin-Wolf ist in der Pfalz in Wachenheim zuhause. Eingebettet in sanft ansteigende Weinberge liegt inmitten der Gemeinde Wachenheim das Traditionsweingut Dr. Bürklin Wolf. Es gehört zu den ganz renommierten Weingütern der Pfalz. Schon immer wurde hier ein besonderer Riesling kreiert. Der 2012er Riesling trocken zeigt sich im Glas in einem hellgelben brillanten Farbton. Nachdem er im Glas mehrmals geschwenkt worden ist, werden Aromen von grünen Äpfeln und Zitrusfrüchten von der Nase registriert. Neben diesen Nuancen vervollständigen der Geschmack nach Pfirsich und grünem Apfel das Geschmacksbild im Mund und am Gaumen. Bei einer angenehmen Säure gepaart mit einer entsprechenden Würze zeigt sich der Wein schlank und unkompliziert. Er ist hervorragend ausbalanciert und besticht durch seine Frische.

Dieser 2012er Gutsriesling aus dem Hause Dr. Bürklin Wolf zeigt welche wunderbaren Rieslinge in der Pfalz kreiert werden. Der Wein trägt das Biosiegel als Nachweis dafür, dass er biologisch angebaut worden ist. 

Wir empfehlen ihn als Essensbegleiter zu "Kabeljau geschmort" oder alternativ zu  "Wildlachs in Sahne".

Der Wein hat 12,5 vol/alc und sollte bei 8-10 Grad Celsius getrunken werden. 

Weingut Emrich-Schönleber 2012 Riesling trocken- Nahe

Ein weiterer Erzeuger von ganz besonderen Rieslingen ist das Weingut Emrich-Schönleber in Monzingen an der Nahe. Schon immer sind hier ganz spezielle Rieslinge gelungen. Auch Werner Schönleber und sein Sohn Frank, die mittlerweile beide für das Herstellen der Weine zuständig sind, gehören mit ihrem Weingut zum Verband des VDP (Verband der Prädikatsweingüter), einer Vereinigung von erlesenen Erzeugern, die mittlerweile seit 100 Jahren sich der allerbesten Qualität verschrieben haben. Der Wein besticht im Glas mit seinen exzellenten Fruchtnoten, die an Quitten, reife Äpfel und Kräuterwürze erinnern. Im Mund überzeugen diese Rieslingaromen mit einer feinen Säure, gepaart mit kräutriger Mineralität. Bei einem langen Nachhall ist neben der Frische auch ein angenehmer Schmelz zu schmecken, dazu verhilft auch der lang anhaltende Abgang.

Dieser Riesling 2012 trocken ist ein wahres Geschmackserlebnis für alle Rieslingfreunde, jedoch speziell für diejenigen, deren Herz am Nahe- Riesling hängt.

Der Weißwein eignet sich als Essensbegleiter zu "Sautierten Scampi mit Kräutern", aber auch zu einer
"Lachsforelle vom Grill".

Der Riesling hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8-10 Grad Celsius getrunken werden.

Weingut Fritz Haag 2012er Riesling trocken –Mosel

Es gibt viele große Erzeuger für Rieslinge an der Mosel, zu den renommiertesten gehört das VDP-Weingut Fritz Haag. Seit 1605 wird Riesling seitens des Gutes angebaut und das auf traditionellen Schiefersteillagen. Die Handlese der Trauben ist nur eine Voraussetzung für die hervorragende Qualität, der sich über Generationen dieser Weinerzeuger verschrieben hat. Ohne vollkommene Leidenschaft kann ein Riesling dieses Formates nicht gelingen.

Brillante hellgelbe Farbtöne werden im Glas zunächst wahrgenommen. Bei der olfaktorischen Prüfung dieses Gutsrieslings stößt man auf ganz typische Rieslingnuancen, als da sind Pfirsich nebst Apfel und alles in ausgeprägter Form. Im Mund und am Gaumen werden diese Noten nicht nur bestätigt, aufs Feinste werden sie durch eine saftige Mineralität und eine filigrane Kräuterwürze ergänzt. Bei einem langen Nachhall wird die besondere Mineralität der Schiefersteillagen bestätigt, insgesamt handelt es sich um einen wunderbaren, stoffigen Moselriesling, der durch seine perfekte Balance viel Freude bei der Verkostung hervorbringt. Unsere Empfehlung:

Trinken Sie diesen herrlichen Riesling zu einem "Muschelragout unter der Blätterteighaube"oder zu einem "Salat von Meeresfrüchten". 

Der Wein hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8-10 Grad Celsius getrunken werden. 

Weingut Schloss Lieser, Thomas Haag, 2012 Riesling trocken 

Der Winzer Thomas Haag, der die Weine des Weingutes Fritz Haag verantwortet, ist auch auf dem VDP-Weingut Schloss Lieser für die Weine zuständig. Seit einigen Jahrgängen kreiert er auch hier exzellente Rieslinge und macht dabei von Jahrgang zu Jahrgang immer noch erstaunliche Fortschritte. Der hier verkostete Gutsriesling ist in den Lagen Lieser Niederberg Helden, Kracher Himmelreich und Lieser Schlossberg auf einem speziellen Terroir gewachsen. Die Schiefer-Verwitterungsböden dieser Lagen bestimmen die Qualität dieses Weines. Dieser Riesling hat verspielte Aromen von Melone, Apfel und Zitrusfrüchten. Im Mund und am Gaumen zeigt er seine Finesse und die gesamte Balance seiner Fruchtaromen. Abgerundet durch eine feine Säure wird bei einem langen Abgang die ganze lebendige Schiefermineraltät erkennbar. Dieser Riesling ist rundherum gelungen und ehrt den Erzeuger. 

Ein "Salat von Scampi und Artischocken" aber auch  "Marinierte Seezungenfilets" harmonieren besonders gut mit diesem gelungenen Riesling. 

Der Wein hat 11,5% vol/ alc und sollte bei 8 -10 Grad Celsius getrunken werden. 

Weingut Spreitzer, 2012 Oestricher Lenchen, Kabinett trocken, Rheingau 

Das VDP.-Weingut Josef Spreitzer aus Oestrich im Rheingau ist Mitglied im Charta-Verband, einer Vereinigung Rheingauer Winzer, die ihre Region nur mit den allerbesten Weinen vertreten will. Das Weingut verfügt über eine der berühmtesten Lagen im Rheingau. Es handelt sich hierbei um die allseits bekannte Lage Oestricher Lenchen. Der Rheingau mit seinen besonderen Rieslingen ist weltweit ein Aushängeschild für deutsche Weißweine. Der hier verkostete Riesling ist ein Prädikatswein und als Kabinett trocken ausgebaut. Der exzellente 2012er duftet nach Pfirsich und Zitrusfrüchten. Im Mund und am Gaumen finden sich diese Nuancen bestätigt und ergänzt durch die entsprechende Mineraliät, die für ein ausgewogenes Geschmackserlebnis von frischer Rieslingfrucht und eingebundener Säure zeugt. Hinzu gesellt sich eine feine Würze. Insgesamt ist der Wein elegant und reintönig und ein Beispiel für einen gelungenen, gradlinigen Riesling aus der Lage Oestricher Lenchen. 

Als Essensbegleiter zu "Langustentörtchchen" oder auch zu "Filets vom Donauwaller auf Wirsingfleckerln" eignet sich der Riesling Kabinett trocken aus dem Weingut Josef Spreitzer bestens. 

Der Wein hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8-20 Grad Celsius getrunken werden. 

Weingut Wittmann 2012er Riesling trocken, Rheinhessen 

Das VDP-Weingut Wittmann hat sich in den letzten Jahren mit an die Spitze aller deutschen Weingüter emporgearbeitet. Zuhause in Rheinhessen in Westhofen im südlichen Wonnegau, unweit der Nibelungenstadt Worms gibt es exzellente Voraussetzungen damit große Rieslinge entstehen können. Das Terroir besteht aus einer Kalksteinmineralität. Das Mikroklima bevorzugt den Rebenwuchs und die außerordentlichen winzerischen Fähigkeiten von Philipp Wittmann ließen einen fantastischen überzeugenden Gutsriesling entstehen. Der Beweis wird im Glas erbracht. Ein feines strohgelbes Farbenspiel ist nur ein erster Eindruck von diesem wunderbaren Riesling. Die Nase registriert daraufhin intensive Nuancen von gelben Früchten und Sommeräpfeln. Am Gaumen überzeugen besonders die elegante Struktur und die saftige Frische dieses Weines. Das Terroir ergibt die entsprechende Mineralität, feine Kräuternoten ergänzen den Gesamteindruck. Alles zusammen mündet in einen langen Abgang, wo man noch einmal die Qualität dieses bestechenden Rieslings bestätigt bekommt, nicht zuletzt, weil er so wunderbar ausbalanciert ist. Zu Recht muss man hier von einem Spitzenriesling sprechen, Hochachtung.

Dieser Weißwein passt hervorragend zu  " Krebsgratin mit Gurkenstreifen und Dill" oder auch zu "Hummerravioli". 

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8-10 Grad Celsius verkostet werden.

Alle Weine sind ausnahmslos von bester Qualität. Sie zeigen zu welchen Leistungen die deutschen Winzer besonders im Bereich von Rieslingweinen fähig sind. Letztendlich muss aber jeder Rieslingfreund für sich entscheiden, zu welchem der sechs Rieslinge es ihn hinzieht. Das Bremer Weinkolleg steht ihm dabei mit weiteren Informationen zur Seite. Als Genießer ist er hier bestens aufgehoben. Abschließend soll noch die Tatsache erwähnt werden, dass das Bremer Weinkolleg dieses ganz spezielle Probierpaket von deutschen Spitzenrieslingen zu einem attraktiven Probierpreis anbietet, eine besondere Chance Weine dieser Klasse kennenzulernen.

Sehr empfehlenswert

Peter J. und Helga König
http://www.bremer-weinkolleg.de/Probierpakete/DAS-RIESLING-TROCKEN-PAKET.html?filter=&schema=

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